Martina Kempff : Umkehrschuss

Martina Kempff hat mit „Umkehrschuss“ ihren 8.Eifel-Krimi aus der Reihe rund um das Dorf Kehr geschrieben.
Dies ist der erste Krimi, den ich von der Autorin lese.
Zunächst musste ich mich einlesen, da mir die Zusammenhänge des kleinen Dorfes Kehr, das in der Eifel liegt, und vor allem der Dorfgemeinschaft, fehlten.

Kehr gibt es nicht nur in der Fantasie von Martina Kempff, sondern es gibt das Dorf wirklich.
Das Besondere an dem kleinen Ort zeigt ein Zitat aus Wikipedia:
„Kehr ist ein Dorf in der Eifel, das durch die deutsch-belgische Staatsgrenze in zwei Hälften geteilt wird. Die Grenze verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang der mitten durch den Ort führenden Bundesstraße 265. Auch die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz tangiert die Ortschaft, die sich somit über drei Gemeindegebiete erstreckt…“

Das muss erst einmal ein Ort nachmachen, ein kleines Dorf, wenige Familien, die dort leben, aber 2 Länder und auch dazu im deutschen Teil noch 2 Bundesländer.
All das ist die Kulisse eines Mordes.

Dorfmittelpunkt ist die „Einkehr“ das Restaurant von Katja Klein, die mit Marcel Langer, dem belgischen Polizisten befreundet ist. Da geht der internationale Kuddelmuddel schon los.

Der Tote wird auf dem Friedhof gefunden, aber nicht einem Grab sondern er liegt auf dem Rasen und ein Loch ist in der Brust.
Was soll das? Unruhe kommt auf im Eifeldorf. Wer hat das getan? Verdächtigungen über Verdächtigungen.

Mehr verrate ich nun nicht. Lesen Sie selber.
Martina Kempff ist es gelungen einen Eifel-Krimi zu schreiben, der geprägt ist von unterschiedlichen Charakteren, herrlichen Schilderungen der Familienverquickungen, der Schilderung alten, teils störrischen Eifeler, dem Kompetenzgerangel der Polizeibeamten,aber auch deren Zusammenarbeit.
Man fühlt sich als Leser mitten im Geschehen, auch, wenn ich dafür etwas gebraucht habe, um die Charaktere zuzuordnen.

Ein lesenswerter Krimi, nicht nur für Eifel-Fans.

ISBN: 9783954413867

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