Giogoli / Hausel : Bildgestaltung

André Giogoli und Katharina Hausel haben das Buch „Bildgestaltung – Die große Fotoschule“ geschrieben.
Giogoli ist Fotograf und Lehrer an der Schule für Design Letteverein in Berlin. Dr.Katharina Hausel ist Fotohistorikerin und auch Lehrerin beim Letteverein u.A. für Fotografie und Bildgestaltung.

Jeder hat andere Ideen zum Thema Bildgestaltung, darum lese ich sehr gerne neue Bücher zum Thema, um Anregungen zu bekommen.

Dieses Buch heisst nicht umsonst „die große Fotoschule“. Die Autoren haben das Thema Bildgestaltung von Anfang an aufgebaut.
Los geht es mit der Frage „Wozu und für wen fotografieren wir?“ Diese Frage stellt man sich zu selten.

Es werden verschiedene Bildsprachen aufgezeigt, man kann dokumentarische Fotos machen oder kreative. Und schon gibt es Unterschiede in der Bildgestaltung.
Das macht man mit der Zeit automatisch, bewusst bin ich mir dessen nicht immer.
Und Anfänger wissen das ohnehin nicht.
Aus meiner Sicht ist dieses strukturierte Vorgehen der Autoren sehr gut. Dadurch eignet sich das Buch für Anfänger und Fortgeschrittene.
Anfänger bekommen jede Menge grundlegende Informationen in Kapitel 2 zum Thema Ausrüstung und Technik. Manches davon wird der Fortgeschrittene überblättern.

Es folgen mehrere Kapitel, die sich mit den gestalterischen Elementen beschäftigen, die die Aussage des Bildes ausmachen und beeinflussen:
– Motive sehen und inszenieren
– Rahmen und Raum
– Punkte, Linien und Flächen
– Farbe und Licht
– Schwarzweiss
– Bildgestaltung im digitalen Labor
– Den fotografischen Blick trainieren
– Regeln brechen.
Zum Abschluß dann noch das Kapitel „Zeigen Sie ihre Werke“.

Am Ende eines jeden Kapitels findet man unter der Überschrift „Inspiration“ spezielle Themen, z.B. „Architektur-Mila Hacke“, usw.

Den Autoren ist aus meiner Sicht ein Buch gelungen, das zum einen Grundlagen zum Thema Bildgestaltung liefert, zum anderen auch inspiriert Neues zu probieren, aber auch Bewährtes zu vertiefen.
Viele Beispielfotos dienen der Inspiration.
Giogoli und Hausel schreiben sehr verständlich. Die Texte sind strukturiert aufgebaut, man merkt, dass beide im Lehrbetrieb sind und gewohnt sind ihr Wissen zu vermitteln.
Mir gefällt das Kapitel zur Bildgestaltung mittels Bildbearbeitung und die Beispiele darin sehr gut. In Zukunft werde ich mit diesem „Stilmittel“ noch mehr spielen.

Mein Fazit: ein empfehlenswertes Buch für Fotoanfänger und auch für Fotgeschrittene, die neue Ideen suchen.

ISBN: 9783836239400

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Die Fotoschule in Bildern Tierfotografie – Rheinwerk-Verlag

„Die Fotoschule in Bildern Tierfotografie“ ist ein neues Buch aus der Reihe „Die Fotoschule in Bildern“ des Rheinwerk-Verlages.

Die Fotoschule zur Tierfotografie ist von 3 Fotografen geschrieben worden. Da ja jeder Fotograf andere Schwerpunkte hat und anders arbeitet, finde ich dieses Konzept sehr hilfreich für den Leser.
Die Autoren sind:
Julia Poker ist von Beruf Mediengestalterin, seit vielen Jahren ist ihre Leidenschaft die Haustierfotografie
Lambert Heil ist Zoopädagoge in Hellabrunn/München und Veranstalter von Natur- und Fotoreisen, er fotografiert im Zoo und Wildlife
und
Joachim Wimmer ist Umweltingenieur und begeisterter Naturfotograf.

Alleine die Auswahl der Fotografen zeigt schon, wie auch das Titelbild des Buches, dass das Buch eine große Spannbreite der Tierfotografie abdeckt. Egal ob nun Haustiere wie Hund, Katze, Pferde, Wildtiere, Zoofotografie, Vögel, man findet Tipps und wundervolle Beispeilfotos im Buch.

Das Buch zur Tierfotografie ist in mehrere Kapitel unterteilt:
– Im Gehege oder Zoo
– Wild und ungezähmt
– In der Dämmerung und Nacht
– Klein und flink
– In der Kinderstube
– Action!
– Beste Freunde
– Abstraktionen
– Exkurse.

In den Exkursen bekommt man als Leser jedes Mal eine kompakte, sehr detaillierte und strukturierte Anleitung zu einem Thema. Exemplarisch möchte ich dies an der Schwarz-Weiss-Fotografie erklären.
Lambert Heil erklärt uns Lesern welche Bilder aus seiner Sicht für S/W geeignet sind und warum. Beispiele verdeutlichen dies. Das beste Beispiel findet man schon vor dem Exkurs auf Seite 21. Der Ausdruck des Affen im S/W ist dermassen aussagekräftig, da hätte die Farbe die Aussagekraft des Fotos nur verwässern können.
Im Exkurs findet man ganz viele Tipps, z.B. farbig fotografieren und dann digital S/W entwickeln, arbeiten mit Farbkanälen, etc.
In dieser Art und Weise sind alle Exkurse gestaltet, kurz, knapp und knackig.

Die einzelnen Kapitel bieten viele Tipps für das reine Fotografieren, aber auch Dinge wie welches Equipment in welcher Situation.  Zeit für den Objektivwechsel hat man in der Tierfotografie normalerweise nicht. Da bleibt nur vorher überlegen welches Obejktiv richtig ist oder mit 2 Kameras arbeiten, dieses Thema kommt zur Sprache, ebenso wie packe ich richtig für eine längere Tour, was bewirken Blende, Brennweite, was kann ich mit Beschnitt am PC erreichen. Wie verschwinden Zäune, wie fotografiere ich durch Glas? und viele andere Themen.

Was mir am Buch besonders gefällt, ist, dass die Autoren uns Lesern und Betrachtern auch die jeweiligen Tiere und ihre Verhaltensweisen nahe bringen.
Wenn ich weiß wie das jeweilige Fotoobjekt tickt kann ich entsprechend planen, um ein möglichst gelungenes Foto zu bekommen.
Es gibt Wildtiere, die bekommt man nur ganz früh vor die Linse, andere in der Dämmerung. Zootier ist etwas anderes als Wildlife oder Haustier.
Je eher ich es schaffe vorherzusehen wie das Verhalten sein könnte, je besser wird mein Foto, weil z.B. mein Standort richtig ist, etc.
Sich bei der Fütterung im Zoo in die Meute der Wartenden zu stellen, wenn ich keine Chance auf die erste Reihe habe, sinnlos.
Oder, wie ich es erlebt habe, im Bayerischen Wald bei der Wolfsfütterung zufällig vorbei kommen, wenn schon etliche Fotografen ewig warten, sinnlos.

Im Kapitel „In der Dämmerung und Nacht“ habe ich viele Anregungen bekommen wie lohnenswert es sein kann, einfach mal zu ungewohnten Zeiten zum Fotografieren aufzubrechen.
Bei den Fotos findet man die Aufnahmedaten, so kann man sich durchaus auch an Hand dieser an ähnliche Situationen herantasten.

Falls Sie sich erst einmal einen Eindruck vom Buch verschaffen wollen, so finden Sie das ausführliche Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe hier.

Sollten  Sie für unterwegs auch das e-book bevorzugen, so können Sie dies für 5 € nachträglich bekommen. Alle Infos dazu gibt es im Buch. Wie ich finde, eine tolle Möglichkeit. Oft habe ich im Urlaub die Zeit mal wieder ein Thema genauer anzugehen, aber das Buch will ich nicht mitnehmen, da ist top ein e-book zusätzlich zu haben.

„Die Fotoschule in Bildern Tierfotografie“ ist schon für Einsteiger ins Thema geeignet, aber auch jemand, der schon länger Tiere fotografiert, profitiert vom Buch.

ISBN: 9783836242509
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Regine Heuser : Zoo!

„Zoo! Die neue Fotoschule – Fotografieren im Zoo mal ganz anders“ ist von Regine Heuser, eine der bekanntesten Tierfotografen in Deutschland, geschrieben worden.

Regine Heuser und ihre Art zu fotografieren, habe ich durch ihre Hundefotos kennengelernt.
Fast täglich sehe ich, selber Hundebesitzerin, auf facebook tolle Fotos von der Autorin.

Da ich immer wieder mal selber noch Tipps für das Tüpfelchen auf dem i suche, was das Fotografieren im Zoo angeht, habe ich „Zoo!“ nun vom Anfang bis zum Ende gelesen und viele Dinge probiert, allerdings bislang nur Wildlife.

Schon mal vorweg: aus meiner Sicht ist das Buch sehr gut für Einsteiger in die Tierfotografie bzw. Zoofotografie geeignet.
Aber selbst, wenn man schon lange fotografiert, oft mit einem anderen Schwerpunkt, so wie ich, profitiert man vom Buch.

Fotografieren im Zoo ist eine Herausforderung. Es gilt Zäune optisch zu überwinden, man will durch Glasscheiben fotografieren, das Equipment sollte sich noch tragen lassen, Tiere bleiben nicht auf Kommando stehen, usw.

Regine Heuser hat, um den Leser quasi an die Hand zu nehmen, das Buch wie eine Art Zoofotografie – Workshop aufgebaut.
Sie ist nicht selber dabei, um einem über die Schulter zu schauen, aber das Buch kann durchaus auch ein Begleiter sein gerade für Einsteiger, die häufiger etwas nachschauen müssen.

Die Autorin hat ihr Buch zur Zoofotografie sehr strukturiert aufgebaut und in mehrere Kapitel unterteilt:
– Zootiere fotografieren – welche Kamera, Kamerapflege, Equipment
– Richtig belichten – weg von der Automatik, Histogramm, Belichtungsmessung und viele Tipps
– Richtig scharf stellen
– Blick für das Tier – wie finde ich meinen Stil, den richtigen Moment, ranzoomen, hin zur manuellen Einstellung, sind die Themen
– Besondere Lichtsituationen – Bildwirkung ist tageszeitabhängig, Licht und Schatten, usw.
– Tropenhaus und Voliere – wie fotografiert man durch Glas?
– Wildlife – Kurzausflug
– Schnelle Bildbearbeitung – hier stellt Regine Heuser ihren persönlichen Workflow vor ( incl. Monitorkalibrierung, Fotos für Web und Druck, zuschneiden, etc.)

Regine Heuser hat das Buch so aufgebaut, dass es immer Texte zum Thema gibt, Tipps oft hervorgehoben sind und Randbemerkungen in Schreibschrift sind. Screenshots, EXIF – Daten und häufig Beispiele für richtig und falsch ergänzen das Ganze.
Vor allem findet man jede Menge tolle Fotos, die Ideen liefern für eigene Tierfotos.

Als Einsteiger kann man sich also erst einmal mit den Einstellungen vertraut machen, die die Autorin benutzt und sich dann ran machen und ausprobieren was in der momentanen Situation gerade richtig ist und den gewünschten Effekt bringt.

Mein Fazit:
Aus meiner Sicht ist es Regine Heuser gelungen, im Buch den Leser, gerade auch den Einsteiger, an die Hand zu nehmen und ihn durch das Thema Zoofotografie hindurch zu führen.
Schritt-für-Schritt kann man sich und seine Fotos nun weiterentwickeln.
Ein tolles Buch.

ISBN: 9783645603874
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Die Fotoschule in Bildern – Makrofotografie

„Die Fotoschule in Bildern – Makrofotografie“ aus dem Rheinwerk – Verlag wurde von mehreren Autoren geschrieben.

Eileen Hafke beschäftigt sich hauptsächlich mit Makrofotografie und der, auch kreativen, Bildbearbeitung.
Manfred Huszar hat einen Fotoblog, macht Makro – Workshops und war als Lehrgangsleiter im Bereich der Berufsfotografie tätig.
Sandra Malz ist Naturfotografin und hat ihren Schwerpunkt in der Makrofotografie.

Drei Autoren, das verspricht eine Vielfalt an Ideen. Denn, wie immer in der Fotografie, jeder macht andere Fotos, setzt andere Schwerpunkte.
In diesem Buch findet man eine ganze Menge wundervolle Makrofotos.

Zu jedem Foto hat der jeweilige Fotograf einen Text mit Tipps geschrieben. Egal, ob es um den besten Aufnahmezeitpunkt geht, das Equipment, spezielle Tipps für das jeweilige Aufnahmeobjekt, etc. quasi „wie mache ein Foto, das dem gezeigten nahe kommt ?“ es wird detailliert beschrieben.
Dazu findet man dann immer die technischen Daten: Kamera, Brennweite, Blende, ISO, Belichtungszeit, wurde ein Stativ verwendet?.
Unter Bearbeitung erfährt man was gemacht wurde und auch der Fotograf wird genannt.

Man findet im Buch bewegte und statische Objekte. Für die bewegten braucht man schon etwas Erfahrung, für Anfänger sind statische einfacher.
Ebenso gibt es Outdoor – und Indoor – Fotografie.

Aufgeteilt ist das Buch in die Kapitel:
– Im eigenen Garten
– Auf der Wiese
– Im Wald
– Am und im Wasser
– Im Schmetterlingshaus
– In den Morgenstunden
– In der Abenddämmerung
– Makromotive im Winter
– Im Heimstudio
– Exkurse.

Wer sich nun das ausführliche Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe anschauen möchte, findet diese hier.

Das Buch ist aus meiner Sicht für Einsteiger ins Thema sehr gut geeignet.
Fortgeschrittene können Ideen mitnehmen, tolle Fotos anschauen oder auch weiterführende Tipps bekommen.

Quelle: Rheinwerk-Verlag

ISBN : 9783836242844
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Hans-Peter Schaub : Die Fotoschule in Bildern Landschaftsfotografie

Hans-Peter Schaub ist Biologe und Fotograf. Er ist schon mehrere Jahre Chefredakteur von „Naturfoto“.
Schaub fotografiert schon sehr lange, Fotografie ist seine Leidenschaft, die er irgendwann einmal zum Beruf machte.
Beim Thema Landschaftsfotografie ist ja auch das Biologiestudium nicht gerade hinderlich. Die Flora begegnet einem Landschaftsfotografen ständig, die Fauna auch immer wieder.

Landschaftsfotografie ist ein Thema, bei dem man, aus meiner Sicht, immer vom Betrachten toller Fotos, Fotos, die einem gut gefallen, profitieren kann.
Jeder Fotograf ist anders strukturiert, setzt andere Schwerpunkte.
Kleinigkeiten entscheiden gerade in der Landschaftsfotografie sehr stark über die Bildwirkung.

Im Buch „Die Fotoschule in Bildern Landschaftsfotografie“ ist es dem Autor gelungen, uns Lesern und Betrachtern das Thema sehr gut aufgearbeitet nahezubringen bzw. uns neue Inspirationen zu liefern, Denkanstösse mitzugeben.
Der Anfänger in der Landschaftsfotografie und auch in der Fotografie generell profitiert davon, dass grundlegende Themen behandelt werden, die es in der Fotografie zu beachten gilt.
Der Fortgeschrittene profitiert davon, dass Schaub die unterschiedliche Wirkung z.B. Lichteinfluss zu unterschiedlichen Tageszeiten, etc. in Fotos gegenüberstellt.
Bei den Fotos sind Beschreibungen der Aufnahmesituation, die Daten der Aufnahme unter der Überschrift Technik, was wurde bearbeitet und der Ort der Aufnahme.
All dies sind Faktoren, die die Bildwirkung beeinflussen und man daraus erkennen was man selber mal anders machen möchte als gewohnt oder wo man unbedingt hin will zum Fotografieren.

Ich habe viele Ideen mitgenommen und mir schon eine Liste geschrieben was ich ausprobieren will.
Wenn man länger fotografiert, sind viele Dinge selbstverständlich und Selbstverständlichkeiten, die sich eingeschlichen haben, verhindern oft, ein sich Weiterentwickeln.

Ganz glücklich war ich, dass Hans-Peter Schaub, gerade in der Landschaftsfotografie, auch das Hochformat als Stilmittel schätzt.
Das geht mir genauso und man wollte es mir ausreden, das würden nur Handyknipser machen.
Gerade in diesem Buch wird ganz deutlich gezeigt welchen Einfluss das Bildformat auf die Wirkung des Bildes hat.

Hans-Peter Schaub hat sein Buch in mehrere Kapitel aufgeteilt:
– Facetten des Lichts
– Grafik der Leidenschaft
– Farbstimmungen
– Das Spiel mit der Schärfe
– Landschaft in Bewegung
– Bergwelten
– Waldbilder
– Am Meer
– Bewegtes Wasser
– „Schlechtes“ Wetter
– Von abends bis morgens
– Kulturlandschaften
– Stadtlandschaften
– Extrabreit und extrahoch
– Kontraste bewältigen
– Farblose Spannung
– Subjektive Objektive

Im Kapitel Exkurse findet man grundsätzliche Hinweisezu Themen wie RAW-Format, Bilder verwalten, Sternspuren aufnehmen, Sensorgröße, usw.

Alleine die Kapitelüberschriften zeigen schon wie groß das Spektrum ist, dass der Autor unter dem Thema Landschaftsfotografie abbildet.
Vom Berg über Wasser bis in die Stadt spannt sich der Bogen.

Wenn Sie nicht sicher sind, ob das Buch für Sie richtig ist, empfehle ich einen Blick in die Leseprobe und ins detaillierte Inhaltsverzeichnis hier.

Ich finde das Buch sehr empfehlenswert für Anfänger und auch für Fortgeschrittene, die sich mal wieder grundsätzlichen Themen auseinandersetzen möchten und Denkstösse bekommen wollen.

Quelle : Rheinwerk – Verlag

ISBN: 9783836236737
Bestellen können Sie das Buch hier.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Eib Eibelshäuser : Licht

Fotos gestalten mit Licht? Klar werden Sie sagen, ist wichtig das Thema.
Welche Arten von Licht gibt es und wie beeinflussen sie das Foto? Da wird es schon schwerer, zumindest ging mir das so.
Bis ins Detail wusste ich das nicht und lernen kann man immer noch etwas und über neue Ideen freue ich mich sowieso.

Das Buch von Eib Eibelshäuser mit dem Titel “ Licht – die große Fotoschule “ hat mich schon vom Titelbild her angezogen.
Ungewöhnliche Fotos habe ich dort gesehen.
Ein Blick auf die Homepage des Autors ließ mich noch mehr Fotos entdecken, die eher ungewöhnlich sind, mir aber sehr gut gefallen.
Fotos, die eher einfach strukturiert sind, aber durch die Einbindung des Lichts wirken. Klar war ich nach dem Buchtitel auch für das Thema Licht sensibilisiert.

Ich habe dann mal weiter gestöbert was ich zum Autor finde.
Er ist Lehrkraft für besondere Aufgaben im Lehrbereich Fotografie an der FH Düsseldorf. Dort hat er Design studiert.
Und wie er selber im Vorwort des Buches schreibt, kommt sein Verständnis für das Licht eher aus der Malerei.

Und seine Einstellung zum Thema Fotografie „Gemäß meiner Sicht der Dinge konnte und kann sich ein guter Fotograf lediglich durch eine besondere Lichtkomposition von allen anderen Fotografen unterscheiden.“
Je länger ich darüber nachgedacht habe und sein Buch komplett gelesen habe, umso mehr muss ich ihm Recht geben.

Und ganz logisch beginnt dann auch das Buch mit dem Thema „Das gemalte Licht“.
Beispiele von Bildern mehrerer Maler, er vergleicht ein Bild von Lucas Cranach dem Älteren mit einem Bild von Giovanni Battista Moroni, verdeutlichen wie man Licht in ein Gemälde bringt. Explizit beschreibt Eibelshäuser wo die Unterschiede sind, warum das 2.Bild realistischer wird. Auch weitere Gemälde dienen der Erläuterung.
Und so nach kann man als Leser die Wirkung des Lichts auf die Stimmung eines Gemäldes nachvollziehen.
Der Autor ermutigt den Leser doch mal ein Gemälde nachzustellen und dann genau zu beobachten wie die Wirkung des Lichtes ist.

Im Buch arbeitet Eibelshäuser mit vielen Beispielen. Er zeigt auch mal, durch eingefügte Kommentare, was wo zu sehen ist an Lichtwirkung und wie sie zustande kommt.
Auch zeigt er an Beispielen wie man, z.B. in einer RAW-Datei den Helligkeitsspielraum nutzen kann.

Beim Lesen dieses Buches habe ich immer wieder festgestellt, dass man oft etwas macht, ohne nun exakt zu beachten was sich dadurch ändert.
Sicher habe ich schon ganz viele Chancen vergeben durch das Licht ein Foto ausdrucksstärker zu machen.

Auch das Thema Licht und Schatten wird reich bebildert genau erklärt.
Es folgen Kapitel zum fotografierten Licht, zum Licht in der Landschaft, zu Porträts im Freien, die blaue Stunde lernen wir Leser näher kennen, man lernt viel über Langzeitbelichtungen, wird ermutigt das Available Light auszunutzen, die Möglichkeiten und Grenzen des Studiolichts werden aufgezeigt, Lichtformer und ihre Wirkung besprochen , die Blitzlichtfotografie hat ihren Platz ebenso wie Lightpainting, Infrarotfotografie und Computer Generated Imagery.

Wie Sie schon sehen, ein grosser Strauß an Wissen, Tipps, Anregungen, erklärenden Fotos und vieles mehr wartet auf den Leser.

Mein Buch ist jetzt voll von Klebezetteln und ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll zu Probieren.
Eins weiß ich aber ganz sicher, einmal lesen reicht mir nicht.

Das Buch ist ein Arbeitsbuch.

Wer das Inhaltsverzeichnis in allen Details lesen will oder auch eine Leseprobe sucht, bitte hier schauen.

Copyright:Rheinwerk-Verlag

Copyright:Rheinwerk-Verlag

417 Seiten, 2015, gebunden, in Farbe
ISBN 978-3-8362-3068-1

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird

Markus Wäger : Die kreative Fotoschule

Markus Wäger ist Fotograf, Designer und Autor. Er arbeitet als Dozent für Photoshop.

Das Buch von Markus Wäger fiel mir auf, da es von Rheinwerk (ehemals Galileo Press) herausgegeben wird, man das aber nicht gleich sieht.
Ich mag die Bücher des Verlages sehr, habe damit gute Erfahrungen gemacht.

Der Einband ist völlig anders als die der Bücher, die man aus dem Verlag kennt.
Er ist hell und frisch gestaltet.

Ja und nicht nur das Äußere ist anders als andere Fotolehrbücher, nein auch der Inhalt.
Dieses Buch hat der Autor geschrieben, weil er ein Fotolehrbuch vermisste, das den Spagat schafft zwischen Bildgestaltung und Fototechnik.
Markus Wäger hat in diesem Buch beides hervorragend verbunden.

Das Buch richtet sich zwar an Anfänger, der Untertitel lautet schließlich „Fotografieren lernen mit Markus Wäger“, aber es bietet auch ganz viele Ideen für fortgeschrittenere Anwender.
Diese Fotoschule bietet tolle Erklärungen zu, gerade für Anfänger, komplexen Themen, wie welche Brennweite für welches Motiv und warum.
Ich finde die Tabelle toll, in der die verschiedenen Formatfaktoren (DX, Canon APS-C, Faveon, MFT,CX, 2/3″, 1/1.7″ und 1/2/03) und die Umrechnungen welche Brennweite sich ergibt zu gängigen Brennweiten von 13 – 200 mm aufgeführt sind. Und auch die 2. Tabelle mit der Umrechnung der Werte auf von KB-Format auf das eigene ist toll.
Wie oft kommt es vor, dass man mit mehreren Fotobegeisterten unterwegs ist, jeder hat eine andere Kamera und eine Brennweite wird bei unterschiedlichen Motiven genutzt. Ich hab ehäufiger erlebt, dass gerade noch nicht so fortgeschrittene Nutzer dies nicht nachvollziehen können.

Markus Wäger versucht bei allen Themen, die er behandelt, so vorzugehen, dass auch der Anfänger versteht was er meint.
Auch bietet er total praktische Tipps, wie den Hinweis auf eine App zur Crop-Faktorberechnung, um bei dem obigen Beispiel zu bleiben.

Zum Thema Fokus gibt er pro Punkt, den er abhandelt genau an wie die jeweilige Einstellung bei den gängigen Kameraherstellern heisst. So kann der Leser bei seiner Kamera auch genau nachvollziehen welche Einstellung er nehmen soll.

Es geht um Fokusspeicherung ebenso wie um den Schärfenindikator.
Jeder Fortgeschrittene kennt das, aber nutzt man es immer? Ich nicht, mir sind viele Dinge, die man weiß aber nicht intuitiv nutzt wieder bewusst geworden.

Tolle Grafiken und Bildbeispiele machen das Lesen des Buches und das Verstehen leicht.Sehr viele Tipps zum Thema Bildgestaltung, immer mit passenden Fotos liefern tolle Ideen für Fotos, auch Ideen mal übliche Wege zu verlassen, habe ich bekommen.

Auch haben mich die Beispiele inspiriert einbfach mal neue Motive durch die Linse zu sehen.

Ein rundum gelungenes Buch, das sehr verständlich geschrieben ist.

ich freue mich, wenn der Post geteilt wird