Lydia Möcklinghoff : Ich glaub, mein Puma pfeift

Lydia Möcklinghoff hat in ihrem Buch „Ich glaub, mein Puma pfeift – Als Forscherin im reichsten Tierparadies der Welt“ auf wundervolle Art und Weise uns Lesern die Welt einer Naturforscherin nahe gebracht.

Lydia Möcklinghoff ist Biologin, sie liebt Köln und das Kölsch und am meisten liebt sie Ameisenbären.
Ja richtig gelesen, Ameisenbären oder es um es korrekt zu schreiben der große Ameisenbär hat es ihr angetan. Er ist der Forschungsschwerpunkt von Lydia Möcklinghoff.
Ihre Promotion hat sie über ihn geschrieben und auch heute ist er ihr „Forschungstier“. Dazu berichtet sie auch auf ihrem Blog.

Möcklinghoff hat eine erfrischende Art zu schreiben. Sie schreibt mit einer gehörigen Portion Humor über ihre Forschungsaktivitäten.
Ein Kapitel trägt den Untertitel „Vergnügliche Massenveranstaltung in meinem Bett“ Und nein, damit sind nicht viele Männer gemeint sondern Bettwanzen.

Wer also mal lesen will wie heftig das Leben einer Forscherin ist aber auch wieviel Spaß es macht, der ist hier genau richtig.
Eine eigentlich trockene Materie wie der Ameisnenbär wird locker aufgearbeitet.
Man hat neben dem Kennenlernen der Tätigkeit von Lydia Möcklinghoff auch den Menschen hinter der Forscherin und ganz viel Neuigkeiten zu den Ameisenbären und dem Leben in Brasilien.
Man begleitet sie zur „Pink Tour“ genauso wie in die Kölschkneipe.

Ein tolles Buch.

Quelle: Bastei – Lübbe

ISBN: 9783404608614
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De Cauwelaert : Jules

Didier van Cauwelaert ist französcher Schriftsteller.
„Jules“ ist das erste Buch des Autors, das ich lese. Und sicher nicht das letzte.

Jules ist ein Labrador. Jules hat einen Beruf, er ist Blindenhund.
Im Flughafen Orly trifft Jules auf Zibal de Frèges. Zibal ist Biotechnologe und Astrophysiker. Da er aber forschen und erfinden will und ihm dazu das Geld fehlt, arbeitet Zibal als Macaron-Verkäufer im Flughafen.
Ja und Macaron findet Alice lecker.
Jules Frauchen ist die blinde Alice. Alice ist blind und Jules hilft ihr sich zu orientieren und er macht seinen Job richtig gut.

Es kommt wie es kommen muss, Alice kommt an Zibals Stand, um Macarons zu kaufen. Für Zibal ist es Liebe auf den ersten Blick.
Zibal hilft Alice und Jules dabei, dass Jules im Flugzeug mitfliegen darf und zwar nicht im Frachtraum. Schließlich braucht Alice ihren treuen vierbeinigen Begleiter.
Alice ist auf dem Weg zu einer Operation. Eine Hornhauttransplantation soll sie von ihrer Blindheit befreien.
Alice denkt fasziniert an Zibal, der ihr völlig selbstlos geholfen hat.

Eins hat Alice nicht bedacht. Mit dem Gelingen der Augenoperation, die es ihr ermöglicht wieder zu sehen, wird Jules arbeitslos.
Jules, der immer alles für Alice gemacht hat, wird nicht mehr gebraucht. Der Labrador wird depressiv.
Er wird an einen anderen Blinden vermittelt, bei dem ihm ein grausames Leben voller Misshandlungen erwartet.

Jules wäre nicht er, wenn er nicht einen Ausweg finden würde. Er flieht und läuft zu Zibal.
Mehr verrate ich nicht. Nur, dass Jules wieder zu Alice kommt und auch wieder eine Aufgabe bekommt.

Eine Reise ans Meer steht noch bevor, der Leser lernt Fred kennen, die Freundin von Alice. Zibal wird wieder glücklich und vieles mehr.

Der Autor hat es verstanden in die Geschichte, die die Geschichte von Liebe ist, Liebe von Mensch zu Mensch, von Mensch zu Hund und von Hund zu Mensch, sehr viel integriert.
Man erfährt so nebenbei ganz viel über Blindenhunde, wie sie „denken“, wie ein Hund fühlt, dass ein Hund depressiv werden kann, usw. Jeder, der Hunde hat, kann das nachvollziehen.
Aber es geht auch um Chancen im Leben, Freundschaft, Mut, Empathie.

Nicht falsch verstehen, ich hätte einem Mann ein solches Buch nicht zugetraut. Ein Buch, dass so einfühlsam geschrieben ist, kenne ich sonst nur von Autorinnen.
Hut ab.
Das Buch wird jeden ansprechen, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, der Hunde liebt und bereit ist sich auf die Geschichte einzulassen.

Quelle:Randomhouse

Quelle:Randomhouse

ISBN: 9783570102930
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