Schoonhoven (Hrsg.): Praxisbuch Kreative Naturfotografie

Das „Praxisbuch kreative Naturfotografie“ wurde nun als deutsche Übersetzung herausgegeben.
Geschrieben wurde es von dem niederländischen Fotografenkollektiv nederpix.

Als Herausgeber fungiert Daan Schoonhoven. Neben ihm sind für das Buch verantwortlich aber auch die folgenden Fotografen: Bob Luijks, Marijn Heuts, Anja Zwanenburg, Johan van de Watering, Heike Odermatt, Roeselien Raimond, Johan van der Wielen, Kees Siebesma, Jan van der Greef, Nico van Kappel, Wilco Dragt, Jaap Schelvis, Theo Bosboom, Andrea Gulickx, Gerard Leeuw und Chris van Rijswijk.
Alleine die Menge an beteiligten Fotografen macht schon klar, dass dieses Buch nicht durchgehend von gleicher Qualität ist.
Jeder hat andere Ansichten, eine andere Art zu fotografieren, setzt andere Schwerpunkte.
Diese Vielfalt ist genau das was den Reiz des Buches ausmacht.

Die Autoren haben das Buch in verschiedene thematische Kapitel unterteilt, in denen darum geht „Naturmotive mit anderen Augen sehen und fotografieren“ wie es der Untertitel des Buches schon sagt.
Die Kapitel sind:
– Sehweise
– Komposition
– Abstraktion
– Bewegung
– Licht
– Equipment.

Als Leser und Betrachter bekommt man Einblicke in unterschiedliche Arbeitsweisen und Umsetzungen des jeweiligen Themas.

Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass es Fotos gibt, die mir gar nicht gefallen und auch Favoriten. Die Geschmäcker sind verschieden.
Meine persönliche Nr. 1 ist auf Seite 140 und gar nichts anfangen kann ich mit den Fotos auf S.20 und 23.

Aus meiner Sicht ist ein gutes Buch das viele Impulse setzt. Man bekommt die unterschiedlichsten Ideen und Denkanstösse, man muss sich nur darauf einlassen.
Und ja, es gibt auch schwächere Teile im Buch, hängt sicher davon ab wer es jeweils geschrieben hat.

ISBN: 9783864904615
Über amazon können Sie das Buch gleich hier bestellen.

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Hoffmann : Der abstrakte Blick

Torsten Andreas Hoffmann ist Fotograf und Buchautor.
Er hat schon in vielen Ländern fotografiert und etliche Preise für seine Fotos bekommen.

Das Buch heisst zwar „Der abstrakte Blick“ und es ist laut Untertitel eine „Kompositionsschule für eine künstlerische Fotografie“, aber aus meiner Sicht hat der Autor es geschafft anhand künstlerischer Fotos die Begriffe der Bildkomposition zu verdeutlichen auch für die ganz normale Fotografie.

Interessant finde ich gleich zu Beginn die Definition des Autors zur abstrakten Fotografie :“Abstrakte Gedanken sind Gedanken, die ein Eigenleben entwickeln. Bei abstrakten Fotografen beginnt sich die Farb- und Formensprache vom Gegenständlichen zu lösen und entwickelt ebenfalls ein Eigenleben auf der Bildfläche.“
Dies sagt aus meiner Sicht ganz viel aus über die Art der Fotos, die den Betrachter und Leser im Buch erwartet.

Erst einmal habe ich mir die Fotos nur angeschaut. Oft habe ich mich bei dem Gedanken ertappt ob es noch Fotos sind.
Wo hört das Foto auf und wo beginnt das Bild? Falls man diese Trennung überhaupt noch vollziehen kann und möchte.

Der Autor hat mit seinem abstrakten Blick und der Kamera Kunstwerke geschaffen, die an Bilder im Museum oder einer Galerie erinnern.

Hoffmann erklärt gut verständlich und anhand vieler Beispiele wie man welchen Effekt erzielt, welche kompositorischen Regeln man beachten soll.
Das Buch „Der abstrakte Blick“ ist eine sehr gut strukturierte Kompositionsschule.

Gleich zu Beginn schildert der Autor seine Sicht der Abstraktion. Abstraktion nicht alleine in der Kunst sondern auch in der Fotografie.
Oft erinnert es an den Kubismus was man beachten muss bei der abstrakten Fotografie.

Danach führt Torsten Andreas Hoffmann uns Leser in mehreren Kapiteln durch alle Punkte, die die Komposition eines Fotos ausmachen:
– Formensprache – von den Grundformen über Kombination von Formen, Formmuster usw.
– Gestaltung mit Farbe – Farbe kann starke Akzente im Foto setzen
– Der abstrakte Blick in der Praxis
– Wege zur vollkommen Abstraktion.

Der Autor zieht in seinen Beschreibungen Parallelen z.B. zu Kandinsky und seiner Arbeit.
Wir lernen etwas zu der Reduktion von Formen und vieles mehr.
Man sieht Farben wie bei Yves Klein auf Fotos, die eine faszinierende Wirkung erzielen.

Kontraste und ihre Wirkung lernt man genauso bewusst kennen wie Ton in Ton.
Fasziniert hat mich „Prägnante Kompositionen im Genre Stadt verdichten“ – ich konnte entdecken, wie achtlos ich im Alltag an faszinierenden Motiven vorbei gehe.
Eigentlich dürfte ich, nachdem ich das Buch verschlungen habe, gar nicht mehr ohne Kamera aus dem Haus gehen.
Man kann soviel entdecken auf dem Weg, wenn man nur den Blick etwas ändert.

Ein tolles Buch für alle, die sich mit dem Thema Komposition in der Fotografie auseinandersetzen möchten und erst recht für diejenigen, die mal andere Wege Richtung Abstraktion beschreiten möchten. Sicher kein Buch für Anfänger.
Das komplette Inhaltsverzeichnis und Leseproben finden Sie hier.

Quelle: dpunkt.verlag

Schauen Sie rein, ob Sie genau fasziniert sind wie ich vom Buch.

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