Kieling,Schönberger: Sehnsucht Wald

„Sehnsucht Wald – Geheimnisvolle Lebensräume in Deutschland“ ist ein Gemeinschaftswerk von Andreas Kieling und Kilian Schönberger.

Andreas Kieling ist sicher fast jedem Naturliebhaber bekannt sein. Er ist seit 1990 als Naturfotograf und Dokumentarfilmer in der ganzen Welt unterwegs.
Obwohl er viel rumgekommen ist, hat er sich ein Herz für die Schönheit der deutschen Natur bewahrt.

Kilian Schönberger ist Diplom-Geograf und arbeitet als Architektur- und Landschaftsfotograf. Er hat einen Teil der Bilder beigesteuert.

Bereits im Vorwort erklärt Andreas Kieling woher die Liebe zum Wald kommt: „Im Wald finde ich die Erinnerungen die Empfindungen meiner Kindheit wieder. Vom Wald habe ich viel gelernt, er hat mich geprägt, und bis heute zieht er mich in seinen Bann.“
Kilian Schönberger vergleicht in seinem Vorwort den Wald mit einem Zauberreich.

Die Faszination, die der Wald auf die beiden  Autoren ausübt, spürt man im ganzen Buch.

Unterteilt ist das Buch in 10 Kapitel, die sich zum einen an den 4 Jahreszeiten orientieren, dazu kommen noch die Rubriken Bergwälder, Bayerischer Wald, Rothaargebirge, Norddeutsche Wälder, Mein Lieblingsbaum und Holunderkücherl.

Wundervolle Landschafts- und Tierfotos haben mich beim Betrachten und Lesen des Buches ständig schwärmen lassen.
Man erfährt als Leser auch sehr viel Interessantes.
Mich hat erstaunt, dass man bei den Murmeltieren an den Pfiffen quasi hören kann was los ist. Von Andreas Kieling habe ich gelernt, dass ein Doppelpfiff heißt „Ein Feind kommt auf 4 Pfoten“ und ein einzelner Pfiff „Feind lauert in der Luft“.
Egal ob die Situation des Problembären Bruno, eine Buche am Ende ihrer Lebensphase, passende Gedichte zu Fotos, die Gewohnheiten von Wildkatzen und ihrem Nachwuchs, der Lieblingsbaum von Andreas Kieling in der Colbitz-Letzlinger Heide oder das Rezept für Holunderkücherl, dieses Buch rund um den Wald in Deutschland bietet für jeden Naturliebhaber etwas.

Waldbewohner lernen wir Leser intensiv kennen, egal ob nun Tiere oder Pflanzen und Bäume.
Man kann eintauchen in wundervolle Landschaften.

Obwohl ich den Niederrhein gut kenne, auch die Gegend um Erkelenz, so kannte ich die Hasenglöckchen noch nicht.
Die wilden Narzissen im Hohen Venn sind wundervoll eingefangen. Jeder kann Neues entdecken bei der Vielfalt, die das Buch bietet.

Der Bayerische Wald wäre schon ein eigenes Buch wert, aber das Kapitel bietet schon viele Einblicke auch in das Wildfreigehege.

Andreas Kieling und Kilian Schönberger ist es gelungen ein Buch zu erstellen, das sehens- und lesenswert ist.
Ich kann es nur empfehlen.

Quelle: www.verlagshaus.de

Quelle: www.verlagshaus.de

ISBN: 9783866904774
Bestellen können Sie das Buch hier.

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Andreas Kieling : Im Bann der Bären

Eins vorweg, ich schätze Andreas Kieling und seine Arbeit sehr.
Das war für mich Anlass dieses Buch mit dem Untertitel „Mein Leben in Alaska“ zu lesen. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen.
Auf der Buchmesse in Frankfurt 2015 war Andreas Kieling zu Gast zum neuen Buch, zu sehen hier.

Bereits im Vorwort beschreibt Andreas Kieling warum er Alaska so liebt, ein Land in dem er 25 Jahre lang sehr häufig und lange war.

Alaska ist groß, der Autor hat es bereist von Nord nach Süd und von West nach Ost. Unter grossen Strapazen hat er alleine und teilweise auch mit seiner Familie, dieses Land erkundet. Die wunderbare Natur und die vor allem die Tierwelt hat Andreas Kieling beschrieben und fotografiert.

Das Buch ist eine Fundgrube für Naturliebhaber, für Tierliebhaber, für Alaskaliebhaber, für alle, die nach Alaska reisen wollen, denn dazu gibt es viele Tipps und auch für alle Menschen, die, so wie ich, einfach in wunderschönen, mitreißenden Erzählungen mit dazu passenden Fotos schwelgen möchten.

Da Alaska soviel bietet, hat der Autor das Buch in Kapitel unterteilt, die der geographischen Aufteilung folgen:
– Yukon River
– Denali – Nationalpark
– Glacier Bay
– Kanada – Hudson Bay
– Aleuten
– Aleuten II
– Brooks Range und North Slope
– Yukon River II
– Anhang : Leben und überleben in Alaskas Wildnis.

Andreas Kieling kannte Alaska 1991 nur aus Büchern, hauptäschlich von Jack London. Alaska das Land der Goldgräber, aber auch der Bären, der Berge, der Inuits.
Im Buch bringt uns der Autor dieses Land nahe. Aber nicht aus der Sicht des üblichen Touristen, sondern aus der Sicht eines Abenteurers und Naturfreundes, der er nun einmal ist. Kaum eine Strapaze war zu groß, kaum ein Risiko hat er ausgelassen.
Man kann den Autor begleiten auf seinen Reisen durch Alaska, man lernt viel über die Tiere, die dort leben. Bären, die ihn mal eben zum „Babysitter“ gemacht haben. Aber auch den Zwiespalt in der Familie lernt man kennen. Erik und Andreas die Abenteurer, die wohl am Liebsten umsiedeln würden nach Alaska, Birgit und Thore, denen die Wildnis nicht gerade ans Herz gewachsen ist.

Man lernt, dass Grizzlys Gummi mögen, Kuchen ist auch ok.

Das Buch ist reich an Fotos und da kommt ein Kritikpunkt von meiner Seite. Ich hätte tolle Aufnahmen erwartet. Von den Motiven her sind sie das auch. Aber leider sind einige Fotos technisch nicht so gut abgebildet. Häufiger findet man unscharfe Fotos, pixelige, auf alle Fälle denen die grosse Abbildung nicht gut tut. Das ist sehr schade.
Allerdings erklärt es sich dadurch, dass die Anfänge der Alaska-Zeit noch eher im Analogzeitalter lagen. Ja und digitalisierte Analogfotos sind nun mal qualitativ nicht gerade top.

Mein Fazit: wer Andreas Kieling auf seinen Reisen begleiten will, ist hier genau richtig. Wer nur tolle Fotos sehen will, wird enttäuscht sein. Mir gefallen aus technischen Aspekten heraus manche Fotos gar nicht, da bin ich vom Autor andere Qualität gewöhnt. Die Motive finde ich aber sehr schön.

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