Buchmesse Frankfurt 11.10.2017

Mittwoch 11.10.2017

Erst einmal stand mein üblicher Walk durch die Halle 3.0 an, zum Eingewöhnen.
In Ruhe an den Ständen vorbeischlendern, einen ersten Überblick verschaffen, in Büchern stöbern war angesagt.

Ein sehr nettes und informatives Gespräch hatte ich mit den Damen von TreTorri, Frau Schlötterer und Frau Jansen, u.A. habe ich einige Dinge über deren Chef Ralf Frenzel erfahren, seinen Werdegang, etc. Mir ist nun klar woher die Ausrichtung des Verlages in Richtung Wein und gutes Essen kommt.
Angefangen mit Lehre zum Koch, dann Ausbildung zum Restaurantfachmann in der Ente vom Lehel unter Wodarz, Sommelier und dann über verschiedene Stationen, die immer mit der Liebe zum Kochen und zum Wein verbunden waren, hin zu seiner heutigen Berufung als Verleger bei TreTorri.

„Frenzels Weinschule“ wurde genau zur Buchmesse fertig. Die habe ich mir natürlich angeschaut. Ein herrliches Buch, tolle Fotos, Texte, die die Liebe zum Wein verspüren lassen.
Solide Beschreibungen wonach der jeweilige Jahrgang eines bestimmten Weines schmeckt. Nicht, wie es heute oft der Fall ist, Sprüche wie „schmeckt nach Wiese bei Sonnenaufgang“ und ähnliche, die ich zuletzt hörte, sondern solide Aromenbeschreibungen und tolle, ansprechende Fotos.

Bei Trödeln traf ich dann ungeplant auf Andreas Wagner, Krimiautor aus Leidenschaft und auch einer der Besitzer vom Weingut Wagner in Essenheim, deren Weine ich sehr schätze. Meine persönlichen Lieblinge sind Jean Riesling trocken und Emilie. Es ergab sich ein Gespräch über den neuen Krimi des Winzers und Autors.
Nun stand noch ein Termin in meinem Terminkalender, die Weinverkostung der Wagner-Weine am Nachmittag am emons-Stand.

Um 12:00 h hatte ich im Rahmen der Reihe „Autoren im Gespräch mit der SZ!“ ein Gespräch von Ulrich Wickert und Franziska Augstein (SZ) auf dem Plan zum Thema „Frankreich muss man lieben, ums es zu verstehen“

Der Titel des Gespräches ist der Titel des Buches von Ulrich Wickert, das im September erschienen ist.
Ulrich Wickert als grosser Frankreichkenner, er hat lange dort als Korrespondent gelebt und hat auch heute noch einen Wohnsitz dort, nahm Stellung zu Franzosen und ihrer Denkweise.
Was ist von Macron zu halten?
Warum ist auch heute noch teilweise das deutsch-französische Verhälrtnis zerrüttet? Wieso wird soviel demonstriert und gestreikt im Gastland der diesjährigen Buchmesse und vieles mehr.


Ein sehr informativer und mitreißender Talk, den ich erleben dürfte.

Es folgte ein Gespräch mit Edouard Louis auf der Bühne.

Um 13:00 h der nächste Termin, den ich im Plan hatte.
Gourmet-Talk mit dem Kritiker Jürgen Dollase, dem Verleger Ralf Frenzel und Ulrich Wickert, moderiert von Martin Maria Schwarz.


Die Herren diskutierten über den Unterschied der deutschen und der französischen Küche.
Die Produktkultur in Frankreich wird beleuchtet, der Stellenwert des Essens und der Gastronomie in beiden Ländern, die Wertschätzung der Gastronomie und des Essens generell in beiden Ländern.
So berichtete Ralf Frenzel, dass in Frankreich, den USA und Großbritannien die Köche Produkte in einer ganz anderen, viel besseren Qualität, bekommen als in Deutschland.
Spannend fand ich auch die Anmerkungen, dass z.B. Rotwein in Frankreich deshalb qualitativ oft besser ist als in Deutschland, da die Reben älter sind. Das war mir nicht bewusst.

Am Mittwoch stand dann noch ein Gespräch mit Gabriele Engelke, der Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Christian-Verlag, an. Danke Gabriele für den Einblick auf die kommenden Neuerscheinungen.

Und zu guter Letzt die Weinverkostung der leckeren Weine vom Weingut Wagner bei Andreas Wagner.

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DUMONT direkt Florenz

„Dumont direkt Florenz“ ist ein kompakter Stadtführer, der von Michaela Namuth geschrieben wurde.

Das Cover zeigt einen Teil der Silhouette der Stadt.

Im Inneneinband des Stadtführers findet man eine Karte mit den Highlights des Autors unter dem Titel „15 x Florenz direkt erleben.“
Der Bogen wird hier gespannt von Oltrarno über Santa Maria Novella bis zur Ponte Vecchio..

Im Stadtführer lernt man Florenz von den unterschiedlichsten Seiten kennen.
In der Rubrik „Das Beste zu Beginn“ findet man zu verschiedenen Themen etwas, egal ob Picknick im Park, Florenz im Regen, alles im Fluss, usw.
Weiter geht es mit „Das ist Florenz“, Florenz in Zahlen, „Was ist wo?“, in den Augenblicken typische Augenblicke im Foto mit kleinen Texten, ja und dann los und Florenz entdecken.

Die 15 Punkte aus der Karte im Einband gilt es zu sehen, zu erfahren, kennenzulernen und dabei auch die Lebensart in Florenz zu entdecken.
Natürlich fehlen danach auch die Kultur, Museen, Kirchen, Paläste,etc nicht.
Florenz ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Geprägt von Kultur aber auch Märkte gibt es zu entdecken, Ecken etwas abseits vom Tourismus.
Im Rückeinband findet man eine Karte mit Cityplan, Zentrum, Fiesole, Florenz und Toskana – für grössere Ausflüge.
Es ist alles bereit, um einen oder mehrere Tage in Florenz und Umgebung zu planen.

Aus meiner Sicht ist es der Autorin gelungen einen kompakten Führer für Florenz-Anfänger zu schreiben.

ISBN: 9783770183333
Bei amazon können Sie den Reiseführer gleich hier bestellen.

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Dora Heldt : Wir sind die Guten

Nach „Böse Leute„, dem ersten Sylt-Krimi von Dora Heldt, ist nun der neue Krimi „Wir sind die Guten“ da.

Dora Heldt lässt wieder Maren Thiele, Polizeiobermeisterin, ihrem nicht gerade beliebten Chef Runge  auch Anna von der Kripo Flensburg mitspielen.
Und, na klar, auch die „Rentner-Ermittler“ sind dabei, allen voran Karl Sönnigsen. Er war lange Kriminalhauptkommissar und der Vorgänger von Runge.
Onno Thiele, der Vater von Maren, der mit Helga angebandelt hat, gehört dazu. Zur Rentnergang gehören auch noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.
Inge ist mit Walter verheiratet und ihr Bruder Walter mit Charlotte.
Sie sehen es bleibt in der Familie.

Dann ist da noch Rike, Marens beste Freundin und Robert, Marens Freund, der 10 Jahre jünger ist als sie und in Hamburg lebt.

Inge und Charlotte haben eine Putzhilfe, Sabine Schäfer. Davon dürfen ihre Männer nichts wissen. Sabine wohnt im Keller von Wilma und die Wohnung ist nicht angemeldet.
Eines Tages wird Sabine vermisst. Wilma will nicht auffliegen wegen der illegalen Wohnung und bittet Helga, dass diese Karl und Onno um Hilfe bittet bei der Ermittlung.

Und was ist mit Corinna, die tot sein soll?
Eine Leiche am Roten Kliff in Kampen spielt eine Rolle. Ebenso die Freunde Kai Kruse, der ein Haus auf Sylt hat, Dirk Nowak und Alexander von der Heyde.

Ein Toter, eine Vermisste, ganz schön viel auf einmal denkt sich die Truppe um Karl.
Maren ermittelt im Fall des Leichenfundes.

Die Truppe um Karl ermittelt auch, aber anders als die Polizei dies kann und in beiden Fällen.

Ein rätselhaftes Foto einer jungen Frau sorgt für Aufsehens. Wie ist die Gärtnerei Tiedemann darin verwickelt? Diese ist in Altmannshausen Nähe Oldesloe.
Welche Rolle spielt Wolf Bertram?

Diese Fragen werden Sie sich stellen, wenn Sie dieses spannende und zugleich amüsante Buch lesen.
Verraten werde ich es nicht.
Nur soviel, es erwarten Sie 506 Seiten im Buch und eine Story, die es sich zu lesen lohnt.

Dora Heldt ist es gelungen, einen spannenden Krimi zu schreiben, in dem vieles anders scheint als es ist.
Werden da etwa Tote lebendig?
Auch hat Dora Heldt es verstanden, viel Sylter Lebensart einzubauen, man merkt, dass die Autorin ihre Heimat liebt.
Die Personen sind herrlich beschrieben mit ihren Macken und ihren liebenswerten Seiten.
Man fühlt sich als Leser als sei man Teil der Handlung.

Eintauchen in die Geschichte lohnt sich.

ISBN: 9783423261494
Bestellen können Sie das Buch gleich bei amazon hier.

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Christian Henze : So kocht man heute!

Christian Henze hat mit „So kocht man heute – Die große Kochschule“ ein Kochbuch herausgegeben, das sowohl Grundlagen, wie auch Basisrezepte und tolle Rezepte für alle Geschmäcker enthält.

Wie oft hört man heute, dass jemand z.B. Rouladen nicht mehr kochen kann, sich aber nach den Gerichten der Kindheit sehnt.
Viele haben in dieser schnelllebigen Zeit, in der Fast Food in manch einem Haushalt angesagt ist, das Kochen nie richtig gelernt.
Christian Henze hat in diesem Buch die Grundlagen zusammengefasst.

Henze beginnt mit mehreren grundlegenden Kapiteln:
– Techniken
– Fonds und Saucen
– Suppen
– Dips, Dressings und Würzsaucen
– Basic – Rezepte und – Techniken
– Süße Basics

Ich nehme mal den Schmorbraten als Beispiel. Es ist zunächst der Zeitaufwand angegeben, also Zubereitungs- und Schmorzeit 3 Stunden, Marinierzeit 2 Tage (das ist dann wirklich ein Braten, der zerfällt und traumhaft schmeckt).
Eine detaillierte Zutatenliste erleichtert den Einkauf und die Zubereitung ist Schritt-für-Schritt beschrieben und zusätzlich bebildert.
Die Anleitung ist so gemacht, dass man mit ein wenig Übung auch andere Braten auf eine ähnliche Art und Weise machen kann.
Auch für Dinge, wie Bratenjus, Fisch filetieren, etc. gibt es diese Basisanleitungen.

Bei den Fonds und Saucen erlernt man wie man Fischfond, Geflügelbrühe, etc. herstellt.
Ergänzt werden die Anleitungen von Profitipps des Autors, teils auch im Rezeptbaukasten Tipps von Henze wozu man das jeweilige Produkt nutzen kann.
Selbst Bratkartoffeln, schnelle Salatsaucen, etc, findet man im Buch von Christian Henze.

Im Rezeptteil kann man dann das Gelernte einüben. Christian Henze bietet zu verschiedenen Themen verständlich beschriebene Rezepte unterteilt in folgende Kapitel:
– Frühstück, Brot & Snacks to go – von Müsli über Pancakes zu Omelett, Lachs-Croissant, Wraps, etc.
– Deutsche Klassiker – Haumannskost für Gourmets – Feldsalat, wie ich ihn liebe mit Speck, Suppen, Brathhähnchen, Kaiserschmarrn, etc.
– Feuer frei – BBQ und Grillen – lauwarmer Pasta – Salat, Zitronengras-Garnelen-Spieße, Fisch in Pergament…
– Faszination Burger – mein Favorit Big-Alpin-Burger
– Mediterranes: Die Mittelmeerküche – Tapas, Gnocchi, Papardelle al ragù, etc.
– Asien – eine kulinarische Rundreise -Frühlingsrollen mit Shrimps, Teriyaki-Lachs, Peking-Ente lassen einem beim Betrachten schon Hunger verspüren
– Orientalische Gewürzküche – 1001 Nacht – Orangen-Fenchel-Salat mit Granatapfel – herrlich
– Vegan & Vegetarisch – der gebratene Spargel hört sich toll an, ich muss auf nächstes Jahr warten, wenn Spargelzeit ist.

Christian Henze ist es gelungen ein Buch zu erstellen, dass für alle geeignet ist, die gerne kochen lernen möchten oder auch schon kochen und noch den ein oder anderen Tipp mitnehmen möchten und auf alle Fälle in einem Buch viele tolle Rezepte entdecken wollen.

ISBN: 9783959611138
Wenn Sie das Buch bei amazon bestellen möchten, können Sie das gleich hier machen.

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Ruthe: Best of Shit Happens

Die Cartoons von Ralph Ruthe haben Kultstatus. Nun hat Ruthe seine Top-Cartoon aus der Reihe „Shit Happens!“ in einem Band zusammengefasst.
Auf 240 Seiten finden Ruthe – Fans die Highlights von Ruthe.

Egal ob das Smartphone meldet „14 Tote in Abwesenheit“, ein Zebra schäumt, Mobiliar entsorgt wird, Inselwitze nicht erwünscht sind, Wolf und Schaf eine Krise haben, alles ist herrlich gezeichnet und mit Texten unterlegt.

Was kann man zu Ruthe-Cartoons mehr sagen, als Buch nehmen, aufschlagen, betrachten und herzhaft lachen.

Das Buch ist sehr schön aufgemacht und auch gut als Geschenk für Ruthe-Fans geeignet.

ISBN: 9783830334705
Bestellen können Sie das Buch via amazon hier.

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DUMONT direkt Berlin

„Dumont direkt Berlin“ ist ein kompakter Stadtführer, der von Wieland Giebel geschrieben wurde.

Das Cover zeigt das Brandenburger Tor, ein Berliner Wahrzeichen und dazu schon mal eins der Highlights der Stadt.

Im Inneneinband des Stadtführers findet man eine Karte mit den Highlights des Autors unter dem Titel „15 x Berlin direkt erleben.“
Der Bogen wird hier gespannt vom Ku-damm über den Prenzlauer Berg bis Neukölln.

Im Stadtführer lernt man Berlin von den unterschiedlichsten Seiten kennen.
In der Rubrik „Das Beste zu Beginn“ findet man zu verschiedenen Themen etwas, egal ob Schifffahrt, BVG fahren, Essen zu Mensapreisen, etc.
Weiter geht es mit „Das ist Berlin“,Berlin in Zahlen, „Was ist wo?“, in den Augenblicken typische Augenblicke im Foto mit kleinen Texten, ja und dann los und Berlin entdecken.

Die 15 Punkte aus der Karte im Einband gilt es zu sehen, zu erfahren, kennenzulernen und dabei auch die berlinerische Lebensart zu entdecken.
Natürlich fehlen danach auch die Kultur, Museen, Szeneviertel, Shoppen, etc nicht.
Berlin ist eine Stadt mit vielen Gesichtern, mondän und bodenständig gleichzeitig. Die Viertel unterscheiden sich stark.

Im Rückeinband findet man eine Karte mit Cityplan, Innenstadtkarte, Großraumkartekarte, Charlottenburg und Liniennetzkarte.
Es ist alles bereit, um einen oder mehrere Tage in Berlin zu planen.

Aus meiner Sicht ist es dem Autor gelungen einen kurzen Führer für Berlinreisende zu schreiben.

ISBN: 9783770183098
Via amazon können Sie den Führer hier bestellen.

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Gansloßer /Käufer: Auszeit auf Augenhöhe

PD Dr.Udo Gansloßer und Mechtild Käufer haben das, aus meiner Sicht, wichtige Buch „Auszeit auf Augenhöhe“ geschrieben.
Der Untertitel verrät um was es geht „Mensch-Hund-Spiel: Kleiner Einsatz mit grosser Wirkung“.

Dr.Udo Ganßloßer ist Zoologe, seit einigen Jahren  sind die Canidae (Hundeartige) einer seiner Schwerpunkte.
Er und seine Arbeitsgruppe beschäftigen sich mit Themen der Mensch-Hund-Beziehung, Tierschutzethik,usw.
Der Autor ist gut vernetzt und immer sehr gut informiert, was man merkt, wenn man ihn auf Vorträgen erlebt.
Mechtild Käufer ist Hundetrainerin und Dipl.Sozialarbeiterin, sie ist bekannt für ihre Arbeit zum Thema Spielverhalten beim Hund.

Die Autoren ermuntern im Buch zum Spielen mit dem Hund. Mensch-Hund-Spiel war lange verpönt. Als wir unseren ersten Hund vor 8 Jahren bekamen und mit ihm beim DRC trainiert haben, war spielen NoGo, ein Hund musste funktionieren. Anjo (Hund 2) haben wir nun 5 Jahre, zur Welpenerziehung waren wir in der Hundeakademie Perdita Lübbe und wir wurden sowohl im Einzeltraining wie auch in den Hunderunden ermuntert und angeleitet zum Spiel. Was ein Glück, denn Anjo liebt es zu spielen. So stärkt man die Bindung an den Menschen, das ist auch der Tenor des Buches von Udo Gansloßer.

Das Buch ist sehr strukturiert aufgebaut. Die Autoren erklären zunächst den Spielbegriff, gibt es artübergreifendes Spiel, etc., danach werden verschiedene Arten des Spiels erklärt, man bekommt als Leser sehr viele Tipps, wie man mit dem Hund spielen kann mit und ohne Spielzeug. Oft sah ich Anjo vor mir, der sich genauso verhält wie beschrieben.
Man lernt im Buch den Hund im Spiel zu „lesen“. Hilfreiche Tabellen, usw. ergänzen das Buch.

Unterteilt ist das Buch in mehrere Kapitel, die schon zeigen wie vielfältig und umfassend die Autoren das Thema darstellen:
– Etikettenschwindel
– Pseudospiele
– Echte Sozialspiele
– Spielkommunikation
– Spielroutinen, Typen, Stile
– Sozialspiel
– Spielkompetenz.

Mir gefällt sehr gut, dass es im Buch „Merkkästchen“ und Checklisten gibt, die schnell aufzufinden sind und immer wieder auf einen Blick die wichtigen Dinge aufzeigen.
Das für mich wichtigste Kästchen im Buch ist die Liste auf S.11, die ich zitiere:
„Kriterien für Spiel
1. Die Spieler verfolgen keine über das Spiel hinausgehenden Ziele.
2. Das Verhalten im Spiel sieht anders aus als außerhalb des Spiels.
3. Das Verhalten wird nicht stereotyp, sondern in stets neuen Varianten wiederholt.
4. Spiel ist spontan, freiwillig, selbstbelohnend und macht Spaß.
5. Ein Tier spielt nur, wenn es zufrieden ist und sich sicher und entspannt fühlt.“

Diese Liste orientiert sich an der Definition von Spiel von Burghard(2015).
Diese Kriterien sagen eigentlich alles und machen deutlich, dass z.B. Apportiertraining kein Spiel sondern Beschäftigung ist.

Den Autoren ist es gelungen klar zu machen was ist reines Spiel, wo ist der Unterschied zwischen Spiel und z.B. Nasenarbeit, etc.?
Sie motivieren den Hundehalter und auch Trainer Spiel zuzulassen, auch Spiel, das vom Hund initiiert wird.
Auch Bellen darf der Hund dabei und wer genau aufpasst, kann auch beim eigenen Hund das Spielbellen vom sonstigen Bellen unterscheiden.
Bellspiele habe ich kennengelernt im Buch, die kannte ich nicht, sie sind rassetypisch.

Und ich bin beruhigt, unsere geliebten Zerrspiele mit einem alten geknoteten T-Shirt, sind gut und stärken die Bindung. Wie verpönt waren und sind z.T. diese „bösen Zerrspiele“ doch. Aber generell sind sie förderlich für die Mensch-Hund-Beziehung.

Udo Gansloßer und Mechtild Käufer haben ihre sehr gut verständlichen Aussagen stets belegt mit Studien, Aussagen von Experten, usw. Jede Menge Quellenangaben findet man im Serviceteil.

Mir gefällt es sehr gut, dass das Spiel von Kindern und Hunden, speziell Welpen, verglichen wird. Man kann es eben nicht 1:1 übertragen.

Wer sich auf das Buch und die Aussagen und Anleitungen der Autoren einlässt, wird entweder bestätigt in dem was er schon macht und bekommt noch jede Menge Ideen und Tipps, danke dafür, oder aber denkt danach hoffentlich um, dass Strenge und Drill in der Hunderziehung, zumindest beim Familienhund, eher weniger bringen als die Stärkung der Bindung. Und vor allem macht es auch einem selber mehr Spaß auf diese Art und Weise mit dem Hund das Zusammenleben zu gestalten.

Das Buch ist reich bebildert mit Fotos, die die Aussagen und Tipss verdeutlichen.

Aus meiner Sicht sollten alle Welpenbesitzer und auch manch ein Hundetrainer dieses Buch als Pflichtlektüre lesen.

ISBN: 9783440151952
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Kürschner/Haas: Fotografieren in den Alpen

„Fotografieren in den Alpen“ von Iris Kürschner und Dieter Haas, ist eine andere Art des Fotobuchs oder soll ich lieber des Reiseführers schreiben?
Das Buch läuft in der Rubrik Foto-Reiseführer, da gehört es auch hin.

Unten Auf dem Cover erfährt man was das Buch bietet:
„Der Foto-Reiseführer für Wanderer, Naturfreunde und ambitionierte Fototouristen ..“

Die Autoren verbringen viel Zeit in den Alpen. Iris Kürschner ist begeisterte Fotografin, Dieter Haas Alpinist und zuständig für technischen Belange, wie die Bildbearbeitung.
Die beiden suchen den richtigen Blickwinkel, das passende Licht und sie lieben die Alpen.

Die Alpen erobern und dabei fotografieren, das ist der Lebensinhalt der beiden und dies vermitteln sie im Buch.
Als Leser und Betrachter lernt man zuerst die Ausrüstung kennen, die Iris Kürschner zum Fotografieren mitnimmt, sie teilt mit uns ihre grundsätzlichen Überlegungen zu Themen wie Fototasche oder -rucksack, gibt Tipps welches Equiqment sie mitnimmt, was es zu beachten gilt.

Danach geht es los, bergauf und bergab in mehreren Regionen:
– Ammergauer Alpen
– Werdenfelser Land
– Berchtesgadener Land
– Tennengebirge
– Nationalpark Hohe Tauern
– Salzkammergut
– Nationalpark Gesäuse
– Karwendel
– Vierwaldstättersee
– Berner Oberland
– Wallis
– Graubünden
– Tessin
– Südtirol.

Alleine an dieser Aufzählung können Sie erkennen wie breit gefächert das Angebot dieses Buches ist.
Man kann in Fotos schwelgen, in den Texten viel erfahren über die jeweilige Gegend.
Die Autoren fotografieren gerne, aber übernachten müssen sie auch, an ihren Übernachtungsmöglichkeiten von der Selbstversorgerhütte bis zum Hotel, lassen sie uns ebenso teilhaben wie sie komplette Tourenvorschläge liefern, Anreisetipps, Parkplätze, Einkehrmöglichkeiten, Fotostützpunkte, aber auch praktische Tipps für ein Biwak oder ähnliche Dinge.

Bei den Fotos findet man die Aufnahmedaten, so kann man sich nach und nach einarbeiten ins Thema „Fotografieren in den Alpen“ und auch allgemein, nicht alle Fotos kann man nur in den Alpen machen.
Geschichte, Geologie, Natur, usw. kommen auch nicht zu kurz.

Zum Thema Fotografieren gibt es viele allgemein gültige Tipps, z.B. Kamera und Kälte, Brennweite und Bildaussage, Fotografieren im Schnee, Skifotos, Reportagefotografie und vieles mehr.

Mit Ausnahme zweier Fotos (s.15 unten und S.27, die Fotos sind mir zu flau, zu hell – ist das dem Druck geschuldet oder ist das Foto so?) gefallen mir alle Fotos sehr gut.

Meine Favoritenfotos sind auf S.22, 49, 202.121.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der die Alpen mag und gerne fotografiert und auch allen Alpentouristen, die einen Gesamtüberblick bekommen möchten.

ISBN: 9783836234962
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Jutta Profijt: Unter Fremden

Die ersten Krimis von Jutta Profijt habe ich verschlungen. Dann kamen welche, die mir so gar nicht gefallen haben und ich bin froh, dass ich diesen neuen Krimi von Jutta Profijt gelesen habe.
Er ist ganz anders als die alten Krimis der Autorin, ein tolles Buch.

Jutta Profijt hat in diesem Kriminalroman, der, aus meiner Sicht, gar nicht so richtig in die dieses Genre passt, ein Meisterwerk geschrieben.
Krimi ist zu wenig für dieses hervorragende Buch.

Jutta Profijt stellt Madiha in den Mittelpunkt der Story. Madiha ist eine junge syrische Frau, die geflohen ist vor den Gräueltaten in ihrer Heimat.
Madiha hat die Flucht geschafft und überlebt mit der Hilfe von Harun. Harun ist auch Flüchtling wie sie und ihr Lebensretter.
Madiha lebt in einer Flüchtlingsunterkunft. Sie kann nicht schreiben und nicht lesen, aber sie spricht Deutsch.
Madiha ist die einzigste der 437 Flüchtlinge, die Deutsch spricht. Amelie, eine der Helferinnen braucht sie ständig als Dolmetscherin, ebenso die Flüchtlinge.
Auf Madihas Bedürfnisse nimmt niemand Rücksicht.

Dabei ist Harun, ihr Retter, verschwunden.
Madiha hat den Schlüssel von Haruns Spind, er hat ihr diesen anvertraut für den Fall, dass Harun weg ist.
Die Jagd auf Haruns Hab und Gut beginnt. Rafiq bedroht Mahida. Das beeindruckt sie wenig, sie will Harun finden.

Jutta Profijt lässt uns Leser teilhaben an den Nöten und Ängsten von Madiha, aber auch an ihrem Willen Harun zu finden.
Eine junge Frau, die unfreiwillig noch einen kleinen Jungen im Schlepptau hat, konfrontiert wird mit Dingen, denen sie entfliehen wollte, ihren Onkel kennenlernt und vieles mehr.
Jutta Profijt hat es verstanden den Lesern ihres Buches die Welt der Flüchtlinge mit ihrer Vergangenheit nahe zu bringen. Das Ganze verpackt in einen Kriminalfall, der zur Nebensache wird.

Das Buch kann ich nur empfehlen.

ISBN: 9783423261654
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Adam Wrede : Neuer kölnischer Sprachschatz

Adam Wrede war Philologe, Sprachwissenschaftler und Volkskundler. Er hat die „Bibel“ der kölnischen Sprache geschrieben, und dies bereits 1956/58 damals in 3 Bänden.
Da der „Wrede“ deutsches Kulturgut ist, gibt es jetzt eine Neuauflage in einem Band.

Die Einleitung hat Wolfgang Niedecken (BAP) geschrieben, der die kölsche Sprache liebt und lebt wie kaum ein anderer. Es gilt Kulturgut zu erhalten.
Herrlich, wie er erzählt, dass er Angst vor dem „Huppet Huhhot hatte“ und erst ca 60 Jahre im Wrede entdeckt hat, dass dies nicht etwa ein schauriger Riese ist, wie er vermutet hatte als Kind, sondern ein „neckischer Kobold“.

Auch ich kenne und liebe viele Ausdrücke aus der Kindheit, die Bedeutung der Worte, die man so nutzt, war mir aber nicht immer klar.
Umso schöner ist es jetzt dieses Buch, dessen Einband ein Foto mit dem Ausschnitt der Spiegelungen der Richter-Fenster im Kölner Dom ziert, in Händen zu halten.
Ich kenne die älteren Ausgaben nicht.

1147 Seiten Heimatgefühl liegen neben mir. Heimatliche Klänge wie erömkrose, jebläut, Jebött, et Schelderhüsje, usw., weglegen kann ich das Buch kaum.
Ein Wörterbuch, eigentlich, aber auch wieder ein Buch, das mich nicht loslässt.
Die Erklärungen von Adam Wrede sind sehr gut und nachvollziehbar und man weiß endlich wie welches Wort geschrieben wird. Denn sprechen und schreiben sind 2 Dinge beim kölnischen Sprachschatz.

Ich bin ja nicht direkt aus Köln, halte es aber mit Wolfgang Niedeckens Song „Für ne Moment“, in dem es heisst
„sprich mer’n Sprooch,
die do jewaaße, die mer övverall erkennt,
die mer’n Düsseldorf zwar »Rheinisch«,
doch em Rest der Welt »Kölsch« nennt.“

In meiner Heimat redet man auch so, ist ja auch nicht weit von Köln entfernt. Es ist eine Sprache, die mich berührt. Worte und Redewendungen, die ich mit Personen verknüpfe, das finde ich im Buch.

Das Buch von Adam Wrede liefert nicht nur kölnische Worte, teils in mehreren Abwandlungen, sondern auch Straßennamen, Wendungen, einfach Geschichte und kölsche Lebensart.
Es ist eins der Bücher, die ich häufiger, einfach nur zum Schmökern, in die Hand nehmen werde.

ISBN3: 9783774306776
Sie können das Buch hier über amazon bestellen.

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