Michael Tsokos : Sind Tote immer leichenblass?

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Michael Tsokos, Rechtsmediziner, räumt in „Sind Tote immer leichenblass?“ auf mit den größten Irrtümern der Rechtsmedizin.
Michael Tsokos ist Rechtsmediziner und Professor an der Charité. Er ist  international angesehen und hat u.A. geholfen bei der Indentifizierung der Tsunami-Opfer.
An der Charité leitet er ebenso die Gewaltschutzambulanz und er ist ärzlicher Leiter des Landesinstitutes für soziale und gerichtliche Medizin in Berlin.

Tsokos hat viel Erfahrung im Feld der Rechtsmedizin.
Rechtsmedizin ist ein Fachgebiet in der Medizin, das eine lange Ausbildung voraussetzt. 6 Jahre, um Mediziner zu werden, dann 5 Jahre Facharztausbildung, davon 4 Jahre in einem Institut für Rechtsmedizin und je ein halbes Jahr Pathologie und Psychiatrie. Dies ist das Minimum. Es sind also 11 Jahre und mehr ins Land gegangen bis man den Titel „Arzt für Rechtsmedizin“ erlangen kann.
Viele Voraussetzungen müssen erfüllt sein, eine gewisse Anzahl an Obduktionen, Leichenschauen, Mikroskopie, Gutachten, etc. bis man sich zur Facharztprüfung anmelden kann.
Diesen steinigen Weg schildert der Autor, um dem Leser zu verdeutlichen, dass der Rechtsmediziner in Realität wenig mit den diversen Formen im Fernsehen zu tuen hat.

Was in Film und Fernsehen locker aussieht, ist in Wahrheit ein harter Beruf. An den Aussagen der Rechtsmediziner hängt sehr viel. Sie haben eine grosse Verantwortung.
Tsokos räumt im Buch auf mit Irrtümern, die sich einschleichen durch das was Standard ist in Filmen.
Er verdeutlicht warum nicht Pathologen sich mit der Aufklärung von Todesumständen beschäftigen sondern Rechtsmediziner.
Viele Begriffe werden in Krimis vermischt.

Launig und gut verständlich werden verschiedene Irrtümer nacheinander aufgeklärt.
Kein Angehöriger wird in der Realität in den Obduktionssaal kommen, um einen Angehörigen zu identifizieren.
Nein Rechtsmediziner sehen nicht nur Leichen. Sie haben auch ganz andere Aufgaben im Rahmen der Forensik, z.B. Beweise sichern bei Vergewaltigungen, usw.
Man hört keine klassische Musik bei der Arbeit wie Prof.Boerne aus dem Münsteraner Tatort.

Michael Tsokos bringt uns Lesern nahe wie Tote identifiziert werden.
Dass Nägel und Haare nach dem Tod wachsen stimmt auch nicht, die Erklärung finden Sie im Buch.

Auch Mentholpaste unter der Nase, keine Bereitschaftsdienste, etc. sind Fiktion.

Es lohnt sich das Buch zu lesen, wenn man sich über den Alltag eines Rechtsmediziners informieren möchte, der alles andere als nur Obduktionen umfasst.

Quelle: Droemer Knaur

Quelle: Droemer Knaur

ISBN: 9783426277003
Bestellen können Sie das Buch hier.

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