Schaub : Naturfotografie – Die große Fotoschule

Hans-Peter Schaub hat eine neue Ausgabe seines Buches „Naturfotografie-Die große Fotoschule“ erstellt.
Vor 4 Jahren kam die erste Fotoschule des Autors zum Thema Naturfotografie heraus.

Die Technik der Kameras, die Programme für die Bildbearbeitung und auch „altgediente“ Fotografen wie Hans-Peter Schaub entwickeln sich weiter.
Das merkt man auch am vorliegenden Buch.
Naturfotografie ist ein weites und beliebtes Feld in der Fotografie. Der Autor ist Biologe und Fotograf und dazu auch Chefredakteur der Zeitschrift „Naturfoto“.
Er ist, und das merkt man beim Lesen des Buches, immer auf dem neuesten Stand was die Naturfotografie angeht.

Bereits das Cover zeigt wie vielfältig das Thema Naturfotografie ist.
Landschaftsfotografie, Tiere, Natur im eigenen Umfeld und auch in fernen Ländern, Makrofotografie, Zoofotografie, all das ist ist im weitesten Sinne Naturfotografie.
Im ersten Kapitel beschreibt der Autor dann auch folgerichtig was alles zur Naturfotografie gehört und auch, dass viele Naturfotografen sich dem Naturschutz verbunden fühlen.
Zwangsläufig beschäftigt man sich ja auch mit dem was man fotografiert.

Hans-Peter Schaub hat eine richtige Fotoschule geschrieben.
Sowohl Anfänger wie auch Fortgeschrittene können, aus meiner Sicht, vom Buch nur profitieren.
Anfänger bekommen jede Menge Tipps und Hilfestellungen, Fortgeschrittene profitieren von neuen Ideen, die sie bekommen.

Oft sieht man in Fotobüchern/Fotoschulen beim Fotos die EXIF-Daten. Hans-Peter Schaub geht noch darüber hinaus, indem er auch dazu schreibt, wenn ein Stativ verwendet wurde, der Stabi zum Einsatz kommt, ein Filter und welcher verwendet wurde, Aufhellblitz, etc.
Ich habe dabei schon so manche Anregung bekommen, wie ich bessere Bilder machen kann.

angetan hat es mir das Porträt des Orang-Utans, einfach mal direkt nur einen kleinen Ausschnitt fotografieren.
Toll ist es auch im direkten Vergleich 2 Fotos nebeneinander zu sehen, mit und ohne Polfilter, und dann für sich selber zu entscheiden was finde ich besser.
Ich bin ehrlich auf Seite 138 gefällt mir persönlich das obere Foto ohne Polfilter besser.

Ich schätze es sehr, wenn ich in einem Fotobuch viele Fotos betrachten kann, auch mal verschiedene Varianten und dann für mich, jeder hat einen anderen Geschmack, auch mal entscheiden kann, was mich persönlich mehr anspricht. Gleichzeitig ist aber der Anreiz da, genau diese Varianten selber zu probieren.

Hans-Peter Schaub hat die Fotoschule zum Thema Naturfotografie in mehrere Kapitel unterteilt:
– Dem Licht auf der Spur
– Die digitale Fototechnik
– Landschaft und Natur
– Im Nah- und Makrobereich
– Tiere in Wildnis und Zoo.

Zu vielen Themen gibt es in den Kapiteln Exkurse.
Als Leser bekommt man Tipps zu vielen Themen, egal ob Zwischenringe, Industrielandschaft, HDR-Bild, künstliches Licht und vieles mehr.

Falls Sie genau schauen wollen, welche Themen der Naturfotografie der Autor im Buch behandelt und ob seine Art zu schreiben, Ihnen gefällt, dann können Sie auf dieser Verlagsseite eine Leseprobe und das komplette Inhaltsverzeichnis finden. (Werbung)

Für mein Empfinden ist dieses Buch sehr empfehlenswert für jeden, der sich mit dem Thema Naturfotografie beschäftigen möchte.

ISBN: 9783836259101

Bestellen können Sie das Buch bei amazon gleich hier. (Werbung)

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Jürgen Wolf : Photoshop Elements 2018 – Das umfassende Handbuch

Photoshop Elements 2018 ist erschienen und Jürgen Wolf, den ich für seine Handbücher zu diversen Programmen u.A.  im Bereich der Bildbearbeitung sehr schätze, hat sich auch dieses neue Programm vorgenommen.
„Jürgen Wolf : Photoshop Elements 2018 – Das umfassende Handbuch“ lautet der Titel dieses Wälzers. Umfassend ist das Handbuch wirklich.

Auf 1048 Seiten, wenn man das Register nicht mitzählt, hat der Autor alles nur Erdenkliche zu Photoshop Elements 2018 zusammengefasst. Das Buch ist nicht nur vom physischen Gewicht her ein Schwergewicht.

An diesem, wie auch an anderen Büchern des Autors, schätze ich, dass sowohl Anfänger wie auch Fortgeschrittene vom Buch profitieren.
Übrigens kann man das Buch auch für ältere PSE – Versionen nutzen. Es ändern sich ja immer nur Kleinigkeiten. Neu ist in dieser Version die „Geschlossene Augen“- Funktion. Ansonsten kennt man viele Dinge schon aus den Vorversionen.
Da ich auch das Buch zur PSE 15 – Version habe, konnte ich gut vergleichen.
Für mein Gefühl wird dieses Handbuch von Version zu Version in so manch einem Punkt besser.

Wie gewohnt von Jürgen Wolf führt er den Nutzer des Buches sehr strukturiert durch die Möglichkeiten des Programms.
Photoshop Elements hat sich im Laufe der Jahre gemausert und ist längst nicht mehr nur Anfänger geeignet.

Im Buch findet man, in mehrere Kapitel unterteilt, die Funktionen:
– Der Fotoeditor
– Der Organizer
– Bildkorrektur
– Farbe, Farbveränderungen und Schwarzweiß
– Schärfen und Weichzeichnen
– Freistellen und Ausrichten
– Auswählen
– Ebenen
– RAW und (H)DRI
– Reparieren und Retuschieren
– Mit Text und Formen arbeiten
– Präsentieren und Teilen.

Sowohl für die Windows- wie auch für die Mac-Versionen kann man das Buch nutzen. Unterschiede sind gekennzeichnet.

Screenshots zeigen genau wo man welchen Schritt in Photoshop Elements machen muss. Die Tasturkürzel sind auch angegeben und auch noch mal tabellarisch am Ende des Buches aufgeführt.

Egal ob man nun Fotomontagen, Panoramafotos, Visitenkarten machen oder sonstige Texte einfügen will, im Buch findet man die Anleitung.
Dazu kann man auf der Verlagsseite Zusatzkapitel und Beispiele laden.

Wer sich nun nicht sicher ist, ob ihm die Art in der der Autor das Buch gestaltet hat, gefällt, der findet eine Leseprobe und das komplette Inhaltsverzeichnis hier.
Aus meiner Sicht ist das Buch allgemein verständlich geschrieben.

ISBN: 9783836258975

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Giogoli / Hausel : Bildgestaltung

André Giogoli und Katharina Hausel haben das Buch „Bildgestaltung – Die große Fotoschule“ geschrieben.
Giogoli ist Fotograf und Lehrer an der Schule für Design Letteverein in Berlin. Dr.Katharina Hausel ist Fotohistorikerin und auch Lehrerin beim Letteverein u.A. für Fotografie und Bildgestaltung.

Jeder hat andere Ideen zum Thema Bildgestaltung, darum lese ich sehr gerne neue Bücher zum Thema, um Anregungen zu bekommen.

Dieses Buch heisst nicht umsonst „die große Fotoschule“. Die Autoren haben das Thema Bildgestaltung von Anfang an aufgebaut.
Los geht es mit der Frage „Wozu und für wen fotografieren wir?“ Diese Frage stellt man sich zu selten.

Es werden verschiedene Bildsprachen aufgezeigt, man kann dokumentarische Fotos machen oder kreative. Und schon gibt es Unterschiede in der Bildgestaltung.
Das macht man mit der Zeit automatisch, bewusst bin ich mir dessen nicht immer.
Und Anfänger wissen das ohnehin nicht.
Aus meiner Sicht ist dieses strukturierte Vorgehen der Autoren sehr gut. Dadurch eignet sich das Buch für Anfänger und Fortgeschrittene.
Anfänger bekommen jede Menge grundlegende Informationen in Kapitel 2 zum Thema Ausrüstung und Technik. Manches davon wird der Fortgeschrittene überblättern.

Es folgen mehrere Kapitel, die sich mit den gestalterischen Elementen beschäftigen, die die Aussage des Bildes ausmachen und beeinflussen:
– Motive sehen und inszenieren
– Rahmen und Raum
– Punkte, Linien und Flächen
– Farbe und Licht
– Schwarzweiss
– Bildgestaltung im digitalen Labor
– Den fotografischen Blick trainieren
– Regeln brechen.
Zum Abschluß dann noch das Kapitel „Zeigen Sie ihre Werke“.

Am Ende eines jeden Kapitels findet man unter der Überschrift „Inspiration“ spezielle Themen, z.B. „Architektur-Mila Hacke“, usw.

Den Autoren ist aus meiner Sicht ein Buch gelungen, das zum einen Grundlagen zum Thema Bildgestaltung liefert, zum anderen auch inspiriert Neues zu probieren, aber auch Bewährtes zu vertiefen.
Viele Beispielfotos dienen der Inspiration.
Giogoli und Hausel schreiben sehr verständlich. Die Texte sind strukturiert aufgebaut, man merkt, dass beide im Lehrbetrieb sind und gewohnt sind ihr Wissen zu vermitteln.
Mir gefällt das Kapitel zur Bildgestaltung mittels Bildbearbeitung und die Beispiele darin sehr gut. In Zukunft werde ich mit diesem „Stilmittel“ noch mehr spielen.

Mein Fazit: ein empfehlenswertes Buch für Fotoanfänger und auch für Fotgeschrittene, die neue Ideen suchen.

ISBN: 9783836239400

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Schoonhoven (Hrsg.): Praxisbuch Kreative Naturfotografie

Das „Praxisbuch kreative Naturfotografie“ wurde nun als deutsche Übersetzung herausgegeben.
Geschrieben wurde es von dem niederländischen Fotografenkollektiv nederpix.

Als Herausgeber fungiert Daan Schoonhoven. Neben ihm sind für das Buch verantwortlich aber auch die folgenden Fotografen: Bob Luijks, Marijn Heuts, Anja Zwanenburg, Johan van de Watering, Heike Odermatt, Roeselien Raimond, Johan van der Wielen, Kees Siebesma, Jan van der Greef, Nico van Kappel, Wilco Dragt, Jaap Schelvis, Theo Bosboom, Andrea Gulickx, Gerard Leeuw und Chris van Rijswijk.
Alleine die Menge an beteiligten Fotografen macht schon klar, dass dieses Buch nicht durchgehend von gleicher Qualität ist.
Jeder hat andere Ansichten, eine andere Art zu fotografieren, setzt andere Schwerpunkte.
Diese Vielfalt ist genau das was den Reiz des Buches ausmacht.

Die Autoren haben das Buch in verschiedene thematische Kapitel unterteilt, in denen darum geht „Naturmotive mit anderen Augen sehen und fotografieren“ wie es der Untertitel des Buches schon sagt.
Die Kapitel sind:
– Sehweise
– Komposition
– Abstraktion
– Bewegung
– Licht
– Equipment.

Als Leser und Betrachter bekommt man Einblicke in unterschiedliche Arbeitsweisen und Umsetzungen des jeweiligen Themas.

Für mich persönlich habe ich festgestellt, dass es Fotos gibt, die mir gar nicht gefallen und auch Favoriten. Die Geschmäcker sind verschieden.
Meine persönliche Nr. 1 ist auf Seite 140 und gar nichts anfangen kann ich mit den Fotos auf S.20 und 23.

Aus meiner Sicht ist ein gutes Buch das viele Impulse setzt. Man bekommt die unterschiedlichsten Ideen und Denkanstösse, man muss sich nur darauf einlassen.
Und ja, es gibt auch schwächere Teile im Buch, hängt sicher davon ab wer es jeweils geschrieben hat.

ISBN: 9783864904615
Über amazon können Sie das Buch gleich hier bestellen.

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Sänger : Makrofotografie Die große Fotoschule

Kyra und Christian Sänger haben das neue Buch „Makrofotografie Die Große Fotoschule“ erstellt.
Ich kenne eine ganze Reihe Bücher zum Thema Makrofotografie, u.A. auch das Buch der Autoren aus 2014, dass bei Vierfarben erschienen ist.
Das gefiel mir schon sehr gut und ich war gespannt, ob man es noch toppen kann.
Sängers können es auf alle Fälle.

Bei Makrofotografie denkt man ja zuerst an Blumen, aber Makrofotografie ist viel mehr.
Die Autoren haben es geschafft im vorliegenden Buch die ganze Bandbreite der Makrofotografie abzudecken.

Schon mal vorweg, das Buch ist für Anfänger genauso geeignet wie für Fortgeschrittene.
Kyra und Christian Sänger geben sehr viele praxisnahe Tipps zum Thema Equipment, oft schreiben sie was sie selber nutzen und welche kostengünstigere Variante es gibt (nicht alle Leser sind Profis und benötigen das Top-Equipment). Das gefällt mir sehr gut. Ich bin nicht so tief drin im Thema, dass ich nun gewusst hätte wie sehr mir welcher Einstellschlitten helfen kann.

Nach der Lektüre des Buches,  gibt es ein neues Utensil in meiner Fototasche, wenn Makrofotografie angesagt ist. Eine kleine Schere nehme ich dann mit, um störende Halme abzuschneiden. Diese kleinen Praxistipps machen den Unterschied.

Das Buch ist sehr strukturiert aufgebaut und in thematische Kapitel unterteilt, sodass man, wie ich es gemacht habe, vom Anfang bis zum Ende lesen kann – das lohnt sich auf alle Fälle, es gibt soviel hilfreiche Tipps, oder auch gezielt ein Thema aussuchen kann.
– Fototechnik für die Welt der Kleinen
– Ausrüstung: Was Sie wirklich brauchen
– Nahaufnahmen kreativ gestalten
– Pflanzen, Pilze und Flechten
– Insekten und andere Tiere
– Zoo, Aquarium und Park
– Makrofotografie im Heimstudio
– Abstrakte Makrofotografie
– Ungewöhnliche Orte
– Makropanoramen und Makro-HDR.

Wer das detaillierte Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe sucht, findet dies hier beim Verlag. Man kann erst einmal reinschnuppern, ob einem die Aufmachung des Buches liegt.

Natürlich findet man im Buch  inspirierende Fotos. Auch nützliche Tabellen , Übungen, Anleitungen zu bestimmten Themen und ganz viele Ideen bieten die Autoren zum Thema Makrofotografie.

Aus meiner Sicht ein sehr hilfreiches Buch.

ISBN: 9783836245425
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Markus Wäger : Affinity Photo

Markus Wäger hat das Buch „Affinity Photo – Schritt für Schritt zum perfekten Bild“ geschrieben.
Von Markus Wäger habe ich schon mehrere Bücher zuhause. Ich schätze den Autor für seine strukturierte und gut verständliche Art der Erklärungen.

Genervt vom Zwang des Abos bei Photoshop, bin ich dabei auf Affinity Photo umzusteigen.
Ohne Handbuch ist das nicht so einfach und auch zu zeitraubend. Es lag nahe dieses Buch zu nehmen aufgrund der guten Erfahrungen mit den anderen Büchern.

Das Buch enttäuscht mich nicht.
Der Autor behandelt beide Versionen von Affinity, die für Windows und die für den Mac. Man findet immer die entsprechenden Angaben für beide Betriebssysteme, wenn es einen Unterschied gibt.
Los geht es damit, dass man sich Beispielfotos zum Üben, parallel zum Durcharbeiten des Buches, laden kann. Auf die entsprechenden Fotos wird im Text hingewiesen.

Markus Wäger weist in seinem Vorwort darauf hin, dass man mit Hilfe des Buches nicht gleich zum perfekten Bild kommt. Das ist auch viel zu aufwendig. Aber richtig gute Bilder, das schafft man mit der Anleitung.
Da es ständig Updates zum Programm gibt, da kann das Buch nicht aktuell sein, findet man auch einen Link zum Blog des Autors, dort werden  entsprechende Veränderungen dargestellt und Hilfe gibt es auch. Auch Tutorials findet man dort.
Danke für diesen Service. Ich habe es mir angesehen und bin begeistert.

Das Buch kann auf alle Fälle eins, dafür sorgen, dass man den Umstieg von Photoshop auf Affinity Photo schafft. Affintiy ist, was das Thema RAW angeht, nicht so stark, da kann man sich ja behelfen mit Lightroom oder anderen RAW-Konvertern und dann mit Affintity weiterarbeiten.

Markus Wäger hat seine Anleitung in mehrere Kapitel unterteilt:
– Arbeitsbereich und Grundlagen
– Auflösung und Dateiformat
– Helligkeits – und Kontrastanpassungen
– Farbkorrekturen
– Färben und Kolorieren
– Schwarzweiß und kreative Looks
– Bildbearbeitung für Fotografen
– Retusche
– Beauty-Retusche
– Freisteller und Montagen
– Text, Effekt und Automatisierung.

Die Anleitungen bestehen generell aus allgemein verständlichem Text, das Aussehen des Programms bei dem jeweiligen Schritt, teilweise auch die Histogramme, Speicherorte, etc. wo dies nötig ist.
Beispielbilder mit Vorher und Nachher zeigen was eine beschriebene Aktion bewirken kann.

Die Schwierigkeitsgrade der Arbeitsschritte werden angezeigt durch
1 – grün für Einsteiger
2 – orange für Aufsteiger
3 – rot für Überflieger.

Noch bin ich weit davon entfernt das Programm zu beherrschen, aber das Buch liegt auf dem Schreibtisch und so nach und nach arbeite ich mich ein. Ich nutze es sicher noch lange als Nachschlagewerk. Dank des detaillierten Registers findet man schnell genau das was man gerade sucht.

Mein Fazit: ein hilfreiches, gut verständliches, Handbuch für Affinity-Einsteiger und Photoshop-Umsteiger.

ISBN: 9783836245906
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Wolfgang Rau: Recht für Fotografen

Fotorecht, kaum ein Thema wird so heiß diskutiert unter allen Fotografen.
Wolfgang Rau bringt mit der 3.Auflage seines Ratgebers „Recht für Fotografen – Der Ratgeber für den fotografischen Alltag“ Licht ins Dunkel.

Wolfgang Rau ist ehrenamtlich Präsident und Justitiar des Deutschen Verbandes für Fotografie (DVF) und auch aktiv als Anwalt tätig.
Im Buch führt er uns Fotografen in allgemein verständlichen Kapiteln durch den Dschungel des Fotorecht.
Nicht umsonst wird dieses Buch auch vom Deutschen Verband für Fotografie e.V. empfohlen.
Dort kennt man die Fallstricke, die im Alltag lauern.

Welche Gesetze betreffen uns überhaupt? Was fällt unter Fotorecht? Es sind mehr Gesetze als ich dachte.
Klar spontan fällt einem das Urheberrecht ein, das ja auch gerne mal geändert wird.
Heute gibt es ja immer mehr Fotos, die mit Hilfe von Multicoptern entstehen. Auch dieses neue Rechtsfeld ist im Buch enthalten.

Der Autor hat seine Ausführungen in mehrere Kapitel unterteilt, die, aus meiner Sicht, gut strukturiert sind. Jeder hat andere Foto – Schwerpunkte und benötigt manche Dinge nicht, die kann man auslassen. Z.B. braucht ein reiner Architekturfotograf sich nicht mit Tierfotografie beschäftigen.

Es gibt folgende Kapitel, die alle nochmals unterteilt sind:
– Urheberrecht
– Natur, Architektur, Sachen und Tiere
– Menschen
– Foto- und Bildrecht im Internet
– Multicopter
– Rechte schützen
– Vertragsrecht
– Gewerblich fotografieren
– Foto – und Bildrecht in Österreich und der Schweiz.

Im Anhang findet man noch eine, aus meiner Sicht, sehr hilfreiche „Liste kritischer Motive“.

Als besonderen Service für die Leser des Buches hat der Autor auch zum Thema Fotorecht noch Links angegeben und zwar zu den aktuellsten Gesetzen und zu : Musterverträge, DB-Fotogenehmigung, BMVI-Flyer zur neuen Drohnenverordnung (danke für diesen Service).

Um die Orientierung im Text zu erleichtern, hat Wolfgang Rau einzelne Passagen mit Zeichen versehen, die signalisieren, dass hier ein Merksatz, ein Gesetz, ein Beispiel oder ein Tipp steht.

Um ein paar Beispiele zu geben wie praxisnah das Buch ist, möchte ich exemplarisch nennen, in der Kategorie Foto- und Bildrecht im Internet: Die Bedingungen von Flickr, Facebook, Instagram (mit dem Hinweis – „Tochter von Facebook“), Pinterest,YouTube, Google+, Twitter, LinkedIn. Die verschiedenen Formen von Lizensen und vieles mehr.

Für mich, ich fotografiere gerne in Zoos, sehr hilfreich, der Hinweis wo ich herausfinden kann,was fotografisch in welchem Zoo erlaubt ist.

Ich habe sehr viel gelernt beim Lesen des Buches und weiß nun genau, dass ich ein Nachschlagewerk im Regal habe, wenn ich mal wieder unsicher bin, was darf ich zeigen was nicht, was fotografieren was nicht.

Wer nun nicht weiß, ob das Buch etwas für ihn ist, ob alles drin ist was man sucht, kann auf dieser Verlagsseite schauen.
Man findet eine Leseprobe und ein komplettes Inhaltsverzeichnis.

Mein Fazit: als juristischer Laie konnte ich die Ausführungen des Autors sehr gut verstehen. Es ist ihm gelungen die sehr umfassenden Gebiete des Fotorechts gut verständlich zusammenzufassen.
Ein tolles Handbuch zum Fotorecht für Hobby- und Profifotografen.

ISBN: 9783836245272
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Melanie Derks: Google Nik Collection

„Google Nik Collection – Kreative Bildlooks mit den Nik-Filtern“ wurde von Melanie Derks geschrieben. Sie ist Fotografin und Dozentin für Fotografie.

Die Google Nik Collection ist mittlerweile kostenlos zu erhalten. Die Nik Collection wird als Plugin genutzt.
Ich habe bereits eine CD zu Google Nik Collection vom Rheinwerk-Verlag, die sehr hilfreich ist, denn nicht alle Funktionen der Software sind selbsterklärend.
Ich arbeite sehr gerne mit Büchern, die kann ich beim Arbeiten neben den Bildschirm legen und immer wieder nachschauen.

Melanie Derks hat ihr Buch, in Anlehnung an die Bestandteile der Nik Collection, unterteilt in mehrere Kapitel.
– Einführung, hier erklärt sie wie man das Plugin aufspielt und die grundlegende Nutzung, bei mir läuft es hervorragend in Photoshop Lightroom, auch Tastaturkürzel findet man hier
– DFine – zuständig für das Thema Rauschen
– Viveza 2
– HDR Effex Pro 2
– Analog Efex Pro 2
– Color Efex Pro 4 – hier geht es um Nutzung von Filtern
– Silver Efex Pro 2 – ermöglicht Schwarz-Weiß-Bilder
– Sharpener Pro 3.

Die Autorin bietet in den Kapiteln Beispielbilder, Screenshots und Erläuterungen. Im Allgemeinen ist alles gut verständlich erklärt, allerdings habe ich teilweise Probleme bei ihren Erklärungen was einzelne Bilder angeht.Derks erklärt, aus meiner Sicht, nicht immer komplett nachvollziehbar bei Vorher-Nachher-Bildern wie sie zum Nachher kommt. Das fiel mir an mehreren Stellen auf.

Wer sich zunächst einmal anschauen möchte, ob ihm die Art wie das Buch gemacht ist gefällt, kann in die Leseprobe auf der Verlagsseite schauen.

Mein Fazit: ein sehr hilfreiches Buch zum Thema Google Nik Collection,in dem bei den Beschreibungen der Schritte an manchen Stellen die Erläuterung deutlicher hätte sein können.
ISBN: 9783836243995
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Die Fotoschule in Bildern Tierfotografie – Rheinwerk-Verlag

„Die Fotoschule in Bildern Tierfotografie“ ist ein neues Buch aus der Reihe „Die Fotoschule in Bildern“ des Rheinwerk-Verlages.

Die Fotoschule zur Tierfotografie ist von 3 Fotografen geschrieben worden. Da ja jeder Fotograf andere Schwerpunkte hat und anders arbeitet, finde ich dieses Konzept sehr hilfreich für den Leser.
Die Autoren sind:
Julia Poker ist von Beruf Mediengestalterin, seit vielen Jahren ist ihre Leidenschaft die Haustierfotografie
Lambert Heil ist Zoopädagoge in Hellabrunn/München und Veranstalter von Natur- und Fotoreisen, er fotografiert im Zoo und Wildlife
und
Joachim Wimmer ist Umweltingenieur und begeisterter Naturfotograf.

Alleine die Auswahl der Fotografen zeigt schon, wie auch das Titelbild des Buches, dass das Buch eine große Spannbreite der Tierfotografie abdeckt. Egal ob nun Haustiere wie Hund, Katze, Pferde, Wildtiere, Zoofotografie, Vögel, man findet Tipps und wundervolle Beispeilfotos im Buch.

Das Buch zur Tierfotografie ist in mehrere Kapitel unterteilt:
– Im Gehege oder Zoo
– Wild und ungezähmt
– In der Dämmerung und Nacht
– Klein und flink
– In der Kinderstube
– Action!
– Beste Freunde
– Abstraktionen
– Exkurse.

In den Exkursen bekommt man als Leser jedes Mal eine kompakte, sehr detaillierte und strukturierte Anleitung zu einem Thema. Exemplarisch möchte ich dies an der Schwarz-Weiss-Fotografie erklären.
Lambert Heil erklärt uns Lesern welche Bilder aus seiner Sicht für S/W geeignet sind und warum. Beispiele verdeutlichen dies. Das beste Beispiel findet man schon vor dem Exkurs auf Seite 21. Der Ausdruck des Affen im S/W ist dermassen aussagekräftig, da hätte die Farbe die Aussagekraft des Fotos nur verwässern können.
Im Exkurs findet man ganz viele Tipps, z.B. farbig fotografieren und dann digital S/W entwickeln, arbeiten mit Farbkanälen, etc.
In dieser Art und Weise sind alle Exkurse gestaltet, kurz, knapp und knackig.

Die einzelnen Kapitel bieten viele Tipps für das reine Fotografieren, aber auch Dinge wie welches Equipment in welcher Situation.  Zeit für den Objektivwechsel hat man in der Tierfotografie normalerweise nicht. Da bleibt nur vorher überlegen welches Obejktiv richtig ist oder mit 2 Kameras arbeiten, dieses Thema kommt zur Sprache, ebenso wie packe ich richtig für eine längere Tour, was bewirken Blende, Brennweite, was kann ich mit Beschnitt am PC erreichen. Wie verschwinden Zäune, wie fotografiere ich durch Glas? und viele andere Themen.

Was mir am Buch besonders gefällt, ist, dass die Autoren uns Lesern und Betrachtern auch die jeweiligen Tiere und ihre Verhaltensweisen nahe bringen.
Wenn ich weiß wie das jeweilige Fotoobjekt tickt kann ich entsprechend planen, um ein möglichst gelungenes Foto zu bekommen.
Es gibt Wildtiere, die bekommt man nur ganz früh vor die Linse, andere in der Dämmerung. Zootier ist etwas anderes als Wildlife oder Haustier.
Je eher ich es schaffe vorherzusehen wie das Verhalten sein könnte, je besser wird mein Foto, weil z.B. mein Standort richtig ist, etc.
Sich bei der Fütterung im Zoo in die Meute der Wartenden zu stellen, wenn ich keine Chance auf die erste Reihe habe, sinnlos.
Oder, wie ich es erlebt habe, im Bayerischen Wald bei der Wolfsfütterung zufällig vorbei kommen, wenn schon etliche Fotografen ewig warten, sinnlos.

Im Kapitel „In der Dämmerung und Nacht“ habe ich viele Anregungen bekommen wie lohnenswert es sein kann, einfach mal zu ungewohnten Zeiten zum Fotografieren aufzubrechen.
Bei den Fotos findet man die Aufnahmedaten, so kann man sich durchaus auch an Hand dieser an ähnliche Situationen herantasten.

Falls Sie sich erst einmal einen Eindruck vom Buch verschaffen wollen, so finden Sie das ausführliche Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe hier.

Sollten  Sie für unterwegs auch das e-book bevorzugen, so können Sie dies für 5 € nachträglich bekommen. Alle Infos dazu gibt es im Buch. Wie ich finde, eine tolle Möglichkeit. Oft habe ich im Urlaub die Zeit mal wieder ein Thema genauer anzugehen, aber das Buch will ich nicht mitnehmen, da ist top ein e-book zusätzlich zu haben.

„Die Fotoschule in Bildern Tierfotografie“ ist schon für Einsteiger ins Thema geeignet, aber auch jemand, der schon länger Tiere fotografiert, profitiert vom Buch.

ISBN: 9783836242509
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Charlie Dombrow : Fotografie Lost Places

Charlie Dombrow ist Fotograf im Bereich der Werbefotografie und Location Scout.

Auch Lost Places haben es ihm angetan, oft geben sie ja auch einen guten Hintergrund für Werbeaufnahmen ab. Tolle Fotos aus dem Bereich findet man auf der Homepage des Autors.

Das Buch „Fotografie Lost Places“ führt den Leser und Betrachter in oft verborgene Welten.
Der Autor schreibt bereits im Vorwort, dass er bei der Auswahl, der im Buch vorgestellten Locations, nicht alle tollen Lost Places aufführen kann. Viele davon kann man aus rechtlichen Gründen nicht öffentlich machen, oft ist es verboten zu fotografieren.

Im Buch lässt uns der Autor teilhaben an seinen Gedanken zum Thema „Lost Places“. Wie wunderbar ist oft der Charme eines alten maroden Gebäudes und wie entsetzlich wäre ein Renovierung, besonders, wenn sie nicht richtig gemacht würde.

Dann geht es los in die verschiedenen Bereiche des Buches.

Es ist unterteilt in mehrere Kapitel:
– Vergessene Welten
– Begegnungen im No-Go-Land
– Lex Urbex
– Gut gerüstet ins Abenteuer
– Urbex Bootcamp
– Orte der Erinnerung
– Sagenwelten
– Vergessene orte
– Urbexexpeditionen
– Leben im Lost Place
– Das kleine Einmaleins
– HDR-Sandwiches
– Pixelpolitur
– Jäger der verlorenen Schätze.
Die Überschriften zeigen schon was man als Leser und Betrachter im Buch alles geboten bekommt.
Neben ganz vielen sehr guten und stimmungsvollen Fotos von Lost Places über das geeignete Equipment hin zu Bearbeitungsprogrammen, stürzenden Linien, wie finde ich beeindruckende Lost Places? oder auch alte Bäume, die als Kulisse für Shootings dienen könnten? bis hin zu vielen Links zu weiterführenden Seiten.

Im Buch habe ich ein Foto entdeckt, das ein altes Hotel zeigt. Ich hielt es zunächst für eine Postkarte aus alten Zeiten. Weit gefehlt, der Autor zeigt man Beispiel wie man aus einer normalen Aufnahme ein solches Foto macht. Er gibt im Buch ganz viel Denkanstösse zum Thema Lost Places, wie schaffe ich es auf Fotos den Charme des morbiden Baus rüber zu bringen, wie fange ich die Szene ein, wie kann ich in der Bildbearbeitung eine recht nichtssagende Aufnahme mit der Simulation z.B. einer Nachtaufnahme, zu einem wahren Kunstwerk machen.

Es fehlen im Buch auch nicht Tipps, dass man als Urbexer besser nicht alleine losgeht, da es immer Gefahren mit sich bringt, wenn man Lost Places betritt.

Das Buch von Charlie Dombrow zum Thema „Lost Places“ ist eine Augenweide und der Autor hat es im Buch geschafft neben den Fotos, die den Charme der Location abbilden, auch ganz viele Tipps (auch für Einsteiger verständlich) zu geben, von fotografischen bis hin zu rechtlichen.

ISBN: 9783645605144
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