Christian Firus : Verabredung mit dem Glück

Der Autor des Buches ist Dr.Christian Firus, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Facharzt für Psychiatrie. Er arbeitet an einer Klinik.

Das Buch „Verabredung mit dem Glück“ mit dem Untertitel „So stärken Sie Ihre seelische Widerstandskraft“, also mit der Resilienz.
Firus Doktorarbeit hat sich mit Viktor Frankl beschäftigt. Frankl war Jude, er hat das Konzentrationslager überlebt. Seine Eltern und seine Frau hat er dort verloren. Er war Psychologe und Neurologe. In seinen Büchern schildert Frankl, dass trotz schrecklicher Erfahrungen möglich ist, glücklich zu leben.

Firus arbeitet mit dem Wissen aus den Arbeiten von Viktor Frankl und auch neueren Erkenntnissen.
Der Vater von Dr.Christian Firus, Hans-Hermann Firus, quasi Co-Autor, wurde auch verfolgt, vertrieben.
Seine Geschichte, die Hans-Hermann Firus, 2011 auf Bitten seines Sohnes, aufgeschrieben hat, ist im Buch enthalten.
Auch er hat ein Trauma.

Dr.Christian Firus, der oft mit traumatisierten Menschen arbeitet, will mit seinem Buch aufzeigen, dass es möglich ist, Traumata aufzuarbeiten und wieder glücklich zu leben.
Ein guter Ansatz und deshalb hat mich das Buch interessiert.
Vieles macht der Autor an der Geschichte seines Vaters fest. Er nimmt diese exemplarisch.

Im Buch finden sich einige Denkanstösse. Mir persönlich ist dieses Buch zu theoretisch.
Sprachlich liegt mir der Art des Autors auch so gar nicht. Sie ist „blumig“, eher aus dem theologischen Bereich. Ein Beispiel: der Autor bemüht sich Übungen einzubauen, was ich begrüsse. Zitat S.46 „Wenden Sie sich noch einmal der oben aufgeführten Wunderfrage zu und imaginieren Sie sich eine gewünschte Zukunftsszene Ihrer Wahl.“
Ich hoffe dieses Zitat verdeutlicht was ich meine. Firus benutzt keine normale Sprache, es schweift ab in einen Bereich, der mich nun überhaupt nicht anspricht.

Zum Thema Glück, Resilienz, etc. gibt es viele Bücher. Die sind nicht alle in dem Stil geschrieben.
Für mein Empfinden spricht dieses Buch eher Menschen an aus dem religiösen Bereich, evtl. aus dem esoterischen Bereich.
Für Naturwissenschaftler, die meist eine klare Sprache sprechen, ist es eher nicht geeignet.

Auch bringt das Buch nicht unbedingt neue Erkenntnisse, lediglich die Aufbereitung anhand der Lebensgeschichte des Vaters ist neu.

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Helmut Vonhoegen : Excel 2016 Der umfassende Ratgeber

Helmut Vonhoegen ist Autor und IT-Berater.
Wenn man, wie ich, das Buch lange unter die Lupe genommen hat, kann man nur sagen, er versteht sein Handwerk.

Das Buch aus dem Vierfarben – Verlag ist ein Standardwerk zum Thema Excel 2016., das für Einsteiger und Fortgeschrittene gleichermassen geeignet ist.

Ich arbeite häufiger mit Excel ohne mich einmal gründlich einzuarbeiten. Immer wieder mal muss ich was nachschlagen. Bislang ist mir dieses Buch keine Antwort schuldig geblieben.
Vor allem habe ich angefangen mich dem Programm systematisch zu nähern, im Endeffekt spart das ja Zeit. Und genau dies ist mit dem Buch von Helmut Vonhoegen sehr gut möglich.

Das Buch ist sehr gut strukturiert. Es ist gut verständlich geschrieben, kein grosses IT-Kauderwelsch, sondern aus meiner Sicht, für jeden verständlich.
Unterteilt ist das Buch in grosse Kapitel, die dann wieder in Unterkapitel geteilt sind, man kann leicht etwas finden.

Die Kapitel sind:
– Starten mit Excel
– Mit Datentabellen umgehen
– Daten visualisieren: Diagramme, Grafiken & Co.
– Dokumente drucken und weitergeben
– Mit Tabellenfunktionen arbeiten
– Daten auswerten und analysieren
– Datenaustausch und Teamwork
– Excel automatisieren: Makros und VBA

Wen die genauen Themen interessieren, der kann hier schauen.
Man findet auch eine Leseprobe auf der Seite und kann sich ein Bild davon machen, wie das Buch geschrieben ist.

Toll finde ich auch, dass Tastaturbefehle im Buch sind.
Und egal, ob man Diagramme erstellen will, möglichst auch noch farbig, eine Pivot-Tabelle anlegen will, wissen will, wie man mit der Cloud arbeitet (immer mehr Unternehmen machen das ja), gemeinsam an einem Dokument arbeitet, usw. das Buch bleibt dem Leser keine Antwort und keine Anleitung schuldig.

1005 Seiten geballtes Wissen. Das Buch ist nicht nur vom Gewicht her ein Schwergewicht.

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Markus Wäger : Adobe Photoshop CC

Markus Wäger ist Photoshop – Profi.
Dieses Buch zu Adobe Photoshop CC mit dem Untertitel „Schritt für Schritt zum perfekten Bild“ beschränkt sich darauf Fotografen Photoshop CC nahezubringen.
Photoshop ist ein mächtiges Werkzeug und nicht alle Möglichkeiten des Programms benötigt man für die Bildbearbeitung.

Das Buch ist so aufgebaut, dass sowohl Einsteiger (Niveau 1), Fortgeschrittene (Niveau 2) als auch Profis (Niveau 3) damit arbeiten können. Bei den Workshops findet man diese Unterteilung und man kann sich den passenden Workshop aussuchen. Man achte dazu auf die Icons oben links in der Ecke.
Da diese auch von den Farben her unterschiedlich sind, hat man auch bei der schnellen Durchsicht, ohne langes Suchen, die richtige Kategorie flott gefunden.

Ich arbeite mehr mit Lightroom bislang, Photoshop ist doch recht anspruchsvoll. Mit diesem Buch bekommt man Schritt-für-Schritt-Anleitungen an die Hand, um auch nur einzelne Dinge zu probieren und sich einzuarbeiten.
Ich finde selbst gestaltete Glückwunschkarten sehr schön, hatte bislang aber nicht die Muße mich mit Sprechblasen zu beschäftigen.
Der Autor erklärt mit Screenshots und einfach verständlichem Text so gut wie das geht, das auch ich es nun schaffe.

Das Buch ist systematisch aufgebaut und auch für Photoshop-Einsteiger geeignet.
Unterteilt ist es in mehrere grosse Kapitel, die wiederum in kleine Unterkapitel geteilt sind. Man findet über das Inhaltsverzeichnis also schnell wo etwas steht.

Die Kapitel sind:
– Grundlagen und Arbeitsbereiche, hier werden die Einrichtung von Photoshop CC und die Grundlagen des Arbeitens mit dem Programm erklärt, quasi das Rüstzeug
– Bildgröße und Auflösung, zum Druck muss das Format nun einmal anders sein als für den Webauftritt
– Filter und Effekte
– Helligkeit und Kontrast
– Farbanpasung – und -korrektur
– Ausbessern und Retuschieren, ein altes Foto wieder ansehnlich machen, kein Problem
– Gesichts- und Beauty-Retusche – gelbe Zähne, rote Augen verschwinden lassen
– Freistellen
– Montage und Collage, sie wollen künstlerisch tätig werden, das Handwerkszeug gibt es hier
– Malen, färben und kolorieren
– Photoshop für Fotografen, was bringt mir RAW? , Makro und Tiefenschärfe und vieles mehr finden Sie in diesem Kapitel
– Text und Schrift, toll für meine Glückwunschkarten

Alleine die Vielfalt der Kapitel zeigt Ihnen schon, was dieses Buch bietet.
Sie wollen detailliert sehen was Sie erwartet und vielleicht auch in eine Leseprobe reinlesen. Das ist hier möglich.

Zum Buch gibt es Beispielfotos zum Üben und 1 Stunde Videos, die man downloaden kann.
Manchmal hilft es ja zu sehen wie etwas gemacht wird oder Sie sind der visuelle Typ.

Markus Wäger hat alles im Buch sehr detailliert erklärt, Bilder und Screenshots verdeutlichen das geschriebene Wort.
Ich bin sehr zufrieden mit dem Buch und werde noch viele Stunden damit verbringen mich einzuarbeiten in die Teilbereiche von Photoshop CC.

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Schmid, Baumeister Excel Basiswissen

Das Buch von Anja Schmid und Inge Baumeister ist ein Lernbuch.

Dieses Buch ist für Einsteiger in die Materie geschrieben.
Sie haben bislang nicht mit Excel gearbeitet, dann sind Sie hier richtig.
Der Untertitel des Buches lautet ja auch „Basiswissen“ und dem wird das Buch absolut gerecht.

Man kann das Buch quasi als Kurs betrachten und sich nach und nach durcharbeiten, dann hat man am Ende ein solides Word-Grundwissen.
Der Nutzer kann aus dem Internet Übungsdateien laden.

Ich arbeite schon lange mit Excel, aber auch ich habe noch Tipps entdeckt. Dinge, die ich bislang umständlicher gemacht habe und vor allem habe ich jetzt eine Liste mit Tastenkombinationen.

Unterteilt ist das Buch in mehrere Kapitel, die wiederum in gut portionierte Abschnitte unterteilt sind.

1. Die Excel – Arbeitsumgebung
2. Arbeitsmappen verwalten
3. Daten eingeben und ändern
4. Tabellen und Tabellenblätter bearbeiten
5. Zellen formatieren
6. Excel-Tabellen drucken
7. Berechnungen mit Formeln und Funktionen
8. Erweiterter Umgang mit Funktionen
9. Diagramme
10.Arbeiten mit umfangreichen Tabellen
11.Weiterführende Techniken

Auf der Titelseite des Buches steht „Leicht verständlich“, das ist das Buch wirklich.
Es ist sehr strukturiert aufgebaut und gut bebildert.
Meiner Meinung nach eignet sich dieses Buch zum selber lernen und auch als Skript für einen Einsteigerkurs.

Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten, bin aber in meiner Meinung völlig frei.

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Andreas Kieling : Im Bann der Bären

Eins vorweg, ich schätze Andreas Kieling und seine Arbeit sehr.
Das war für mich Anlass dieses Buch mit dem Untertitel „Mein Leben in Alaska“ zu lesen. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen.
Auf der Buchmesse in Frankfurt 2015 war Andreas Kieling zu Gast zum neuen Buch, zu sehen hier.

Bereits im Vorwort beschreibt Andreas Kieling warum er Alaska so liebt, ein Land in dem er 25 Jahre lang sehr häufig und lange war.

Alaska ist groß, der Autor hat es bereist von Nord nach Süd und von West nach Ost. Unter grossen Strapazen hat er alleine und teilweise auch mit seiner Familie, dieses Land erkundet. Die wunderbare Natur und die vor allem die Tierwelt hat Andreas Kieling beschrieben und fotografiert.

Das Buch ist eine Fundgrube für Naturliebhaber, für Tierliebhaber, für Alaskaliebhaber, für alle, die nach Alaska reisen wollen, denn dazu gibt es viele Tipps und auch für alle Menschen, die, so wie ich, einfach in wunderschönen, mitreißenden Erzählungen mit dazu passenden Fotos schwelgen möchten.

Da Alaska soviel bietet, hat der Autor das Buch in Kapitel unterteilt, die der geographischen Aufteilung folgen:
– Yukon River
– Denali – Nationalpark
– Glacier Bay
– Kanada – Hudson Bay
– Aleuten
– Aleuten II
– Brooks Range und North Slope
– Yukon River II
– Anhang : Leben und überleben in Alaskas Wildnis.

Andreas Kieling kannte Alaska 1991 nur aus Büchern, hauptäschlich von Jack London. Alaska das Land der Goldgräber, aber auch der Bären, der Berge, der Inuits.
Im Buch bringt uns der Autor dieses Land nahe. Aber nicht aus der Sicht des üblichen Touristen, sondern aus der Sicht eines Abenteurers und Naturfreundes, der er nun einmal ist. Kaum eine Strapaze war zu groß, kaum ein Risiko hat er ausgelassen.
Man kann den Autor begleiten auf seinen Reisen durch Alaska, man lernt viel über die Tiere, die dort leben. Bären, die ihn mal eben zum „Babysitter“ gemacht haben. Aber auch den Zwiespalt in der Familie lernt man kennen. Erik und Andreas die Abenteurer, die wohl am Liebsten umsiedeln würden nach Alaska, Birgit und Thore, denen die Wildnis nicht gerade ans Herz gewachsen ist.

Man lernt, dass Grizzlys Gummi mögen, Kuchen ist auch ok.

Das Buch ist reich an Fotos und da kommt ein Kritikpunkt von meiner Seite. Ich hätte tolle Aufnahmen erwartet. Von den Motiven her sind sie das auch. Aber leider sind einige Fotos technisch nicht so gut abgebildet. Häufiger findet man unscharfe Fotos, pixelige, auf alle Fälle denen die grosse Abbildung nicht gut tut. Das ist sehr schade.
Allerdings erklärt es sich dadurch, dass die Anfänge der Alaska-Zeit noch eher im Analogzeitalter lagen. Ja und digitalisierte Analogfotos sind nun mal qualitativ nicht gerade top.

Mein Fazit: wer Andreas Kieling auf seinen Reisen begleiten will, ist hier genau richtig. Wer nur tolle Fotos sehen will, wird enttäuscht sein. Mir gefallen aus technischen Aspekten heraus manche Fotos gar nicht, da bin ich vom Autor andere Qualität gewöhnt. Die Motive finde ich aber sehr schön.

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Petra Ramsauer : Die Dschihad Generation

Das Buch „Die Dschihad Generation“ mit dem Untertitel „Wie der apokalyptische Kult des Islamischen Staats Europa bedroht“ von Petra Ramsauer ist bei styria erschienen.
Es gibt auch einen Film der Autorin zu dem Thema Islamismus, Terrorismus, etc. im Nahen Osten.

Petra Ramsauer ist Politologin und Krisenreporterin. Sie berichtet aus den Krisengebieten im Nahen Osten.
Für dieses Buch hat sie bei den Anhängern islamistischer Milizen und bei Dschihadisten in Europa recherchiert.
Im Buch kommen neben ehemaligen Dschihadisten auch Angehörige von IS-Anhängern und jede Menge Fachleute zu Wort.

Die Autorin will mit dem Buch aufklären, warum junge Europäer, besonders aus Österreich und Deutschland zu IS – Anhängern werden oder zu Sympathisanten.

Zitate im Buch zeigen auf wie sehr Menschen gefangen sein können „Amedy verbot mir, ihm Videos vom Leben im Islamischen Staat zu zeigen. Sonst hätte er es vor Sehnsucht nicht mehr ausgehalten, und anstatt die Tat in Paris auszuüben, wäre er einfach losgefahren.“
Dieser Satz zeigt, dass die eigentliche Gefahr nicht darin besteht, dass Menschen in den IS gehen, sondern in ihrer Heimat im Sinne des IS tätig werden.

Auch hat die Autorin bei ihren Recherchen entdeckt, dass junge österreichische Männer, die vom IS begeistert sind mit diesem „Virus“ offensichtlich oft durch einen Besuch in einem von jungen Migranten frequentierten Sportclub befallen werden.

Die Ansprüche des IS macht ein Zitat von Abu Bakr al-Baghadi am ersten Jahrestag der „Wiederrichtung des Kalifats“ klar „Es gibt keine Entschuldigung für Muslime, nicht dem islamischen Staat beizutreten.“

Detailliert schildert die Autorin auch den Konflikt in Syrien rund um Assad.

Der Autorin ist es gelungen in diesem Buch sehr sachlich und gut recherchiert ein Bild zu zeichnen vom Dschihad und den Anhängern. Auch ein Bild davon, warum der IS soviel Zustrom aus Europa hat.
Sie liefert genug Hinweise darauf wie man dieser Bedrohung durch den IS Herr werden könnte und wo man ansetzen muss.

Petra Ramsauer erklärt das Phänomen des „Pop-Dschihadismus“.

Ein Buch das erschreckend ist durch notwendige Detailschilderungen und beeindruckend zugleich.

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Hans Jürgen Herber : Der lange Abschied

Dieses Buch trägt den Untertitel „Als meine Frau mit 40 an Alzheimer erkrankte“.
Meine Erwartungen an dieses Buch waren wohl falsch, sie wurden zumindest nur zum Teil erfüllt.
Aufgrund des Titels hätte ich ein Buch erwartet, in dem es um die junge Frau des Autors, die das grosse Schicksal trifft – Diagnose Alzheimer mit 40.

Dieses Buch erscheint mir aber als Selbsttherapie der Ehemanns der an Alzheimer erkrankten Yvonne Herber und Autors.
Alzheimer mit 40, eine Diagnose, die, die ganze Familie betrifft.

Das Buch beginnt nach einem Vorwort des Autors, das auf ein interessantes Buch hoffen lässt zum Thema Alzheimer, mit der Geschichte der frühen Lebensjahre des Autors. Ab Seite 32 geht es dann auch mal um seine Frau Yvonne, um Geldprobleme, etc. Ab Seite 52 geht es dann mit dem eigentlichen Thema los, der Alzheimer – Erkrankung von Yvonne.

Man hätte viel schreiben können als Autor über die Patientin.
Ich weiss genau wovon ich spreche, meine Mutter hatte Alzheimer. Ich kenne diesen Verfall eines Menschen mit allen Höhen und Tiefen, ich weiß wie sich Angehörige fühlen.
Klar ist, dass es auch um den Ehemann und den Sohn und alle anderen Menschen im Umfeld gehen muss in einem solchen Buch. Erwartet hätte ich als Hauptperson aber die Betroffene.
Die Hauptperson in diesem Buch ist aber der Ehemann.
Er arbeitet seine Gefühle, seine Befindlichkeiten in diesem Buch auf.
Jeder mag selber entscheiden wie er dazu steht, ich finde es befremdlich, dass er seine Geliebte ins Haus holt. Diese hilft zwar bei der Betreuung der Ehefrau mit als Freundin der Ehefrau, aber ich könnte mir das nicht vorstellen.

Klar es geht auch um die Ehefrau als Patientin mit allen Hoffnungen, Zeiten in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie, in der sie auch untergebracht wird, um der Familie Urlaub zu ermöglichen.
Aber hauptsächlich schreibt sich in meinen Augen der Mann der verstorbenen Frau seinen Frust der letzten Jahre, seine Ohnmacht mit der Erkrankung und seinem Leben von der Seele.
Ich vermisse die Empathie, die zu diesem Thema gehören müsste.

Mein Fazit zu diesem Buch: Wer ein Buch lesen möchte, in dem es um den Angehörigen einer früh an Alzheimer erkrankten Frau geht, lesen möchte, ist hier richtig. Wer, wie ich ein Buch erwartet, in dem es um die kranke Frau geht, wird enttäuscht sein.

ISBN : 978-3843606257

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Greiner , Padtberg-Kruse : Nenne drei Nadelbäume

Die Autorin Lena Greiner und Carola Padtberg-Kruse sind Redakteurin bei SPIEGEL-online.

SPIEGEL ONLINE hatte Lehrer aufgerufen die skurrilsten Fehler und Stilblüten, die sie so in ihrem Alltag entdeckt haben, zu schicken.
Fehler aus Prüfungen, Arbeiten und dem Unterricht im allgemeinen wurden zugesandt.
Die beiden Autorinnen haben die besten davon in diesem bei Ullsteinerschienen Buch zusammengefasst.

Und es gibt jede Menge zu lachen im Buch. Manchmal weiß man als Leser nicht, ob man lachen soll oder traurig sein soll.
Lachen ob der „Klöpse“, die sich Schüler so geleistet haben oder traurig sein über soviel Unwissen.
Zitat aus dem Buch dazu „Ihr Buch versammelt Hunderte Zitate aller Jahrgangsstufen und Fächer – ein unvergleichlich komisches Zeugnis deutscher Unbildung!“
Und genau das ist die Kehrseite der Medaille. Der Witz ist hier nicht wirklich Witz, sondern Unkenntnis, erschreckend.

Einige Stellen möchte ich hier zitieren.
Zu Faust I
„Gretchen verliert ihre guten jungfräulichen Eigenschaften, die sie anfangs von Goethe bekam.“
„Gretchen stellt die verkommene Unschuld in Person dar.“
„Gretchen wird zum Fraß der Gesellschaft.“
„Die Frau, die nur als Lustobjekt gilt, wird eingewickelt, um den männlichen Trieb zu befriedigen.“

andere Zitate
-„Frage : Wer schrieb das Drama „Kabale und Liebe“?
Antwort „Philipp Reclam jun.““

– „Maria Stuart ist am Ende die Gewinnerin, denn das ewige Leben im Himmel dauert länger als ihr Leben auf der Erde.“

– „Beuge das Wort „Hase.“
Antwort: Ich hase, du hast, er hast…“

– „Original: In South Africa, 12 % of the people carry HIV.
Übersetzung: In Südafrika bekommen 12 % der Leute Hartz IV.“

Ich schätze mehr Beispiele braucht es nicht, um zu zeigen in welchem Bildungsdilemma wir in diesem Land stehen.

ISBN : 978-3548375625

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Keßler, Rabsch, Mandíc . Erfolgreiche Websites

Die Autoren dieses 968 Seiten starken Werkes aus dem Rheinwerk-Verlag sind Profis in ihrem Bereich.

Esther Keßler (Düweke) ist Online Marketing Officer bei topbonus. Sie ist dort zuständig für die Online-Marketing-Kampagnen.
Stefan Rabsch ist bei ebay für die Suchmaschinenoptimierung, usw. der Profi.
Mirko Mandíc arbeitet bei der Agentur Yourposition in der Schweiz.

Die Themen des Buches sind das Alltagsgeschäft der Autoren.
Das merkt man als Leser. Es ist keine graue Theorie, die man lesen darf, sondern ein strukturiertes Heranführen an die Themen.
Aufgeteilt ist das Mammutwerk in
Grundlagen, Kundengewinnung und Marketing.

Man lernt dabei, dass man für jedwede Website, egal ob Homepage oder Blog eine Strategie braucht. Was ist online-PR? Wie bindet man Google Ad-Words ein? Was bringt mir SEO?
Von der Analyse bis zum Newsletter gibt es Tipps. Auch findet man aktuelle Links, genaue Anleitungen. Das Pro und Contra verschiedener Anbieter wird behandelt.
Von klaren Handlungsanweisungen bis hin zu Denksanstössen, dieses Buch bietet es.

Ich habe ja keine Homepage sondern blogge und ich konnte ganz viele Tipps mitnehmen. Das Buch ist nun mit vielen Markierungen und Fähnchen versehen und es wartet viel Arbeit auf mich.
Aber es macht Spaß mit dem Buch zu arbeiten.

Arbeiten ist das Stichwort. Für mein Empfinden macht es Sinn das Buch einmal zu lesen und dann gezielt damit zu arbeiten. Ab an den PC und die Dinge, die man sich markiert hat, abarbeiten.

Das Buch eignet sich auch hervorragend jederzeit als Nachschlagewerk. Durch die klare Struktur findet man mit Hilfe des Inhaltsverzeichnisses und des Registers schnell was man sucht.

Auch, wenn man der Umfang des Buches zuerst erschreckt hat, bin ich nun froh, dass ich es habe.

Mein Fazit: ein sehr hilfreiches Buch für alle, die eine Website , egal ob Homepage oder ein Blog haben oder erstellen wollen. Es liest sich gut, keine trockene Theorie und viele Abbildungen ergänzen den Text.

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Günter Ogger : Die Diktatur der Moral

Günter Ogger ist Wirtschaftsjournalist und Schriftsteller.

Sein neues Buch handelt von der „Diktatur der Moral“. Der Untertitel „Wie „das Gute“ unsere Gesellschaft blockiert“ verrät schon um was es geht.
Die Moral steht uns halt oft im Weg.
Schon im Vorwort zieht der Autor Vergleiche von der heutigen Zeit zu vergangenen „Der Shitstorm ersetzt das Femegericht im Mittelalter. Und wie damals werden Kreuzzüge geführt gegen Modemarken, die ihre Klamotten in Billiglohnländern nähen lassen…..“

Er führt vor deutlich vor Augen wie weit wir mit der oft übertriebenen Moral gekommen sind, was man dadurch verliert.

Ein Beispiel, das Günter Ogger anführt ist die Tatsache, dass Otto Beisheim 2005 dem Gymnasium eine sehr großzügige Spende zukommen lassen wollte, dafür sollte das Gymnasium seinen Namen trage.
Diese Spende in Höhe von 10 Mill. Euro kam nie zustande. Beisheim war in jungen Jahren (bei Kriegsende war er 21), Mitglied der Waffen-SS. Das führte dazu, dass die Schulgemeinschaft eine genaue Darlegung des potenziellen Spenders forderte was er genau bei der Waffen-SS gemacht habe.
Die Folge, Beisheim zog das Angebot zurück, der Schule kamen die 10 Mill. Euro nicht zugute.
Da fragt man sich schon, ob das verhältnismässig ist. Was hätte eine Schule alles mit dieser Summe für die Schüler erreichen können.

Ebenso endlose Diskussion über Themen wie den Sarotti-Mohr, der jetzt weiß ist. Den Mohrenkopf, den man in Deutschland besser so nicht nennt. Ich war gerade in Basel auf einem Kongress, da gab es Mohrenköpfe und ich schreibe das, weil es als Name drauf stand. Und, wenn man dann Menschen anderer Hautfarbe fragt, ob sie die Bezeichnung stört, erntet man nicht selten nur Lacher.

Und ich bin gerne Fußgänger, muss nicht Fußgängerin sein, haben die Gender-Vertreter keine anderen Probleme als Ampelmännchen, etc.

Ogger nimmt auch ganz zu Recht das Thema Wulff, dass von einem Zeitungsredakteur hoch gekocht wurde, unter die Lupe.
Zur Anklage hat es nicht gereicht, ausser in einem Fall. Aber vorverutreilt war Christian Wulff ja schon.
Das die ganze rechtliche Aufklärung über 2 Mill. Euro gekostet hat, interessiert niemanden.

Der Hype um die vegane Küche oder vegetarische Kost ist ungebremst, meist aus moralischen Gründen. Aber der ökologische Schden durch die Sojagewinnung zählt da nicht. In Brasilien sind über 1 Mill. Hektar Regenwald abgeholzt worden.

Noch so ein Beispiel des Autors ist die moderne Überwachungstechnik. Sie zahlen noch mit Bargeld, geht gar nicht, man kann ja ihr Profil nicht ständig nachvollziehen. Ich schalte das Handy, wenn ich nicht beruflich unterwegs meist aus. Ich bin nicht zu orten.

Doppelte Moral in der Politik, Wowereit tritt lange nicht zurück, obwohl er maßgeblich am Debakel über den Berliner Flughafen beteiligt war.
Man misst mit zweierlei Maß.

Günter Ogger legt in ganz vielen Bereichen unseres Lebens den Finger in die Wunde.
Exakte Recherche und Belege, das ist die Grundlage für dieses Buch.

Nach dem Lesen sieht man noch klarer wo Geld verschwendet wird, wie die Heuchelei unser Leben und den Staat beeinflussen.
Wie Medien manipulieren. Welche Macht hat die Moral heute??? Das ist die zentrale Frage des Buches und die Auswirkungen dieser Macht.
Ich kann das Buch nur empfehlen.

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