Mark Robertz : Deutschlands Landschaften fotografieren

Mark Robertz ist Landschaftsfotograf.
Auf seiner Homepage kann man tolle Fotos entdecken.
Nun hat dieses sehens- und lesenswerte Buch „Deutschlands Landschaften fotografieren“ geschrieben.
Es trägt den Untertitel „Vom Wattenmeer über das Elbsandsteingebirge bis zum Berchtesgardener Land“.

Mark Robertz hat es in diesem Buch geschafft zwei Dinge zu vereinen. Er bringt dem Leser die deutschen Nationalparks nahe in ihrer ganzen Schönheit.
Und ganz ehrlich wieviele Fotografen reisen rund um die Welt, um tolle Landschaften zu entdecken und kennen die deutschen Nationalparks nicht.
So frei nach dem Motto „Sieh das Gute liegt so nah“ lohnt es sich auf Entdeckungsreise zu gehen quer durch deutsche Landschaften.
An den Beispielen aus den deutschen Nationalparks lässt uns Mark Robertz teilhaben an seinem grossen Erfahrungsschatz.

Die Tipps von Mark Robertz sind vielfältig. Um mal Beispiele zu nennen, es gibt blau hinterlegte Kästchen mit speziellen Tipps, wie z.B. was man machen sollte, damit am Strand kein Flugsand beim Wechseln des Objektives ins Gehäuse kommt. Aber auch Tipps zum Einsatz von Filtern, etc. gibt es. Dies zieht sich durch das ganze Buch.

Bei jedem Foto findet man die Brennweite, die Belichtungszeit, ISO, WB, welcher Filter, wenn einer verwendet wurde.
So hat man schon mal das erste Rüstzeug.
Im Verlaufe des Buches, ich habe einmal komplett gelesen und werde mir dann nach und nach, je nach Situation, wieder einzelne Dinge vornehmen, bekommt man sehr viele hilfreiche Tipps.
Auch URLs zu weiterführenden Informationen sind dabei.

Um es an einem Beispiel zu vertiefen. Mark Robertz gibt den Tipp einer Kutschenfahrt im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
Dabei findet man im Text sogar Hinweise zur Sitzwahl auf der Kutsche, um die optimale Position für tolle Fotos zu haben.

Ich hoffe an diesen Beispielen kann man erkennen, dass der Autor nicht nur technische Hinweise parat hat, die man in vielen Büchern findet, sondern quasi den Leser an der Location an die Hand nimmt und ihm Hilfestellung gibt.

Da ich in einigen Nationalparks schon war und auch fotografiert habe und mir der Nationalpark Eifel besonders vertraut ist, kann ich nur sagen, Mark Robertz hat sich die Locations intensiv angeschaut und gut ausgesucht.
Der Kermeter ist immer eine Tour wert, mein persönlicher Tipp.

Man kann sich auch, um einen ersten Eindruck zu bekommen, wie der Fotograf arbeitet, einen Podcast anschauen.
Eine Leseprobe des Buches und das Inhaltsverzeichnis sind hier zu finden.

Und eins darf ich nicht vergessen, die Fotos sind alle sehenswert. Die Stimmung ist toll eingefangen, man will einfach nur los.

Mein Fazit: wer ein Buch sucht, das ihm die wundervollen Nationalparks Deutschlands nahebringt und gleichzeitig jede Menge Tipps für die Landschaftsfotografie parat hat, der ist hier richtig.

Quelle: Rheinwerk-Verlag

Quelle: Rheinwerk-Verlag

ISBN: 9783836241670
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Nill, Pröhl, Ziegler : Siegertypen

Das Buch „Siegertypen“ mit dem Untertitel „Überlebensstrategien der Greifvögel“ wurde von Dietmar Nill, Torsten Pröhl und Bernhard Ziegler zusammen herausgegeben.

Dietmar Nill ist Naturfotograf und -filmer. Für Naturfans lohnt ein Blick auf seine Homepage.
Torsten Pröhl beschäftigt sich schon lange mit Biologie und ist ebenfalls Naturfotograf. Auch betreibt er eine Auffangstation für verletzte Greifvögel und Eulen.
Bernhard Ziegler ist Biologe und Umweltpädagoge. Er arbeitet im Umweltbildungszentrum Listhof in Reutlingen. Seine Artikel erscheinen regelmäßig in Zeitschriften und Magazinen.

Dietmar Nill und Bernhard Ziegler haben bereits 2013 das wunderbare Buch „Tiere der Nacht“ geschrieben. Das Buch habe ich verschlungen, nun habe ich auf das neue Buch  gespannt erwartet.

Wenn man das Buch aufschlägt, erwartet einen gleich zu Anfang ein stimmunsgvolles Foto.

In den Kapiteln „Greifvögel“ und „Strategien und Perspektiven“ geht es allgemein über die Greifvögel.  Die Autoren erklären was das Buch bewirken soll.
„Siegertypen“ „..soll einen Beitrag dazu leisten, dass die Bestände unserer Greifvögel stabil bleiben oder sogar noch wachsen..“
Und wahrlich, wer dieses Buch gelesen hat und dann nicht Feuer und Flamme für diese wundervollen Tiere ist, den kann ich nicht verstehen.

Den grössten Teil des Buches nehmen dann die Vorstellungen der einzelnen Greifvögel ein.
Unterteilt haben die Autoren diese in die Kapitel:
– Segelflieger und Flugkünstler mit Rotmilan, Schwarzmilan, Rohrweihe, Kornweihe & Wiesenweihe
– Pfeilschnelle Jäger – wenige Jäger mit Wanderfalke, Baumfalke, Sperber und Habicht
– Brudermörder – Schreiadler
– Nahrungsspezialisten mit Seeadler, Fischadler, Bartgeier und Wespenbussard.

Es schliesst sich an die Kapitel an „den Greifvögeln ganz nah – ein Blick hinter die Kulissen“.

Es ist faszinierend die wundervollen Fotos zu betrachten. Im Text erfährt man jede Menge über die Greifvögel. Sie sind echte Siegertypen.
Man beobachtet ja schon mal Greifvögel, wenn man unterwegs ist. Und ich habe mich oft gefragt wie schnell die eigentlich sind, wenn sie auf eine Beute losstürzen.
Nun weiß ich, dass der Wanderfalke im Sturzflug eine Geschwindigkeit bis zu 300 km/h erreichen kann. Die Autoren erläutern auch gleich wie er jagt.
300 km/h Sturzflug birgt ja auch eine Verletzungsgefahr beim Aufprall. Aber auch da hat die Natur vorgesorgt.

Auch wusste ich nicht, dass ein Baumfalke gar kein Nest baut. Er nimmt einfach verlassene Nester von z.B. Krähe oder Elster.

Die Autoren haben sehr viel Hintergrundwissen und bringen uns Lesern auch Dinge  nahe wie man z.B. Seeadlerpopulationen am Aussterben hindert. Normalerweise würde Seeadler nur eins seiner Nachkommen hüten und aufziehen. Das macht man sich zunutze, indem man das 2. quasi „Backup-Ei“ nutzt, um ein weiteres Küken aufzuziehen.

Das Buch fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite. Geballte Information, kurz und allgemeinverständlich, begleitet von faszinierenden Fotos, bringen dem Leser die Siegertypen nahe.
Ich finde auch den Blick hinter die Kulissen sehr gut. Er zeigt wieviel Mühe und Arbeit es macht ein solches Buch zu erstellen. Das Engagement der Autoren für diese Tierart wird auch deutlich. Hut ab was Sie alles auf sich nehmen.

Und als „Bonbon“ gibt es eine App über die man Filme zu den einzelnen Arten anschauen kann. Toller Zusatznutzen, die Filme sind so toll.

Quelle:Kosmos

Quelle:Kosmos

ISBN: 978-3-440-14670-5
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Peter Wohlleben : Das Seelenleben der Tiere

Peter Wohlleben ist Förster in der Eifel, genauer in Hümmel im Kreis Adenau.
Viel habe ich über sein erstes Buch „Das geheime Leben der Bäume“ gehört, gelesen habe ich es noch nicht. Das werde ich aber nach der Lektüre des neuen Buches von Peter Wohlleben definitiv nachholen.

Peter Wohlleben ist durch seinen Beruf als Förster mit der Natur, egal ob Flora oder Tierwelt, bestens vertraut.
Daneben kann der Autor auch Haustiere, wie Hund und Pferd beobachten. Ebenso hat Wohlleben die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Tier und Seele, einfliessen lassen.

Jeder der ein Tier hat, weiß, dass Tiere ein Seelenleben haben. Bei unseren Vierbeinern kann man sehr genau den Zustand der seelischen Verfassung ablesen.

Wohlleben berichtet auch von Schleimpilzen, halt werden Sie vielleicht jetzt denken, die ist im falschen Buch. Das dachte ich auch zuerst, dann habe ich die Erklärung von Peter Wohlleben gelesen.
Die Wissenschaft rückt die Pilze nun eher Richtung Tiere und weg von den Pflanzen.
So gibt es einen Schleimpilz (Physarum polycephalum), der Haferflocken mag. Ja und die würde eine Pflanze wohl eher nicht verspeisen.
Und eben dieser Schleimpilz schafft es in einem Labyrinth den Ausgang zu finden, an dem Haferflocken liegen. Er braucht zwar lange, aber er kann sich orientieren, faszinierend.

Aber zurück den Tieren, das Tiere eine Seele haben und unterschiedlich „ticken“ kann jeder feststellen, der mehrere Tiere einer Art hat.
Unsere Hunde sind Halbgeschwister und unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Es trifft dabei ein Sensibelchen mit Sturkopf auf einen schnell zu beeindruckenden eher aufgeregten Hund.
Aber in vielen Dingen sind sie sich einig.

Und, um beim Hundebeispiel zu bleiben, Peter Wohllebens hat auch mutig ein Reh und einen Hirsch verjagt. Ja und dann greift das Hirschkalb an. Das ist Mut, die Mutter ist weggelaufen, die hätte ja ihr Kind verteidigen müssen.
Ein anderes Beispiel des Autors ist die Krähe, die jeden Morgen an der Pferdeweide wartet.
Tauben können in einer Studie 725 verschiedene Darstellungen unterscheiden.
Können Tiere denken, am Ende noch logisch denken?
Schweine kann man antrainieren auf ihren dreisilbigen Namen zu reagieren. Das ist doch kein Reflex.

Und Mitgefühl gibt es allemal bei Tieren. Hundehalter können das sicher bestätigen. Es geht einem schlecht und der Hund leidet mit. Man schimpft mit ihm und er geht „in Sack und Asche“.
Die Liste ließe sich erweitern.

Peter Wohlleben hat es verstanden ein Buch zu schreiben, das man kaum aus der Hand legen kann.
Ein Buch, das faszinierend und lehrreich zugleich ist. Peter Wohlleben lässt den Leser ganz tief eintauchen in die heimische Tierwelt.
Er bringt uns die Verhaltensweisen der Tiere in unserer Umgebung nahe, egal ob Haus- oder Wildtier. Wir lernen den bewussten als auch den emotionalen Anteil des Tierlebens kennen.
Ich werde jetzt die Krähen mit ganz anderen Augen sehen, nicht mehr nur als den Schreihals auf der Wiese.

Faszinierend.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Natur im Allgemeinen, für Tiere und unsere faszinierende Umwelt interessiert.

Quelle: Randomhouse

Quelle: Randomhouse

ISBN: 9783453280823
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Gerth, Zopfi : Faszination Bergwiesen

Das Buch „Faszination Bergwiesen“ ist im AS-Verlag erschienen. Diesen Schweizer Verlag kannte ich bislang gar nicht.
Ein Blick auf die Homepage des Verlages lohnt sich, wenn man Berge mag und/oder tolle Bildbände.

Roland Gerth und Emil Zopfi haben dieses sehens- und lesenswerte Buch erstellt.
Roland Gerth ist für die Fotos verantwortlich, Emil Zopfi für den Text, zumindest vorrangig.
Beide lieben die Schweizer Berge und das merkt man auf jeder Seite des Buches.

Das Vorwort zum Buch hat der Zentralsekretär von Pro Natura geschrieben, Dr.Urs Leugger-Eggiman.
Es ist ein Appell daran zu denken was Bergwiesen und Natur überhaupt bedeutet, wie gefährdet diese wunderbare Landschaft ist.

Den Autoren ist es gelungen im Buch sowohl durch Fotos wie auch durch den hervorragenden Text, zu zeigen wie wundervoll die Bergwiesen sind.
Ein Teil der Natur, den man einfach erhalten muss.
Emil Zopfi beschreibt zunächst einmal was „das farbenprächtige Kleid der Alpen“ überhaupt ist.
Herrlich zu lesen wie es in seiner Kindheit war, wenn es ins Heu ging, ins Wildheu.
Er verdeutlicht uns Lesern was die Bergwiesen sind, egal ob nun Lebensgrundlage, Naturapotheke, Heilkraft, usw.
Was bedeutet Biodervisität? Nicht jeder wird sich bislang Gedanken darüber gemacht haben.

Nach diesen grundlegenden Ausführungen geht es ab in die Natur.
Aufgeteilt ist das Buch in Kapitel, entsprechend der regionalen Gegebenheiten:
– Ostschweiz
– Graubünden
– Zentralschweiz und Tessin
– Bern und Freiburg
– Wallis und Waadt und
– Jura.
Im Inhaltsverzeichnis kann man sich anhand der Seitenzahlen genau orientieren wo man was findet. Die Orte sind einzeln aufgeführt unter den Kapitelüberschriften.

Wundervolle Fotos mit kurzen, sehr informativen Erläuterungen lassen uns Leser quer durch die Welt der Bergwiesen machen.
Diese unberührte Natur muss man einfach lieben, wenn man sich noch Gefühl für die wunderbare Landschaft bewahrt hat.
Es gibt Bücher, die kann ich nicht weglegen bis ich sie komplett gelesen habe, dieses gehört dazu.

Ich kann das Buch nur empfehlen für alle, die Natur lieben, Fotoliebhaber und jeden, der sich zum Thema informieren will.

Quelle: AS-Verlag

Quelle: AS-Verlag

ISBN 978-3-906055-42-8
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Spohn : Bäume und ihre Bewohner

Margot und Roland Spohn sind Biologen und Autoren.
Sie haben schon eine ganze Reihe Naturführer geschrieben.

„Bäume und ihre Bewohner“ trägt den Untertitel „Der Naturführer zum reichen Leben an Bäumen und Sträuchern“.
Die Autoren haben mit viel Sachkenntnis und gleichzeitig gut verständlich das Leben an Bäumen und Sträuchern beschrieben und auch liebevoll mit tollen Fotos versehen.
Ich wusste gar nicht wie viele Bewohner Bäume haben.
Alle findet man im Buch wieder : Vögel, Säugetiere, Käfer, Schmetterlinge, Wanzen, Zikaden, Pflanzenläuse, Hautflügler, Fliegen und Mücken, Webspinnen und Weberknechte, Milben, Pilze, Flechten, Moose, Mikroorganismen, usw.

Es gibt viel zu entdecken.
Die Autoren geben Beobachtungstipps für die unterschiedlichen Lebensräume, von Gehölz über Wurzel, Blätter, Blüten, Früchte, Samen, Gallen, Rinde, Holz, Tunnel, etc.
Mir war nicht klar wie unterschiedlich diese Lebensräume und damit die Bewohner sind.

Als Leser erhält man Informationen über Gehölze und ihre Eigenarten, über die Art der Bewohner, was kommt wo vor, wie sieht es aus, aber auch Antwort auf Fragen wie „Wie kommt der Wurm in den Apfel?“.

Ein sehr lesenswertes Buch, das einen von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert.
Geeignet ist es für alle Altersstufen, solange man sich den Sinn für unsere Umwelt und die wundervolle Natur noch behalten hat.

ISBN :9783258079509

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Andreas Kieling : Im Bann der Bären

Eins vorweg, ich schätze Andreas Kieling und seine Arbeit sehr.
Das war für mich Anlass dieses Buch mit dem Untertitel „Mein Leben in Alaska“ zu lesen. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen.
Auf der Buchmesse in Frankfurt 2015 war Andreas Kieling zu Gast zum neuen Buch, zu sehen hier.

Bereits im Vorwort beschreibt Andreas Kieling warum er Alaska so liebt, ein Land in dem er 25 Jahre lang sehr häufig und lange war.

Alaska ist groß, der Autor hat es bereist von Nord nach Süd und von West nach Ost. Unter grossen Strapazen hat er alleine und teilweise auch mit seiner Familie, dieses Land erkundet. Die wunderbare Natur und die vor allem die Tierwelt hat Andreas Kieling beschrieben und fotografiert.

Das Buch ist eine Fundgrube für Naturliebhaber, für Tierliebhaber, für Alaskaliebhaber, für alle, die nach Alaska reisen wollen, denn dazu gibt es viele Tipps und auch für alle Menschen, die, so wie ich, einfach in wunderschönen, mitreißenden Erzählungen mit dazu passenden Fotos schwelgen möchten.

Da Alaska soviel bietet, hat der Autor das Buch in Kapitel unterteilt, die der geographischen Aufteilung folgen:
– Yukon River
– Denali – Nationalpark
– Glacier Bay
– Kanada – Hudson Bay
– Aleuten
– Aleuten II
– Brooks Range und North Slope
– Yukon River II
– Anhang : Leben und überleben in Alaskas Wildnis.

Andreas Kieling kannte Alaska 1991 nur aus Büchern, hauptäschlich von Jack London. Alaska das Land der Goldgräber, aber auch der Bären, der Berge, der Inuits.
Im Buch bringt uns der Autor dieses Land nahe. Aber nicht aus der Sicht des üblichen Touristen, sondern aus der Sicht eines Abenteurers und Naturfreundes, der er nun einmal ist. Kaum eine Strapaze war zu groß, kaum ein Risiko hat er ausgelassen.
Man kann den Autor begleiten auf seinen Reisen durch Alaska, man lernt viel über die Tiere, die dort leben. Bären, die ihn mal eben zum „Babysitter“ gemacht haben. Aber auch den Zwiespalt in der Familie lernt man kennen. Erik und Andreas die Abenteurer, die wohl am Liebsten umsiedeln würden nach Alaska, Birgit und Thore, denen die Wildnis nicht gerade ans Herz gewachsen ist.

Man lernt, dass Grizzlys Gummi mögen, Kuchen ist auch ok.

Das Buch ist reich an Fotos und da kommt ein Kritikpunkt von meiner Seite. Ich hätte tolle Aufnahmen erwartet. Von den Motiven her sind sie das auch. Aber leider sind einige Fotos technisch nicht so gut abgebildet. Häufiger findet man unscharfe Fotos, pixelige, auf alle Fälle denen die grosse Abbildung nicht gut tut. Das ist sehr schade.
Allerdings erklärt es sich dadurch, dass die Anfänge der Alaska-Zeit noch eher im Analogzeitalter lagen. Ja und digitalisierte Analogfotos sind nun mal qualitativ nicht gerade top.

Mein Fazit: wer Andreas Kieling auf seinen Reisen begleiten will, ist hier genau richtig. Wer nur tolle Fotos sehen will, wird enttäuscht sein. Mir gefallen aus technischen Aspekten heraus manche Fotos gar nicht, da bin ich vom Autor andere Qualität gewöhnt. Die Motive finde ich aber sehr schön.

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Elli H.Radinger/ Günther Bloch : Der Wolf ist zurück

Die beiden Autoren Elli H.Radinger und Günther Bloch sind Wolfsexperten und zwar nicht selbst ernannte, sondern sie sind es wirklich.

Elli H.Radinger ist Fachjournalistin und Autorin. Ihre Schwerpunkte sind die Wölfe und auch Hunde. Nach Gehegestudien in den USA beobachtet Elli H.Radinger seit 1995 Wölfe im Yellowstone-Nationalpark. Wenn es ihre Zeit zulässt beobachtet sie auch im kanadischen Banff-Nationalpark gemeinsam mit Günther Bloch dort die Wölfe.

Günther Bloch leitet bis heute die Bow Valley Wolf Behavior Observation Study, die Langzeitverhaltenbeoachtungen an Rocky Mountain Timberwölfen macht. Bloch lebt auch am Rande der Rocky Mountains.

Beide Autoren machen seit 25 Jahren Freilandbeobachtungen und sind auch lebenden Wölfen in vielen Situationen begegnet.

Die Wölfe halten auch in Deutschland Einzug zum Glück.
Das Buch trägt den Untertitel „Was mache ich wenn…?“ Haben wir uns schon mal die Frage gestellt was dann zu tuen ist.
Es ranken sich so viele Mythen rund um den Wolf. Zum einen wird er verklärt dargestellt, zum anderen verteufelt.
Beides entspricht nicht der Realität. Wenn dieses wundervolle Tier dann plötzlich vor einem steht, weiß man eben nicht was man machen soll. Rein intuitives Handeln ist sicher nicht immer erfolgversprechend.

Die Autoren räumen auf mit Legenden rund um den Wolf und sein Verhalten. Es gibt weder den bösen Wolf, den wir aus den Märchen kennen, noch ist er ein Kuscheltier.
Fakt ist ganz sicher, der Wolf will dem Menschen nichts tuen, wenn der Mensch sich richtig verhält.

Die Autoren schaffen es auf 63 Seiten kompakt die wichtigsten Informationen dem Leser zu vermitteln.
Man lernt die rechtlichen Grundlagen genauso kennen, wir konkrete Verhaltenstipps. Egal, ob man nun Fotograf ist und einen Wolf entdeckt hat oder Mantrailer und mit dem Hund auf einen Wolf trifft.
Ob man ihm begegnet in der Umgebung seines Hauses oder im Wald, Elli H.Radinger und Günther Bloch haben Tipps parat wie man sich verhalten soll und zwar zum Schutze des Menschen genauso wie zum Schutze des Wolfes.

Das Buch dient der Aufklärung zum Thema „Wolf“ und beinhaltet neben Stellungnahmen der Autoren zum Wolf und seinem Verhalten genauso wie zu dem was selbst ernannte Wolfsexperten verbreiten, auch ganz konkrete zu Alltagsfragen, die den beiden gestellt wurden.
Auch findet man, wenn man sich weiter informieren möchte, Quellenangaben, Links für weitere Infos und auch Adressen wo man spezielle Zäune zur Wolfsabwehr beziehen kann.

Mein Fazit: dieses Buch sollte Pflichtlektüre werden für alle Verantwortlichen in den Gemeinden, für Jäger, Hundehalter, Bewohner von Gegenden, in denen es weder Wölfe gibt, Politiker, die meinen sie wüssten etwas zu dem Thema und ansonsten ist es für jeden geeignet, der sich ganz objektiv zum Thema informieren möchte.

Die beiden Autoren und viele weitere Informationen zu ihrer Arbeit findet man unter

Elli H.Radinger

Günther H.Bloch

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Seggewiße/Wymann : Schmetterlinge entdecken, beobachten, bestimmen

Edelgard Seggewiße ist Autorin und Naturbeobachterin und begeistert sich seit vielen Jahren für Schmetterlinge. Hans-Peter Wymann ist Lehrer, wissenschaftlicher Zeichner und illustriert Schmetterlinge.

Die beiden Autoren haben ein Buch geschrieben zu den 160 häufigsten tagaktiven Schmetterlingsarten Mitteleuropas.

Nach einer allgemeinen Einführung ins Thema und einem ausführlichen Inhaltsverzeichnis geht es an den Bestimmungsteil.
160 Schmetterlinge werden in detaillierten Porträts vorgestellt.
Oft geschieht dies mit Zeichnung und Foto, ab und an auch nur mit einem von beiden.
Man findet den gebräuchlichen Namen genauso wie die lateinische Bezeichnung.
Vorkommen, Falter, Raupe, Flugzeit, teilweise Nahrung, und Merkmale,usw. werden exakt beschrieben, sodass man Schmetterlinge, die man sieht und selten kennt, nun endlich einordnen kann.

Oft sehe ich unterwegs Schmetterlinge und habe so gar keine Ahnung welcher das ist, das Buch hilft nun bei der Bestimmung.
Aber das Buch, naja schön und gut, es ist wirklich hervorragend gemacht, aber habe ich das immer mit? Na klar nicht, aber auch hier gibt es Hilfe. Zum Buch gibt es eine Smartphone-App. Die Bestimmung ist also auch unterwegs möglich.

Mein Fazit: ein sehr gutes Buch zum Thema Schmetterlinge, das es dem Leser ermöglicht diese genau zu bestimmen. Es ist für Naturbegeisterte genauso geeignet wie für Familien oder auch Fotografen, die immer mal wieder Schmetterlinge fotografieren und diese dann nicht zuordnen können.

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Dreyer : Der Kosmos-Waldführer

Der Kosmos-Waldführer bietet wieder einmal bewährte Kosmos-Qualität im Bereich der Naturführer.

Von Flechten über Moose, Bäume. Blütenpflanzen, Gräser und vieles mehr spannt sich der Bogen im Pflanzenreich.
Im Tierreich werden uns Lesern die Säugetiere genauso fundiert nahe gebracht wie die Insekten, Spinnen, Schnecken usw.
Angeordnet sind die einzelnen Arten nach ihrer Verwandschaft.

Der Waldführer enthält auch viele allgemeine Informationen zum Thema Wald. Wir lernen den Wald des 21.Jahrhunderts kennen, berühmte europäische Wälder, Ökologie und Klimaveränderungen werden auch nicht ausser Acht gelassen.

Im Bestimmungsteil geht es dann an die einzelne Pflanze, das einzelne Tier.
Jede vorgestellte Pflanzen- oder Tierart wird vorgestellt mit einem Foto, sodass man sie bei einem Waldspaziergang auch zuordnen kann. Es folgt der Name in Deutsch, der botanische Name, die Gattung, die exakte Beschreibung des Aussehens, das Vorkommen und Erläuterungen

Der Waldführer hat eine abwaschbaren Einband, wichtig, wenn man ihn mit „Waldfingern“ angefasst hat. Er hat ein rucksacktaugliches Format und ist sehr übersichtlich durch Farbmarkierungen unterteilt.
Ich kann den Kosmos Waldführern nur empfehlen. Ist geeignet für jeden, der an der ihn umgebenden Natur interessiert ist und auch besonders für Familien mit Kindern. Man kann dann endlich die übliche Frage „Was ist das?“ beantworten.

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Ineichen, Klausnitzer, Ruckstruhl : Stadtfauna

Das Buch ist sehr gut gemacht.

Es hat einen abwischbaren Einband, was ich sehr hilfreich finde, wenn man es unterwegs mit hatte.

Man findet 600 Tierarten, die sich in Städten aufhalten.
Mit so vielen hätte ich nicht gerechnet.

Neben allgemeinen Informationen zum Thema, findet man die einzelnen Arten und dazu jeweils einzelne in einer Art Porträt mit Foto mit Beschreibung und Foto vorgestellt.

Die Gruppen, die vorgestellt werden, sind:
– Schwämme, Moostierchen, Nesseltiere, Würmer und Bärtierchen
– Weichtiere
– Krebstiere
– Spinnentiere
– Tausendfüßer
– Insekten
– Fische
– Amphibien
– Reptilien
– Vögel
– Säugetiere.

Klar kennt man Maulwurf und Ohrwurm, aber die weiße Fliege als Beispiel, war mir nicht bekannt.

Ich habe bewusst das Buch mit in den Wald, ins Feld mit auf Spaziergänge genommen und ganz viele neue Tiere entdeckt, die unser Leben begleiten.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich für das Thema interessieren.

Ineichen, Stefan (Hrsg.) / Ruckstuhl, Max (Hrsg.) / Klausnitzer, Bernhard (Hrsg.)
Stadtfauna

600 Tierarten unserer Städte
ISBN: 978-3-258-07723-9

1. Auflage 2012
434 Seiten, über 650 Farbfotos, 8 Tabellen
kartoniert, 13,8 x 21 cm, 762 g
Haupt Verlag
CHF 18.90 (UVP) / EUR 14.99 (D) / EUR 15.50 (A)

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