Kieling,Schönberger: Sehnsucht Wald

„Sehnsucht Wald – Geheimnisvolle Lebensräume in Deutschland“ ist ein Gemeinschaftswerk von Andreas Kieling und Kilian Schönberger.

Andreas Kieling ist sicher fast jedem Naturliebhaber bekannt sein. Er ist seit 1990 als Naturfotograf und Dokumentarfilmer in der ganzen Welt unterwegs.
Obwohl er viel rumgekommen ist, hat er sich ein Herz für die Schönheit der deutschen Natur bewahrt.

Kilian Schönberger ist Diplom-Geograf und arbeitet als Architektur- und Landschaftsfotograf. Er hat einen Teil der Bilder beigesteuert.

Bereits im Vorwort erklärt Andreas Kieling woher die Liebe zum Wald kommt: „Im Wald finde ich die Erinnerungen die Empfindungen meiner Kindheit wieder. Vom Wald habe ich viel gelernt, er hat mich geprägt, und bis heute zieht er mich in seinen Bann.“
Kilian Schönberger vergleicht in seinem Vorwort den Wald mit einem Zauberreich.

Die Faszination, die der Wald auf die beiden  Autoren ausübt, spürt man im ganzen Buch.

Unterteilt ist das Buch in 10 Kapitel, die sich zum einen an den 4 Jahreszeiten orientieren, dazu kommen noch die Rubriken Bergwälder, Bayerischer Wald, Rothaargebirge, Norddeutsche Wälder, Mein Lieblingsbaum und Holunderkücherl.

Wundervolle Landschafts- und Tierfotos haben mich beim Betrachten und Lesen des Buches ständig schwärmen lassen.
Man erfährt als Leser auch sehr viel Interessantes.
Mich hat erstaunt, dass man bei den Murmeltieren an den Pfiffen quasi hören kann was los ist. Von Andreas Kieling habe ich gelernt, dass ein Doppelpfiff heißt „Ein Feind kommt auf 4 Pfoten“ und ein einzelner Pfiff „Feind lauert in der Luft“.
Egal ob die Situation des Problembären Bruno, eine Buche am Ende ihrer Lebensphase, passende Gedichte zu Fotos, die Gewohnheiten von Wildkatzen und ihrem Nachwuchs, der Lieblingsbaum von Andreas Kieling in der Colbitz-Letzlinger Heide oder das Rezept für Holunderkücherl, dieses Buch rund um den Wald in Deutschland bietet für jeden Naturliebhaber etwas.

Waldbewohner lernen wir Leser intensiv kennen, egal ob nun Tiere oder Pflanzen und Bäume.
Man kann eintauchen in wundervolle Landschaften.

Obwohl ich den Niederrhein gut kenne, auch die Gegend um Erkelenz, so kannte ich die Hasenglöckchen noch nicht.
Die wilden Narzissen im Hohen Venn sind wundervoll eingefangen. Jeder kann Neues entdecken bei der Vielfalt, die das Buch bietet.

Der Bayerische Wald wäre schon ein eigenes Buch wert, aber das Kapitel bietet schon viele Einblicke auch in das Wildfreigehege.

Andreas Kieling und Kilian Schönberger ist es gelungen ein Buch zu erstellen, das sehens- und lesenswert ist.
Ich kann es nur empfehlen.

Quelle: www.verlagshaus.de

Quelle: www.verlagshaus.de

ISBN: 9783866904774
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Hutter : Heimat des Weines

Claus-Peter Hutter ist Präsident der Stiftung NatureLife-International und Leiter der Umweltakademie des Landes Baden-Württemberg.
Er setzt sich schon lange für die Bewahrung der Weinberglandschaften ein und für die landschaftsökologische Inwertsetzung flurbereinigter Rebgebiete.

Der Wein ist in Deutschland ein Kulturgut.
In 13 sehr unterschiedlichen Weinanbaugebieten werden diverse Rebsorten angebaut. All dies lässt uns der Autor Claus-Peter Hutter im Buch entdecken.

Bereits im Vorwort merkt man, dass dem Autor der Wein und die Weinberge am Herzen liegen.
„..überall, wo Weinberge bewirtschaftet und ehemalige Rebflächen als wertvolle Lebensräume gepflegt werden, ist rund 2000 Jahre zurückreichende Kulturgeschichte spürbar und an vielen Orten lebendige Natur erlebbar.“
Dieser Satz des Autors hat mich beeindruckt.

Ich lebe in Mainz, Rheinhessen und der Rheingau liegen vor der Haustür. Oft führen uns Spaziergänge in den Wingert (Weinberg). Lieblingsweingüter hat man auch.
Aber so richtig mit der Geschichte des Weinbaus habe ich mich nie beschäftigt.
Die Weinbaugebiete als Kulturland hat mir der Autor nun nahe gebracht. Das Neumagener Römer-Weinschiff finde ich sehr faszinierend.
Die sehr gut verständlichen Texte des Autors, die jede Menge Informationen zum Thema Wein, aber auch Weinbau und Geschichte liefern, werden ergänzt durch stimmungsvolle Fotos.

Kurz und knapp ermöglicht Hutter einen Einblick in den weltweiten Weinbau.

Den Hauptteil des Buches nehmen die Vorstellungen der einzelnen deutschen Weinbaugebiete ein:
– Franken
– Saale-Unstrut
– Sachsen
– Württemberg
– Baden
– Pfalz
– Nahe
– Mosel, Saar und Ruwer
– Ahr
– Rheingau
– Mittelrhein
– Rheinhessen
– Hessische Bergstraße.
Dazu erfahren wir Leser etwas über die Weinbaunachbarn und die Rebsorten werden detailliert vorgestellt.

Claus-Peter Hutter beschreibt zu jedem Gebiet das Typische. Bei Franken fehlt der Bocksbeutel ebensowenig wie die Raddampfer in Sachsen, die Steilhänge, Schloß Hambach, usw.
Jede Region bietet andere Rebsorten, kulturelle Highlights, Begleitpflanzen, Weinbergsbewohner, wie z.B. Schmetterlinge oder Vögel, Kräuter, etc.
Auch die Geschichte ist jedes Mal eine andere.

In einer Art Steckbrief erfährt man das Wichtigste zur Region: Geografie/Klima, Geologie/Böden, Weinbauregionen, wichtigste Rebsorten, Naturhighlights, kulturelle Highlights und Links zu weiterführenden Informationen, auch touristisch.

Das Buch hat mich angeregt auch mal Weine aus Rebsorten zu probieren, die ich bislang noch nicht getrunken habe. Man hat ja meist „Standardweine“.
Mein Fazit: ein sehens- und lesenswertes Buch nicht nur für Weinliebhaber, das aufgrund seiner Aufmachung auch gut als Geschenk geeignet ist.

Quelle: Kosmos-Verlag

Quelle: Kosmos-Verlag

ISBN: 978-3-440-14604-0
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Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Axel Gomille : Deutschlands wilde Wölfe

Axel Gomille, der Autor des Buches „Deutschlands wilde Wölfe“, ist Biologe, Naturfotograf und Naturfilmer und hat beim ZDF eine Ausbildung als Redakteur gemacht.
Hauptsächlich macht er Filme für das ZDF, aber er stellt auch seine Fotos aus.
Er hat das grosse Privileg Leidenschaft und Beruf verbinden zu können.

„Deutschlands wilde Wölfe“ ein Buch das beginnt mit dem Statement „Wölfe haben gezeigt, dass sie mit uns leben können. Nun müssen wir zeigen, ob wir mit ihnen leben wollen.“
Wie wahr, wieviel Ungereimtheiten gibt es zum Thema Wölfe.
Unbegründete Ängste aus Unwissenheit, Anlocken auch aus  Unwissenheit und sich dann wundern, warum ein auf den Menschen geprägter Wolf zu nahe kommt.
Axel Gomille räumt in diesem Buch auf mit den „Märchen“ rund um den Wolf. Weg vom Glauben, dass Wölfe eine Gefahr darstellen, hin zum Verständnis des Wolfes und Wölfe als das sehen was sie sind, nämlich tolle Tiere, das ist das Anliegen des Autors.
Der Autor besucht seit 2009 deutsche Wolfsgebiete, er hat über Wölfe in Dokumentationen berichtet.
Dieses Buch ist entstanden in Kooperation mit den Biologinnen Ilka Reinhardt und Gesa Kluth vom „LUPUS-Institut für Wolfsmonitoring und -forschung in Deutschland“.

Aus meiner Sicht ist dieses wundervolle Buch sehr strukturiert aufgebaut.
Es beginnt mit dem Mythos Wolf. Wer kennt nicht „Rotkäppchen und der böse Wolf“? Das Märchen, in dem der Wolf als böse dargestellt wird.
Zum Mythos gehören aber auch positive Mythen, wie der Gründungsmythos von Rom. Es überwiegen aber leider die negativen Mythen.

Axel Gomille hat sein Buch unterteilt in mehrere Kapitel,, die aufeinander aufbauen und dem Leser den Wolf in Deutschland nahebringen
– Mythos Wolf
– Sie sind wieder da!
– Wolfsforschung
– Wolfssommer
– In den Sümpfen
– Leben mit Wölfen
– Noch mehr Wölfe, mit den weiterführenden Informationen.

Wer sich mit bislang mit dem Thema Wölfe noch nicht auseinandergesetzt hat, dem mag ein Foto wie auf Seite 14-15 bedrohlich erscheinen.
Wölfe, die kämpfen? Nein das ist normal, sieht bei unseren Hunden nicht anders aus und die sind „harmlose“ Golden Retriever.
Gomillle berichtet darüber, dass sich Wölfe auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz aufhalten und hat ein wundervolles Foto der Wolfswelpen parat.
Truppenübungsplätze sind ganz entscheidend dafür, dass wir in Deutschland wieder Wölfe erleben können.

Fundiert beschreibt Gomille wie sich Wölfe verhalten.
Und er gibt auch Tipps wie man sich als Mensch verhalten soll, wenn man einem Wolf begegnet und zwar alleine und mit Hunden.
Und dies deckt sich mit dem was Elli H.Radinger und Günther Bloch, die Freilandforscher zum Thema Wölfe, auf dem Wolfstag in Wetzlar auch empfohlen haben.
Die beiden bringen auch in 2017 ein Buch heraus „Der Wolf kehrt zurück“, das wieder aus der Forschersicht das Thema global beleuchtet.

Axel Gomille ist es mit diesem Buch, das ja zum grossen Teil ein Bildband ist, geschafft ganz viele wundervolle Fotos mit toll recherchierten und fundierten Texten zu verbinden und über die Wölfe in Deutschland zu berichten und zu informieren.
Ich kann das Buch nur allen Naturliebhabern, Wolfsfreunden und Fotofans empfehlen.
Wie gerne würde ich dem Autor bei der Tierfotografie mal über die Schulter schauen.

Quelle: Verlagshaus 24

Quelle: Verlagshaus 24

ISBN: 9783954161478
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Mark Robertz : Deutschlands Landschaften fotografieren

Mark Robertz ist Landschaftsfotograf.
Auf seiner Homepage kann man tolle Fotos entdecken.
Nun hat dieses sehens- und lesenswerte Buch „Deutschlands Landschaften fotografieren“ geschrieben.
Es trägt den Untertitel „Vom Wattenmeer über das Elbsandsteingebirge bis zum Berchtesgardener Land“.

Mark Robertz hat es in diesem Buch geschafft zwei Dinge zu vereinen. Er bringt dem Leser die deutschen Nationalparks nahe in ihrer ganzen Schönheit.
Und ganz ehrlich wieviele Fotografen reisen rund um die Welt, um tolle Landschaften zu entdecken und kennen die deutschen Nationalparks nicht.
So frei nach dem Motto „Sieh das Gute liegt so nah“ lohnt es sich auf Entdeckungsreise zu gehen quer durch deutsche Landschaften.
An den Beispielen aus den deutschen Nationalparks lässt uns Mark Robertz teilhaben an seinem grossen Erfahrungsschatz.

Die Tipps von Mark Robertz sind vielfältig. Um mal Beispiele zu nennen, es gibt blau hinterlegte Kästchen mit speziellen Tipps, wie z.B. was man machen sollte, damit am Strand kein Flugsand beim Wechseln des Objektives ins Gehäuse kommt. Aber auch Tipps zum Einsatz von Filtern, etc. gibt es. Dies zieht sich durch das ganze Buch.

Bei jedem Foto findet man die Brennweite, die Belichtungszeit, ISO, WB, welcher Filter, wenn einer verwendet wurde.
So hat man schon mal das erste Rüstzeug.
Im Verlaufe des Buches, ich habe einmal komplett gelesen und werde mir dann nach und nach, je nach Situation, wieder einzelne Dinge vornehmen, bekommt man sehr viele hilfreiche Tipps.
Auch URLs zu weiterführenden Informationen sind dabei.

Um es an einem Beispiel zu vertiefen. Mark Robertz gibt den Tipp einer Kutschenfahrt im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
Dabei findet man im Text sogar Hinweise zur Sitzwahl auf der Kutsche, um die optimale Position für tolle Fotos zu haben.

Ich hoffe an diesen Beispielen kann man erkennen, dass der Autor nicht nur technische Hinweise parat hat, die man in vielen Büchern findet, sondern quasi den Leser an der Location an die Hand nimmt und ihm Hilfestellung gibt.

Da ich in einigen Nationalparks schon war und auch fotografiert habe und mir der Nationalpark Eifel besonders vertraut ist, kann ich nur sagen, Mark Robertz hat sich die Locations intensiv angeschaut und gut ausgesucht.
Der Kermeter ist immer eine Tour wert, mein persönlicher Tipp.

Man kann sich auch, um einen ersten Eindruck zu bekommen, wie der Fotograf arbeitet, einen Podcast anschauen.
Eine Leseprobe des Buches und das Inhaltsverzeichnis sind hier zu finden.

Und eins darf ich nicht vergessen, die Fotos sind alle sehenswert. Die Stimmung ist toll eingefangen, man will einfach nur los.

Mein Fazit: wer ein Buch sucht, das ihm die wundervollen Nationalparks Deutschlands nahebringt und gleichzeitig jede Menge Tipps für die Landschaftsfotografie parat hat, der ist hier richtig.

Quelle: Rheinwerk-Verlag

Quelle: Rheinwerk-Verlag

ISBN: 9783836241670
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Nill, Pröhl, Ziegler : Siegertypen

Das Buch „Siegertypen“ mit dem Untertitel „Überlebensstrategien der Greifvögel“ wurde von Dietmar Nill, Torsten Pröhl und Bernhard Ziegler zusammen herausgegeben.

Dietmar Nill ist Naturfotograf und -filmer. Für Naturfans lohnt ein Blick auf seine Homepage.
Torsten Pröhl beschäftigt sich schon lange mit Biologie und ist ebenfalls Naturfotograf. Auch betreibt er eine Auffangstation für verletzte Greifvögel und Eulen.
Bernhard Ziegler ist Biologe und Umweltpädagoge. Er arbeitet im Umweltbildungszentrum Listhof in Reutlingen. Seine Artikel erscheinen regelmäßig in Zeitschriften und Magazinen.

Dietmar Nill und Bernhard Ziegler haben bereits 2013 das wunderbare Buch „Tiere der Nacht“ geschrieben. Das Buch habe ich verschlungen, nun habe ich auf das neue Buch  gespannt erwartet.

Wenn man das Buch aufschlägt, erwartet einen gleich zu Anfang ein stimmunsgvolles Foto.

In den Kapiteln „Greifvögel“ und „Strategien und Perspektiven“ geht es allgemein über die Greifvögel.  Die Autoren erklären was das Buch bewirken soll.
„Siegertypen“ „..soll einen Beitrag dazu leisten, dass die Bestände unserer Greifvögel stabil bleiben oder sogar noch wachsen..“
Und wahrlich, wer dieses Buch gelesen hat und dann nicht Feuer und Flamme für diese wundervollen Tiere ist, den kann ich nicht verstehen.

Den grössten Teil des Buches nehmen dann die Vorstellungen der einzelnen Greifvögel ein.
Unterteilt haben die Autoren diese in die Kapitel:
– Segelflieger und Flugkünstler mit Rotmilan, Schwarzmilan, Rohrweihe, Kornweihe & Wiesenweihe
– Pfeilschnelle Jäger – wenige Jäger mit Wanderfalke, Baumfalke, Sperber und Habicht
– Brudermörder – Schreiadler
– Nahrungsspezialisten mit Seeadler, Fischadler, Bartgeier und Wespenbussard.

Es schliesst sich an die Kapitel an „den Greifvögeln ganz nah – ein Blick hinter die Kulissen“.

Es ist faszinierend die wundervollen Fotos zu betrachten. Im Text erfährt man jede Menge über die Greifvögel. Sie sind echte Siegertypen.
Man beobachtet ja schon mal Greifvögel, wenn man unterwegs ist. Und ich habe mich oft gefragt wie schnell die eigentlich sind, wenn sie auf eine Beute losstürzen.
Nun weiß ich, dass der Wanderfalke im Sturzflug eine Geschwindigkeit bis zu 300 km/h erreichen kann. Die Autoren erläutern auch gleich wie er jagt.
300 km/h Sturzflug birgt ja auch eine Verletzungsgefahr beim Aufprall. Aber auch da hat die Natur vorgesorgt.

Auch wusste ich nicht, dass ein Baumfalke gar kein Nest baut. Er nimmt einfach verlassene Nester von z.B. Krähe oder Elster.

Die Autoren haben sehr viel Hintergrundwissen und bringen uns Lesern auch Dinge  nahe wie man z.B. Seeadlerpopulationen am Aussterben hindert. Normalerweise würde Seeadler nur eins seiner Nachkommen hüten und aufziehen. Das macht man sich zunutze, indem man das 2. quasi „Backup-Ei“ nutzt, um ein weiteres Küken aufzuziehen.

Das Buch fasziniert von der ersten bis zur letzten Seite. Geballte Information, kurz und allgemeinverständlich, begleitet von faszinierenden Fotos, bringen dem Leser die Siegertypen nahe.
Ich finde auch den Blick hinter die Kulissen sehr gut. Er zeigt wieviel Mühe und Arbeit es macht ein solches Buch zu erstellen. Das Engagement der Autoren für diese Tierart wird auch deutlich. Hut ab was Sie alles auf sich nehmen.

Und als „Bonbon“ gibt es eine App über die man Filme zu den einzelnen Arten anschauen kann. Toller Zusatznutzen, die Filme sind so toll.

Quelle:Kosmos

Quelle:Kosmos

ISBN: 978-3-440-14670-5
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Peter Wohlleben : Das Seelenleben der Tiere

Peter Wohlleben ist Förster in der Eifel, genauer in Hümmel im Kreis Adenau.
Viel habe ich über sein erstes Buch „Das geheime Leben der Bäume“ gehört, gelesen habe ich es noch nicht. Das werde ich aber nach der Lektüre des neuen Buches von Peter Wohlleben definitiv nachholen.

Peter Wohlleben ist durch seinen Beruf als Förster mit der Natur, egal ob Flora oder Tierwelt, bestens vertraut.
Daneben kann der Autor auch Haustiere, wie Hund und Pferd beobachten. Ebenso hat Wohlleben die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema Tier und Seele, einfliessen lassen.

Jeder der ein Tier hat, weiß, dass Tiere ein Seelenleben haben. Bei unseren Vierbeinern kann man sehr genau den Zustand der seelischen Verfassung ablesen.

Wohlleben berichtet auch von Schleimpilzen, halt werden Sie vielleicht jetzt denken, die ist im falschen Buch. Das dachte ich auch zuerst, dann habe ich die Erklärung von Peter Wohlleben gelesen.
Die Wissenschaft rückt die Pilze nun eher Richtung Tiere und weg von den Pflanzen.
So gibt es einen Schleimpilz (Physarum polycephalum), der Haferflocken mag. Ja und die würde eine Pflanze wohl eher nicht verspeisen.
Und eben dieser Schleimpilz schafft es in einem Labyrinth den Ausgang zu finden, an dem Haferflocken liegen. Er braucht zwar lange, aber er kann sich orientieren, faszinierend.

Aber zurück den Tieren, das Tiere eine Seele haben und unterschiedlich „ticken“ kann jeder feststellen, der mehrere Tiere einer Art hat.
Unsere Hunde sind Halbgeschwister und unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Es trifft dabei ein Sensibelchen mit Sturkopf auf einen schnell zu beeindruckenden eher aufgeregten Hund.
Aber in vielen Dingen sind sie sich einig.

Und, um beim Hundebeispiel zu bleiben, Peter Wohllebens hat auch mutig ein Reh und einen Hirsch verjagt. Ja und dann greift das Hirschkalb an. Das ist Mut, die Mutter ist weggelaufen, die hätte ja ihr Kind verteidigen müssen.
Ein anderes Beispiel des Autors ist die Krähe, die jeden Morgen an der Pferdeweide wartet.
Tauben können in einer Studie 725 verschiedene Darstellungen unterscheiden.
Können Tiere denken, am Ende noch logisch denken?
Schweine kann man antrainieren auf ihren dreisilbigen Namen zu reagieren. Das ist doch kein Reflex.

Und Mitgefühl gibt es allemal bei Tieren. Hundehalter können das sicher bestätigen. Es geht einem schlecht und der Hund leidet mit. Man schimpft mit ihm und er geht „in Sack und Asche“.
Die Liste ließe sich erweitern.

Peter Wohlleben hat es verstanden ein Buch zu schreiben, das man kaum aus der Hand legen kann.
Ein Buch, das faszinierend und lehrreich zugleich ist. Peter Wohlleben lässt den Leser ganz tief eintauchen in die heimische Tierwelt.
Er bringt uns die Verhaltensweisen der Tiere in unserer Umgebung nahe, egal ob Haus- oder Wildtier. Wir lernen den bewussten als auch den emotionalen Anteil des Tierlebens kennen.
Ich werde jetzt die Krähen mit ganz anderen Augen sehen, nicht mehr nur als den Schreihals auf der Wiese.

Faszinierend.
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Natur im Allgemeinen, für Tiere und unsere faszinierende Umwelt interessiert.

Quelle: Randomhouse

Quelle: Randomhouse

ISBN: 9783453280823
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Gerth, Zopfi : Faszination Bergwiesen

Das Buch „Faszination Bergwiesen“ ist im AS-Verlag erschienen. Diesen Schweizer Verlag kannte ich bislang gar nicht.
Ein Blick auf die Homepage des Verlages lohnt sich, wenn man Berge mag und/oder tolle Bildbände.

Roland Gerth und Emil Zopfi haben dieses sehens- und lesenswerte Buch erstellt.
Roland Gerth ist für die Fotos verantwortlich, Emil Zopfi für den Text, zumindest vorrangig.
Beide lieben die Schweizer Berge und das merkt man auf jeder Seite des Buches.

Das Vorwort zum Buch hat der Zentralsekretär von Pro Natura geschrieben, Dr.Urs Leugger-Eggiman.
Es ist ein Appell daran zu denken was Bergwiesen und Natur überhaupt bedeutet, wie gefährdet diese wunderbare Landschaft ist.

Den Autoren ist es gelungen im Buch sowohl durch Fotos wie auch durch den hervorragenden Text, zu zeigen wie wundervoll die Bergwiesen sind.
Ein Teil der Natur, den man einfach erhalten muss.
Emil Zopfi beschreibt zunächst einmal was „das farbenprächtige Kleid der Alpen“ überhaupt ist.
Herrlich zu lesen wie es in seiner Kindheit war, wenn es ins Heu ging, ins Wildheu.
Er verdeutlicht uns Lesern was die Bergwiesen sind, egal ob nun Lebensgrundlage, Naturapotheke, Heilkraft, usw.
Was bedeutet Biodervisität? Nicht jeder wird sich bislang Gedanken darüber gemacht haben.

Nach diesen grundlegenden Ausführungen geht es ab in die Natur.
Aufgeteilt ist das Buch in Kapitel, entsprechend der regionalen Gegebenheiten:
– Ostschweiz
– Graubünden
– Zentralschweiz und Tessin
– Bern und Freiburg
– Wallis und Waadt und
– Jura.
Im Inhaltsverzeichnis kann man sich anhand der Seitenzahlen genau orientieren wo man was findet. Die Orte sind einzeln aufgeführt unter den Kapitelüberschriften.

Wundervolle Fotos mit kurzen, sehr informativen Erläuterungen lassen uns Leser quer durch die Welt der Bergwiesen machen.
Diese unberührte Natur muss man einfach lieben, wenn man sich noch Gefühl für die wunderbare Landschaft bewahrt hat.
Es gibt Bücher, die kann ich nicht weglegen bis ich sie komplett gelesen habe, dieses gehört dazu.

Ich kann das Buch nur empfehlen für alle, die Natur lieben, Fotoliebhaber und jeden, der sich zum Thema informieren will.

Quelle: AS-Verlag

Quelle: AS-Verlag

ISBN 978-3-906055-42-8
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Spohn : Bäume und ihre Bewohner

Margot und Roland Spohn sind Biologen und Autoren.
Sie haben schon eine ganze Reihe Naturführer geschrieben.

„Bäume und ihre Bewohner“ trägt den Untertitel „Der Naturführer zum reichen Leben an Bäumen und Sträuchern“.
Die Autoren haben mit viel Sachkenntnis und gleichzeitig gut verständlich das Leben an Bäumen und Sträuchern beschrieben und auch liebevoll mit tollen Fotos versehen.
Ich wusste gar nicht wie viele Bewohner Bäume haben.
Alle findet man im Buch wieder : Vögel, Säugetiere, Käfer, Schmetterlinge, Wanzen, Zikaden, Pflanzenläuse, Hautflügler, Fliegen und Mücken, Webspinnen und Weberknechte, Milben, Pilze, Flechten, Moose, Mikroorganismen, usw.

Es gibt viel zu entdecken.
Die Autoren geben Beobachtungstipps für die unterschiedlichen Lebensräume, von Gehölz über Wurzel, Blätter, Blüten, Früchte, Samen, Gallen, Rinde, Holz, Tunnel, etc.
Mir war nicht klar wie unterschiedlich diese Lebensräume und damit die Bewohner sind.

Als Leser erhält man Informationen über Gehölze und ihre Eigenarten, über die Art der Bewohner, was kommt wo vor, wie sieht es aus, aber auch Antwort auf Fragen wie „Wie kommt der Wurm in den Apfel?“.

Ein sehr lesenswertes Buch, das einen von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert.
Geeignet ist es für alle Altersstufen, solange man sich den Sinn für unsere Umwelt und die wundervolle Natur noch behalten hat.

ISBN :9783258079509

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Andreas Kieling : Im Bann der Bären

Eins vorweg, ich schätze Andreas Kieling und seine Arbeit sehr.
Das war für mich Anlass dieses Buch mit dem Untertitel „Mein Leben in Alaska“ zu lesen. Ich habe es genossen dieses Buch zu lesen.
Auf der Buchmesse in Frankfurt 2015 war Andreas Kieling zu Gast zum neuen Buch, zu sehen hier.

Bereits im Vorwort beschreibt Andreas Kieling warum er Alaska so liebt, ein Land in dem er 25 Jahre lang sehr häufig und lange war.

Alaska ist groß, der Autor hat es bereist von Nord nach Süd und von West nach Ost. Unter grossen Strapazen hat er alleine und teilweise auch mit seiner Familie, dieses Land erkundet. Die wunderbare Natur und die vor allem die Tierwelt hat Andreas Kieling beschrieben und fotografiert.

Das Buch ist eine Fundgrube für Naturliebhaber, für Tierliebhaber, für Alaskaliebhaber, für alle, die nach Alaska reisen wollen, denn dazu gibt es viele Tipps und auch für alle Menschen, die, so wie ich, einfach in wunderschönen, mitreißenden Erzählungen mit dazu passenden Fotos schwelgen möchten.

Da Alaska soviel bietet, hat der Autor das Buch in Kapitel unterteilt, die der geographischen Aufteilung folgen:
– Yukon River
– Denali – Nationalpark
– Glacier Bay
– Kanada – Hudson Bay
– Aleuten
– Aleuten II
– Brooks Range und North Slope
– Yukon River II
– Anhang : Leben und überleben in Alaskas Wildnis.

Andreas Kieling kannte Alaska 1991 nur aus Büchern, hauptäschlich von Jack London. Alaska das Land der Goldgräber, aber auch der Bären, der Berge, der Inuits.
Im Buch bringt uns der Autor dieses Land nahe. Aber nicht aus der Sicht des üblichen Touristen, sondern aus der Sicht eines Abenteurers und Naturfreundes, der er nun einmal ist. Kaum eine Strapaze war zu groß, kaum ein Risiko hat er ausgelassen.
Man kann den Autor begleiten auf seinen Reisen durch Alaska, man lernt viel über die Tiere, die dort leben. Bären, die ihn mal eben zum „Babysitter“ gemacht haben. Aber auch den Zwiespalt in der Familie lernt man kennen. Erik und Andreas die Abenteurer, die wohl am Liebsten umsiedeln würden nach Alaska, Birgit und Thore, denen die Wildnis nicht gerade ans Herz gewachsen ist.

Man lernt, dass Grizzlys Gummi mögen, Kuchen ist auch ok.

Das Buch ist reich an Fotos und da kommt ein Kritikpunkt von meiner Seite. Ich hätte tolle Aufnahmen erwartet. Von den Motiven her sind sie das auch. Aber leider sind einige Fotos technisch nicht so gut abgebildet. Häufiger findet man unscharfe Fotos, pixelige, auf alle Fälle denen die grosse Abbildung nicht gut tut. Das ist sehr schade.
Allerdings erklärt es sich dadurch, dass die Anfänge der Alaska-Zeit noch eher im Analogzeitalter lagen. Ja und digitalisierte Analogfotos sind nun mal qualitativ nicht gerade top.

Mein Fazit: wer Andreas Kieling auf seinen Reisen begleiten will, ist hier genau richtig. Wer nur tolle Fotos sehen will, wird enttäuscht sein. Mir gefallen aus technischen Aspekten heraus manche Fotos gar nicht, da bin ich vom Autor andere Qualität gewöhnt. Die Motive finde ich aber sehr schön.

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Elli H.Radinger/ Günther Bloch : Der Wolf ist zurück

Die beiden Autoren Elli H.Radinger und Günther Bloch sind Wolfsexperten und zwar nicht selbst ernannte, sondern sie sind es wirklich.

Elli H.Radinger ist Fachjournalistin und Autorin. Ihre Schwerpunkte sind die Wölfe und auch Hunde. Nach Gehegestudien in den USA beobachtet Elli H.Radinger seit 1995 Wölfe im Yellowstone-Nationalpark. Wenn es ihre Zeit zulässt beobachtet sie auch im kanadischen Banff-Nationalpark gemeinsam mit Günther Bloch dort die Wölfe.

Günther Bloch leitet bis heute die Bow Valley Wolf Behavior Observation Study, die Langzeitverhaltenbeoachtungen an Rocky Mountain Timberwölfen macht. Bloch lebt auch am Rande der Rocky Mountains.

Beide Autoren machen seit 25 Jahren Freilandbeobachtungen und sind auch lebenden Wölfen in vielen Situationen begegnet.

Die Wölfe halten auch in Deutschland Einzug zum Glück.
Das Buch trägt den Untertitel „Was mache ich wenn…?“ Haben wir uns schon mal die Frage gestellt was dann zu tuen ist.
Es ranken sich so viele Mythen rund um den Wolf. Zum einen wird er verklärt dargestellt, zum anderen verteufelt.
Beides entspricht nicht der Realität. Wenn dieses wundervolle Tier dann plötzlich vor einem steht, weiß man eben nicht was man machen soll. Rein intuitives Handeln ist sicher nicht immer erfolgversprechend.

Die Autoren räumen auf mit Legenden rund um den Wolf und sein Verhalten. Es gibt weder den bösen Wolf, den wir aus den Märchen kennen, noch ist er ein Kuscheltier.
Fakt ist ganz sicher, der Wolf will dem Menschen nichts tuen, wenn der Mensch sich richtig verhält.

Die Autoren schaffen es auf 63 Seiten kompakt die wichtigsten Informationen dem Leser zu vermitteln.
Man lernt die rechtlichen Grundlagen genauso kennen, wir konkrete Verhaltenstipps. Egal, ob man nun Fotograf ist und einen Wolf entdeckt hat oder Mantrailer und mit dem Hund auf einen Wolf trifft.
Ob man ihm begegnet in der Umgebung seines Hauses oder im Wald, Elli H.Radinger und Günther Bloch haben Tipps parat wie man sich verhalten soll und zwar zum Schutze des Menschen genauso wie zum Schutze des Wolfes.

Das Buch dient der Aufklärung zum Thema „Wolf“ und beinhaltet neben Stellungnahmen der Autoren zum Wolf und seinem Verhalten genauso wie zu dem was selbst ernannte Wolfsexperten verbreiten, auch ganz konkrete zu Alltagsfragen, die den beiden gestellt wurden.
Auch findet man, wenn man sich weiter informieren möchte, Quellenangaben, Links für weitere Infos und auch Adressen wo man spezielle Zäune zur Wolfsabwehr beziehen kann.

Mein Fazit: dieses Buch sollte Pflichtlektüre werden für alle Verantwortlichen in den Gemeinden, für Jäger, Hundehalter, Bewohner von Gegenden, in denen es weder Wölfe gibt, Politiker, die meinen sie wüssten etwas zu dem Thema und ansonsten ist es für jeden geeignet, der sich ganz objektiv zum Thema informieren möchte.

Die beiden Autoren und viele weitere Informationen zu ihrer Arbeit findet man unter

Elli H.Radinger

Günther H.Bloch

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