Martina Kempff : Umkehrschuss

Martina Kempff hat mit „Umkehrschuss“ ihren 8.Eifel-Krimi aus der Reihe rund um das Dorf Kehr geschrieben.
Dies ist der erste Krimi, den ich von der Autorin lese.
Zunächst musste ich mich einlesen, da mir die Zusammenhänge des kleinen Dorfes Kehr, das in der Eifel liegt, und vor allem der Dorfgemeinschaft, fehlten.

Kehr gibt es nicht nur in der Fantasie von Martina Kempff, sondern es gibt das Dorf wirklich.
Das Besondere an dem kleinen Ort zeigt ein Zitat aus Wikipedia:
„Kehr ist ein Dorf in der Eifel, das durch die deutsch-belgische Staatsgrenze in zwei Hälften geteilt wird. Die Grenze verläuft in Nord-Süd-Richtung entlang der mitten durch den Ort führenden Bundesstraße 265. Auch die Landesgrenze zwischen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz tangiert die Ortschaft, die sich somit über drei Gemeindegebiete erstreckt…“

Das muss erst einmal ein Ort nachmachen, ein kleines Dorf, wenige Familien, die dort leben, aber 2 Länder und auch dazu im deutschen Teil noch 2 Bundesländer.
All das ist die Kulisse eines Mordes.

Dorfmittelpunkt ist die „Einkehr“ das Restaurant von Katja Klein, die mit Marcel Langer, dem belgischen Polizisten befreundet ist. Da geht der internationale Kuddelmuddel schon los.

Der Tote wird auf dem Friedhof gefunden, aber nicht einem Grab sondern er liegt auf dem Rasen und ein Loch ist in der Brust.
Was soll das? Unruhe kommt auf im Eifeldorf. Wer hat das getan? Verdächtigungen über Verdächtigungen.

Mehr verrate ich nun nicht. Lesen Sie selber.
Martina Kempff ist es gelungen einen Eifel-Krimi zu schreiben, der geprägt ist von unterschiedlichen Charakteren, herrlichen Schilderungen der Familienverquickungen, der Schilderung alten, teils störrischen Eifeler, dem Kompetenzgerangel der Polizeibeamten,aber auch deren Zusammenarbeit.
Man fühlt sich als Leser mitten im Geschehen, auch, wenn ich dafür etwas gebraucht habe, um die Charaktere zuzuordnen.

Ein lesenswerter Krimi, nicht nur für Eifel-Fans.

ISBN: 9783954413867

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Tilman Schulze : Provinzabgründe

„Provinzabgründe“ wurde von Tilman Schulze geschrieben. Es ist ein Krimi der anderen Art, skurill und sehr ungewohnt.

Gustav Meta, Musiklehrer, wird ermordet. Aber bei einem Mord bleibt es nicht, es folgen mehrere. In kurzer Zeit kann man im kleinen, beschaulichen Ort schon 5 Tote verzeichnen.
Wer ist der Mörder? Das ist die Frage. In einem Ort, in dem jeder jeden kennt, aber nicht alle sich mögen, geht das Rätseln los.

Soweit so gut. Ein ganz normaler Krimi könnte man meinen. Ist es aber nicht.
In   „Provinzabgründe“ lässt der Autor Tote denken, z.B. Gustav. Aber auch andere Dorfbewohner denken und alle Gedanken zu den Todesfällen, zu den Toten, den Verhältnissen untereinander und miteinander hat der Autor in die Handlung einfliessen lassen, nein sie sind sogar die Handlung.

Die Handlung an sich ist mal ganz was anderes und gefällt mir gut.
Die Orientierung im Text, wer nun gerade seine Gedanken äussert, ist mir schwergefallen. Auch direkte Rede ist nicht unbedingt gekennzeichnet.

Ich finde es verwirrend das Buch zu lesen, habe mir Notizen gemacht, um die Personen zu sortieren.

Mein Fazit: ein Krimi der anderen Art, gelungen von der Idee, aber aus meiner Sicht mühsam zu lesen, da nicht gleich zu erkennen, wer nun wieder sein Wissen oder seine Vermutungen zum Besten gibt.

ISBN: 9783845917849

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Chris Karlden : Der Totensucher

„Der Totensucher“ ist mein erstes Buch von Chris Karlden.
Karlden hat als Schauplatz für seinen Krimi Berlin gewählt. Der Autor ist hauptberuflich Jurist.

Bereits im Epilog erfährt man als Leser die tragische Geschichte, die im Krimi von Karlden eine Rolle, wenn nicht sogar die Hauptrolle, spielen wird.
Lucy, die Tochter von Kriminalhauptkommissar Adrian Speer, der bei der Drogenfahndung der Kriminalpolizei ist, wird wach. Sie hat ein Geräusch gehört. Ihre Mutter ist nicht zuhause, ihr Bruder Jonathan übernachtet bei einem Freund, aber Papa müsste ja reagieren.
Stille, keine Antwort, Lucy ruft den Vater an, der zu einem Einsatz musste und nun sofort kommt. Er beruhigt sie während der Fahrt via Handy.
Bis er zuhause ankommt, ist Lucy weg, entführt.

Adrian Speer erlebt schlimme Zeiten. Er geht davon aus, dass er Lucy nie mehr sehen wird, dass sie tot ist.

Nach 2 Jahren fängt er bei der 8.Mordkommission an, die von Robert Bogner geleitet wird. Zum Team gehört auch noch Oberkommissarin Tina Jeschke.

Fernanda Gomez ist Leiterin des Dezernats für Tötungsdelikte bei der Berliner Polizei.
Sie überträgt der neuen 8.Mordkommission einen besonders grausamen Fall. Gefunden wird die Leiche von Horst Rokov, einer Kiezgröße. Dieser wurde übel zugerichtet.

Im Laufe der Ermittlungen wird klar, dass ein Serienmörder mit einer besonders perfiden Handschrift am Werke ist.
Die 8.MK ermittelt in viele Richtungen.

Mehr nehme ich nicht vorweg, ausser, dass Karlden einen sehr spannenden Krimi geschrieben hat, der trotz der Brutalität der Taten, sehr gut lesbar, ist.
Die Charaktere sind hervorragend geschildert. Als Leser taucht man ein in die Gefühlswelt des Adrian Speer, aber man wird auch Zeuge eines pädophilen Netzwerks mit Mitgliedern, die man nicht erwartet hätte.
Alte Geschichten und Verletzungen spielen eine Rolle.

Der Psychothriller ist spannend von der ersten bis zur letzten Seite.

ISBN: 9783746633428

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Christoph Güsken : Das Wunder von Hiltrup

„Das Wunder von Hiltrup“ ist ein Krimi, der im Münsterland spielt. Geschrieben hat ihn Christoph Güsken, den ich bislang als Krimiautor nicht auf dem Schirm hatte, das wird sich ändern.

Die Hiltruper Kanalinsel liegt im Dortmund-Ems-Kanal. Das erleichterte mir die örtliche Einordnung des Geschehens.

Malina Kerssenbrock, 4.Klässerin, soll auf dem Schulweg eine schöne Frau erschienen sein, die neben sich einen Heiligenschein hatte. So entstand „Das Wunder von Hiltrup“.
An der Stelle der Erscheinung wurde eine Kapelle gebaut.

Und dann entsteht etwas ganz Ungewöhnliches, vor allem wenn man bedenkt, dass es im streng katholischen Münsterland ist. Es wird „Pope City“ gebaut, ein katholischer Freizeitpark.
Das Bistum Münster hat investiert und hofft auf Gewinn. Passt das zu einem Bistum? Vergnügen und Kapelle nebeneinander. Erscheinung und Vergnügen?
Ich kam ins Grübeln. Und nicht nur ich.

Niklas de Jong war mal Polizist und ehemals auch Kollege von Küppers, der nun auch nicht mehr bei der Polizei ist und als Privatdetektiv in Everswinkel arbeitet.
Küppers will verreisen und de Jong, der auf einem Hausboot wohnt, vertritt ihn. Kann ja nicht viel Arbeit bedeuten im beschaulichen Münsterland.
Ja könnte man meinen, aber es kommt eine Leiche dazwischen. Eine Leiche, die schon gar nicht mehr da ist.
Mickie Kelzenberg, ein Mitschüler von de Jong, ist mittlerweile Musiker, hat eine Band und hat eine Radiooper mit dem Titel „Tod macht blau“ geschrieben.
Weiter kommt Mickie zunächst nicht mit seiner Recherche, denn Mickie wird als Leiche entsorgt.

Es gibt auch  eine mysteriöse Gesellschaft „GSO-Gesellschaft für Selbstoptimierung“ mit Sitz im Langstrumph-Haus.
Pater Monk spielt eine Rolle, Catweazle auch. Den kennen wir doch woanders her.
Der Schauspieler Pinkwart alias Hauptkommissar Rilke (im Krimi) stirbt und es gibt noch mehr Leichen.
Wo ist bloß der Zusammenhang? De Jong grübelt genauso wie der Polizist Merzenich.

Mehr verrate ich nicht.

Christoph Güsken ist es gelungen einen Krimi zu schreiben, der spannend ist, aber auch oft zum Schmunzeln verführt, wenn man sich die Typen, die er beschreibt, vorstellt.
Skurile Gestalten tummeln sich im Krimi.
Wie kommt es zu den Morden? Wer ist der Mörder? Wo ist der Schlüssel, um die Geheimnisse zu lüften?
De Jong auf Wegen und Abwegen. Wir Leser können ihn begleiten.
Es ist ein Krimi der etwas anderen Art. Mir hat er gut gefallen.

ISBN: 9783954413836
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Dora Heldt : Wir sind die Guten

Nach „Böse Leute„, dem ersten Sylt-Krimi von Dora Heldt, ist nun der neue Krimi „Wir sind die Guten“ da.

Dora Heldt lässt wieder Maren Thiele, Polizeiobermeisterin, ihrem nicht gerade beliebten Chef Runge  auch Anna von der Kripo Flensburg mitspielen.
Und, na klar, auch die „Rentner-Ermittler“ sind dabei, allen voran Karl Sönnigsen. Er war lange Kriminalhauptkommissar und der Vorgänger von Runge.
Onno Thiele, der Vater von Maren, der mit Helga angebandelt hat, gehört dazu. Zur Rentnergang gehören auch noch Charlotte und Inge. Man kennt sich vom Chor.
Inge ist mit Walter verheiratet und ihr Bruder Walter mit Charlotte.
Sie sehen es bleibt in der Familie.

Dann ist da noch Rike, Marens beste Freundin und Robert, Marens Freund, der 10 Jahre jünger ist als sie und in Hamburg lebt.

Inge und Charlotte haben eine Putzhilfe, Sabine Schäfer. Davon dürfen ihre Männer nichts wissen. Sabine wohnt im Keller von Wilma und die Wohnung ist nicht angemeldet.
Eines Tages wird Sabine vermisst. Wilma will nicht auffliegen wegen der illegalen Wohnung und bittet Helga, dass diese Karl und Onno um Hilfe bittet bei der Ermittlung.

Und was ist mit Corinna, die tot sein soll?
Eine Leiche am Roten Kliff in Kampen spielt eine Rolle. Ebenso die Freunde Kai Kruse, der ein Haus auf Sylt hat, Dirk Nowak und Alexander von der Heyde.

Ein Toter, eine Vermisste, ganz schön viel auf einmal denkt sich die Truppe um Karl.
Maren ermittelt im Fall des Leichenfundes.

Die Truppe um Karl ermittelt auch, aber anders als die Polizei dies kann und in beiden Fällen.

Ein rätselhaftes Foto einer jungen Frau sorgt für Aufsehens. Wie ist die Gärtnerei Tiedemann darin verwickelt? Diese ist in Altmannshausen Nähe Oldesloe.
Welche Rolle spielt Wolf Bertram?

Diese Fragen werden Sie sich stellen, wenn Sie dieses spannende und zugleich amüsante Buch lesen.
Verraten werde ich es nicht.
Nur soviel, es erwarten Sie 506 Seiten im Buch und eine Story, die es sich zu lesen lohnt.

Dora Heldt ist es gelungen, einen spannenden Krimi zu schreiben, in dem vieles anders scheint als es ist.
Werden da etwa Tote lebendig?
Auch hat Dora Heldt es verstanden, viel Sylter Lebensart einzubauen, man merkt, dass die Autorin ihre Heimat liebt.
Die Personen sind herrlich beschrieben mit ihren Macken und ihren liebenswerten Seiten.
Man fühlt sich als Leser als sei man Teil der Handlung.

Eintauchen in die Geschichte lohnt sich.

ISBN: 9783423261494
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Jutta Profijt: Unter Fremden

Die ersten Krimis von Jutta Profijt habe ich verschlungen. Dann kamen welche, die mir so gar nicht gefallen haben und ich bin froh, dass ich diesen neuen Krimi von Jutta Profijt gelesen habe.
Er ist ganz anders als die alten Krimis der Autorin, ein tolles Buch.

Jutta Profijt hat in diesem Kriminalroman, der, aus meiner Sicht, gar nicht so richtig in die dieses Genre passt, ein Meisterwerk geschrieben.
Krimi ist zu wenig für dieses hervorragende Buch.

Jutta Profijt stellt Madiha in den Mittelpunkt der Story. Madiha ist eine junge syrische Frau, die geflohen ist vor den Gräueltaten in ihrer Heimat.
Madiha hat die Flucht geschafft und überlebt mit der Hilfe von Harun. Harun ist auch Flüchtling wie sie und ihr Lebensretter.
Madiha lebt in einer Flüchtlingsunterkunft. Sie kann nicht schreiben und nicht lesen, aber sie spricht Deutsch.
Madiha ist die einzigste der 437 Flüchtlinge, die Deutsch spricht. Amelie, eine der Helferinnen braucht sie ständig als Dolmetscherin, ebenso die Flüchtlinge.
Auf Madihas Bedürfnisse nimmt niemand Rücksicht.

Dabei ist Harun, ihr Retter, verschwunden.
Madiha hat den Schlüssel von Haruns Spind, er hat ihr diesen anvertraut für den Fall, dass Harun weg ist.
Die Jagd auf Haruns Hab und Gut beginnt. Rafiq bedroht Mahida. Das beeindruckt sie wenig, sie will Harun finden.

Jutta Profijt lässt uns Leser teilhaben an den Nöten und Ängsten von Madiha, aber auch an ihrem Willen Harun zu finden.
Eine junge Frau, die unfreiwillig noch einen kleinen Jungen im Schlepptau hat, konfrontiert wird mit Dingen, denen sie entfliehen wollte, ihren Onkel kennenlernt und vieles mehr.
Jutta Profijt hat es verstanden den Lesern ihres Buches die Welt der Flüchtlinge mit ihrer Vergangenheit nahe zu bringen. Das Ganze verpackt in einen Kriminalfall, der zur Nebensache wird.

Das Buch kann ich nur empfehlen.

ISBN: 9783423261654
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Werner Schmitz: Tote Jäger schiessen nicht

Der Krimi „Tote Jäger schiessen nicht“ trägt den Untertitel „Schreiber und der Wolf“.
Werner Schmitz, der Autor des Krimis, arbeitet als Journalist, Buchautor und Übersetzer. Schmitz ist leidenschaftlicher Jäger.
Nichts lag für ihn näher als einen Jagdkrimi zu schreiben.

Kaum ein Tier polarisiert im Moment mehr als der Wolf.
Der Wolf spielt eine Hauptrolle in diesem Krimi.

Hans Schreiber ist Reporter beim Magazin. 15 Jahre ist er bereits dort. Sein neuer Chef ist Bartelmus. Der ehemalige Polizeireporter ist nun Chefredakteur.
Eine Agenturmeldung sorgt dafür, dass Schreiber, selbst Jäger, einen neuen Auftrag bekommt.
Baron Lewin von Vitzewitz hat einen Wolf erschossen.

Schreiber und seine Weimaraner-Hündin „Goethe“ fahren nach Busow, im Oderbruch, wo der Wolf vom durchgeknallten Baron erschossen wurde.
Sie kommen nur in die Nähe des Schlosses. Demonstranten und TV-Teams belagern dieses. Man sieht Spruchbänder wie „Den Wölfen das Leben, den Jägern den Schrot.“

Es gelingt Schreiber von Zitzewitz zu sprechen, der ihm die ganze Geschichte erzählt.

Mehr verrate ich nicht, ausser, dass nichts so ist wie es scheint. Morde passieren, der Leser lernt einen Oderbruch-Indianer kennen, ebenso eine alte Freundin von Schreiber.
Im Laufe der Handlung gerät man in Konflikte von Jägern untereinander, die Ossi-Wessi-Auseinandersetzung spielt eine Rolle, ein Wolf wird aus einem Käfig befreit, das Leben von Schreiber ist bedroht, dunkle Geschäfte fliegen auf und vieles mehr.

Dass Werner Schmitz Jäger ist, merkt man. Mit detailliertem Fachwissen werden Abläufe bei der Jagd, Gewehre und die dazugehörige Munition, usw. beschrieben.
Er arbeitet die Charaktere sehr gut heraus. Tierschutz und Haß spielen eine Rolle.

Es macht Spaß den Krimi zu lesen und in die Welt der Jäger einzutauchen.

Eins finde ich persönlich nicht so gelungen, das ist das Cover, aber das ist Geschmackssache. Mich erinnert es eher an ein Kinderbuch.

ISBN: 9783440158142
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Volker Dützer: Freier Fall

Nachdem ich vor Kurzem den Krimi „Der Schacht“ von Volker Dützer gelesen habe und begeistert war vom Ermittlerduo Funke und Stein, war es klar, dass der neue Krimi von Volker Dützer, mit dem Titel“Freier Fall“, flott auf meinen Bücherstapel musste.
Es ist mein 3.Krimi, den ich vom Autor lese und jedes Mal hat sich die Qualität mit dem neuen Krimi nochmals gesteigert.

Volker Dützer lebt und arbeitet im Westerwald und auch „Freier Fall“ spielt in der Gegend rund um Koblenz und dem Westerwald.

Helen Stein, Kriminalhauptkommissarin und Profilerin, ist immer noch traumatisiert von den Geschehnissen im letzten Fall, auch, wenn sie sich dies selber nicht eingesteht.
Ben Funke, eher knorrig und wortkarg, Polizist in Hachenburg im Westerwald hat seine Tochter mit Helens Hilfe gefunden, und sortiert sein Leben neu.

Funke hat wieder Freude am Leben gefunden, Nora, seine Tochter, die aufgrund der Dinge, die sie erlebt hat, einen Autismus hat, der Golden Retriever Joker, der nicht von Noras Seite weicht, sind sein Leben. Er hat keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken. Ja selbst eine Geliebte hat Funke mittlerweile, Carola Wesseling, Ehefrau von Holger Wesseling, dem bekannten Politiker.
Langsam findet Funke wieder in sein altes Leben zurück.
Mit Carola trifft er sich immer im Ferienhaus der Wesselings am Dreifelder Weiher.

Auch jetzt freut er sich auf Carola, die ihn dringend sehen will.
Irgendwann erwacht Funke neben seiner toten Geliebten, die offensichtlich mit seiner Dienstwaffe erschossen wurde.

Ich werde nun nicht verraten wie es weitergeht, das müssen Sie selber lesen.
Auf alle Fälle erwartet den Leser ein Krimi, der sehr spannend ist, eine unvorhersehbare Handlung und mitreissende Szenen.

Volker Dützer hat es wieder einmal verstanden den handelnden Personen quasi Leben einzuhauchen. Die Personen im Krimi werden so genau beschreiben, besonders auch ihre Handlungen und deren Hintergründe, dass man sich völlig in sie hineinversetzen kann.
Auch die Art der Menschen im Menschen, manchmal etwas schroff, kommt nicht zu kurz.
Ein vor Arroganz triefender Ehemann Wesseling begegnet uns Lesern genauso wie empathische Ärztin Dr.Elenor Cox.

Geschehnisse in Afrika, ein Amulett, ein Krimiautor und seine Phantasien und ein arroganter Polizist namens Kain, spielen eine Rolle.

Was mir gar nicht gefällt ist die Tatsache, dass Volker Dützer noch nicht weiß, ob es einen dritten Krimi mit Ben und Helen gibt. Den muss es geben.

ISBN: 9783954413829
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B.C.Schiller: Targa

„Targa“ ist geschrieben worden von B.C.Schiller. Dahinter verbirgt sich das Ehepaar Barbara und Christian Schiller.
Ein erstaunlicher Krimi ist dem Paar, das auf Mallorca und in Wien lebt gemeinsam mit ihrem Ridgeback Jabali, gelungen.

Wer ist Targa? Man sieht sie auf dem Cover von hinten.
Was hat es mit dem Titel des Buches „Targa Der Moment, bevor Du stirbst?“ auf sich, habe ich mich gefragt, als ich das Cover sah.
Wenn man diesen Krimi gelesen hat, weiß man die Antwort.

Schonungslos haben die Autoren die Handlung geschrieben, die in einer Intensität in die Untiefen der Motivation des Täters absteigt, wie man es nicht für möglich hält.

Aber lassen Sie mich von vorne anfangen.
Das Buch beginnt mit einem Prolog. Ein Sportwagen hält am Hintereingang eines Krankenhauses, zwei Säuglinge, Zwillinge, werden auf den eiskalten Stufen abgelegt von Luisa, 17. Diese wird vom Fahrer des Wagens dazu gezwungen. Luisa wird später vom Fahrer auf einer Brücke aus dem Wagen geworfen und begeht Selbstmord.
Die Zwillinge werden gefunden, eins der Mädchen kann nicht mehr gerettet werden, Yella. Targa überlebt.
Ihre Namen, die Margarete Hendricks, die Targa aufgenommen hat, ihnen gegeben hat, beruhen darauf, dass es ein gelber Porsche Carrera Targa war, der, in dem die Mutter gefahren wurde.

30 Jahre später beginnt die Handlung.
Eine junge Frau erschiesst sich im Supermarkt, sie hat eine Puppe bei sich.

Targa Hendricks lebt in einem alten VW-Bus zusammen mit ihren Hund „Hund“.
Sie arbeitet undercover für die Polizei. Und sie ist auf der Suche nach ihrem Vater.

Ein Täter hat 4 junge Mädchen erstickt, die Frau aus dem Supermarkt hat vermutlich mit ihm zusammengearbeitet.
Volker Lundt, seit 5 Jahren Leiter der Sonderabteilung K2 braucht Targas Hilfe.
Das K2 hat mehrere Teams für Undercover-Einsätze.
Der Dienstsitz ist einem ehemaligen Stasi-Gebäude.
Zum Team gehören neben Targa, Pierre, der IT-Spezialist, Rita und die Analytikerin und Strategin.
Warum und wie sind die Mädchen erstickt?? Es gibt keine Anzeichen für eine Strangulation. Das Team tippt auf eine Dekompressionskammer, wie Kampftaucher sie nutzen.

Alle toten Mädchen und auch die Selbstmörderin aus dem Supermarkt haben etwas mit dem Blog „Famous Last Words“ zu tuen. Betreiber des Blogs ist Prof.Falk Sandmann.

Derweil wird Erik Holm, der bei einer internationalen Sicherheitsfirma arbeitet, in einem Gefängnis für die Bewachung von Carlos Schmidt eingeteilt. Keine leichte Aufgabe.

Carlos Schmidt hat ein Privileg, er darf regelmässig mit einer jungen Frau skypen. Wer ist diese Frau?

Mehr verrate ich nicht.
Wie es Targa und Lundts gelingt den Täter zu überführen, ob Targa ihren Vater findet, welche Rolle Falk Sandmann spielt, all das können Sie in diesem spannenden Thriller lesen.

Es ist den Autoren gelungen, die Spannung über die gesamte Handlung aufrecht zu erhalten.
Die Charaktere leben förmlich, man hat das Gefühl sie zu begleiten. B.C.Schiller lassen uns Leser oft an den Gedankengängen der handelnden Personen teilhaben und zwar an den positiven wie auch an ganz perfiden.

Ich warte nun auf die versprochene Fortsetzung der Reihe mit Targa Hendricks, die sensibel und robust zugleich ist.

ISBN: 9783328101512
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Ethan Cross : Spectrum

„Spectrum“ ist der erste Krimi vom Ethan Cross, den ich lese. Garantiert ist dies nicht der letzte.
Der Krimi hat mich von ersten bis zur letzten Seite gefesselt.

„Spectrum“ verbindet Szenarien, die schon Realität sein könnten mit Fiktion und einer mitreißenden Handlung.
Die Person, die „Spectrum“ Leben einhauchen sind realiätsnahe geschildert, man sieht sie quasi vor dem geistigen Auge vor sich und fiebert mit ihnen.

Der Autor verbindet in seinem Krimi mehrere Standorte der Handlung und auch sehr unterschiedliche Charaktere.
Isabel Price ist Südafrikanerin, sie arbeitet als Constable bei der südafrikanischen Polizei SAPS. Ihr Sohn Tyler und dessen leibliche Mutter starben im Squatter-Camp.
Idris Madeira, genannt Krüger, ist ein Profikiller, ein Söldner aus Mosambik. Seine Frau spielt auch eine Rolle.
Felix Ginger, der Engel, spielt eine Rolle.

Dominic genannt „Nic“ Juliano ist bei der SWAT, stammt aber aus einer Mafia-Sippe. Nics Großvater war unter dem Namen „Großer Schlächter“ bekannt.
Nic arbeitet mit Special Agent Samuel Carter zusammen. Auch Ortiz, genannt Taz ist mit von der Partie. Carter zieht noch Dr.August Burke hinzu.
Dr.Burke hat 2 Masterabschlüsse und hat in  Kriminalpsychologie promoviert. Burkes Gehirn arbeitet schneller und anders als die der Kollegen. Die meisten können nicht verstehen wie er tickt.
Dr.Burke ist anders, er hat das Asperger-Syndrom, eine Form des Autismus. Menschlicher Kontakt ist nicht seins, aber kombinieren, denken, wie die „normalen“ Menschen nicht denken können, das ist das was August Burke ausmacht.
Viele andere Personen tragen auch zu der spannenden Handlung bei.

Seien Sie gespannt was Sie erwartet. In diesem Krimi ist nichts wie es zuerst erscheint.
FBI und CIA spielen eine Rolle, geheime Gänge und Labore. Was wollen die Täter? Geld scheint es nicht zu sein.
Ich werde nichts verraten.

Ethan Cross ist mit „Spectrum“ ein fesselnder Krimi gelungen. Der Krimi lebt von der nicht vorher sehbaren Handlung ebenso wie von den Charakteren, die der Autor excellent beschreibt.
Meine Leseempfehlung für alle, die Krimi mit realitästnahem Hintergrund und spannenden Charakteren lieben.

ISBN: 9783404175550
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