Schmidt-Röger/Blank : Hundeverhalten

Das Buch „Hundeverhalten“ mit dem Untertitel „Körpersprache und Ausdrucksweise erkennen und verstehen“ haben Heike Schmidt-Röger und Susanne Blank geschrieben.
Susanne Blank ist lange Jahre Hundetrainerin und Heike Schmidt-Röger ist Journalistin, Autorin, Fotografin und Hundehalterin.

Im Buch wird in Wort und Bild erklärt was Hundeverhalten bedeutet. Wie erkennt man es? Wie kann man darauf reagieren und sollte man reagieren?
Zunächst erklären die Autorinnen was ist angeborenes Verhalten? Was ist rassetypisch? Was ist erlernt? Was beeinflusst das Verhalten?
Anhand von Fragebögen kann man in etwa abschätzen welchen Typ Hund man hat.

Die Autorinnen geben Tipps zu dazu wie reagiert man richtig, bezogen auf den Typ des Hundes, das Alter, etc. Mit einem Welpen muss man anders umgehen als mit einem ergrauten Veteranen.
Jagdhundverhalten ist anders als Hütehundverhalten, usw.

Spiel ist nicht gleich Spiel, manchmal ist man als Halter gefordert einzugreifen. Wie erkenne ich wann dieser Zeitpunkt gekommen ist? Diese und ganz viele andere Fragen, die man sich als Hundehalter stellt, werden beantwortet.
Manche Fragestellungen werden auch in Interviews von Hundeexperten, wie Udo Gansloßer, Günther Bloch, usw. beantwortet.

Aus meiner Sicht ist dieses Buch geeignet für Hundeanfänger, Welpenbesitzer und alle, die sich in das Thema Hundeverhalten einarbeiten wollen.

ISBN: 9783440149751

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Gansloßer /Käufer: Auszeit auf Augenhöhe

PD Dr.Udo Gansloßer und Mechtild Käufer haben das, aus meiner Sicht, wichtige Buch „Auszeit auf Augenhöhe“ geschrieben.
Der Untertitel verrät um was es geht „Mensch-Hund-Spiel: Kleiner Einsatz mit grosser Wirkung“.

Dr.Udo Ganßloßer ist Zoologe, seit einigen Jahren  sind die Canidae (Hundeartige) einer seiner Schwerpunkte.
Er und seine Arbeitsgruppe beschäftigen sich mit Themen der Mensch-Hund-Beziehung, Tierschutzethik,usw.
Der Autor ist gut vernetzt und immer sehr gut informiert, was man merkt, wenn man ihn auf Vorträgen erlebt.
Mechtild Käufer ist Hundetrainerin und Dipl.Sozialarbeiterin, sie ist bekannt für ihre Arbeit zum Thema Spielverhalten beim Hund.

Die Autoren ermuntern im Buch zum Spielen mit dem Hund. Mensch-Hund-Spiel war lange verpönt. Als wir unseren ersten Hund vor 8 Jahren bekamen und mit ihm beim DRC trainiert haben, war spielen NoGo, ein Hund musste funktionieren. Anjo (Hund 2) haben wir nun 5 Jahre, zur Welpenerziehung waren wir in der Hundeakademie Perdita Lübbe und wir wurden sowohl im Einzeltraining wie auch in den Hunderunden ermuntert und angeleitet zum Spiel. Was ein Glück, denn Anjo liebt es zu spielen. So stärkt man die Bindung an den Menschen, das ist auch der Tenor des Buches von Udo Gansloßer.

Das Buch ist sehr strukturiert aufgebaut. Die Autoren erklären zunächst den Spielbegriff, gibt es artübergreifendes Spiel, etc., danach werden verschiedene Arten des Spiels erklärt, man bekommt als Leser sehr viele Tipps, wie man mit dem Hund spielen kann mit und ohne Spielzeug. Oft sah ich Anjo vor mir, der sich genauso verhält wie beschrieben.
Man lernt im Buch den Hund im Spiel zu „lesen“. Hilfreiche Tabellen, usw. ergänzen das Buch.

Unterteilt ist das Buch in mehrere Kapitel, die schon zeigen wie vielfältig und umfassend die Autoren das Thema darstellen:
– Etikettenschwindel
– Pseudospiele
– Echte Sozialspiele
– Spielkommunikation
– Spielroutinen, Typen, Stile
– Sozialspiel
– Spielkompetenz.

Mir gefällt sehr gut, dass es im Buch „Merkkästchen“ und Checklisten gibt, die schnell aufzufinden sind und immer wieder auf einen Blick die wichtigen Dinge aufzeigen.
Das für mich wichtigste Kästchen im Buch ist die Liste auf S.11, die ich zitiere:
„Kriterien für Spiel
1. Die Spieler verfolgen keine über das Spiel hinausgehenden Ziele.
2. Das Verhalten im Spiel sieht anders aus als außerhalb des Spiels.
3. Das Verhalten wird nicht stereotyp, sondern in stets neuen Varianten wiederholt.
4. Spiel ist spontan, freiwillig, selbstbelohnend und macht Spaß.
5. Ein Tier spielt nur, wenn es zufrieden ist und sich sicher und entspannt fühlt.“

Diese Liste orientiert sich an der Definition von Spiel von Burghard(2015).
Diese Kriterien sagen eigentlich alles und machen deutlich, dass z.B. Apportiertraining kein Spiel sondern Beschäftigung ist.

Den Autoren ist es gelungen klar zu machen was ist reines Spiel, wo ist der Unterschied zwischen Spiel und z.B. Nasenarbeit, etc.?
Sie motivieren den Hundehalter und auch Trainer Spiel zuzulassen, auch Spiel, das vom Hund initiiert wird.
Auch Bellen darf der Hund dabei und wer genau aufpasst, kann auch beim eigenen Hund das Spielbellen vom sonstigen Bellen unterscheiden.
Bellspiele habe ich kennengelernt im Buch, die kannte ich nicht, sie sind rassetypisch.

Und ich bin beruhigt, unsere geliebten Zerrspiele mit einem alten geknoteten T-Shirt, sind gut und stärken die Bindung. Wie verpönt waren und sind z.T. diese „bösen Zerrspiele“ doch. Aber generell sind sie förderlich für die Mensch-Hund-Beziehung.

Udo Gansloßer und Mechtild Käufer haben ihre sehr gut verständlichen Aussagen stets belegt mit Studien, Aussagen von Experten, usw. Jede Menge Quellenangaben findet man im Serviceteil.

Mir gefällt es sehr gut, dass das Spiel von Kindern und Hunden, speziell Welpen, verglichen wird. Man kann es eben nicht 1:1 übertragen.

Wer sich auf das Buch und die Aussagen und Anleitungen der Autoren einlässt, wird entweder bestätigt in dem was er schon macht und bekommt noch jede Menge Ideen und Tipps, danke dafür, oder aber denkt danach hoffentlich um, dass Strenge und Drill in der Hunderziehung, zumindest beim Familienhund, eher weniger bringen als die Stärkung der Bindung. Und vor allem macht es auch einem selber mehr Spaß auf diese Art und Weise mit dem Hund das Zusammenleben zu gestalten.

Das Buch ist reich bebildert mit Fotos, die die Aussagen und Tipss verdeutlichen.

Aus meiner Sicht sollten alle Welpenbesitzer und auch manch ein Hundetrainer dieses Buch als Pflichtlektüre lesen.

ISBN: 9783440151952
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Amann, Aliloski: Mein Hund hat eine Seele

„Mein Hund hat eine Seele“ mit dem Untertitel „Was Ihr Hund schon immer sagen wollte & was Sie von ihm lernen können“ von Laurent Amann und Asim Aliloski ist ein Buch zum Thema Seele des Hundes. Dies suggeriert der Titel.

Das Hunde auch Gefühle haben, um das Wort Seele nicht zu strapazieren, oder auch Tiere generell, weiß jeder Hundehalter.
Auch kann man dies von wissenschaftlicher Seite durchaus belegt finden in den Arbeiten von Marc Bekoff, der schildert was es mit der Empathie von Tieren auf sich hat.

Ich hoffte nun aufgrund des Titels des Buches, ein Äquivalent zum Buch von Bekoff nur für den Hund zu bekommen.
Teilweise ist es den Autoren auch gelungen ganz sachlich zu zeigen, dass Hunde Gefühle haben, dass sie uns quasi lesen können und wir besser darin werden müssen, sie zu lesen.

In Praxistipps wird hervorgehoben was den Autoren wichtig ist. Immer wieder schwingt aber so esoterische Richtung mit.

So etwa ab S.122, „Die seelischen Bedürfnisse erfüllen“ habe ich mich gedanklich ausgeklinkt. Das was folgt, kann ich nur noch unter dem Thema Esoterik, Pseudowissenschaft, abhaken.
Schade, ein ganz sachliches Buch zum Thema nur auf den Hund bezogen, fehlt.

Mein Fazit: für alle, die sich der Esoterik verschrieben haben, sicher ein gutes Buch, für diejenigen, die sich für wissenschaftliche Erkenntnisse interessieren,untauglich.

ISBN3: 9783902991362
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Löckenhoff : Dogwalk

„Dogwalk“ mit dem Untertitel „Gemeinsam unterwegs – Ideen für eine glückliche Mensch-Hund-Beziehung“ wurde von Ursula Löckenhoff geschrieben.

Die Autorin, die mit Pferd und Hunden aufgewachsen ist, hat sich lange Jahre neben ihrem Beruf als Grafikerin im Tierschutz engagiert.
2009 hat sie eine Ausbildung zur Hundephysiotherapeutin gemacht und seit 2010 betreibt sie ein Hundehotel. Sie hat ihre Leidenschaft, das Zusammenleben mit Hunden, zum Beruf gemacht.
Ursula Löckenhoff hat das Dogwalk-Konzept entwickelt, mit dem Sie eine Möglichkeit beschreibt, Hunde ohne Leckerlies zu führen.

Der Titel des Buches „Dogwalk“ mag zu Missverständnissen führen. Es ist kein Gassi-Trainings-Buch, sondern ein Buch zum Konzept der Autorin.
Und der Dogwalk beginnt schon vor dem Spaziergang draussen. Wenn der Hund im Haus keine Beziehung zu seinem Führer hat, so kann es auch draussen nicht funktionieren.
Folgerichtig baut die Autorin  im Buch Schritt-für-Schritt ihre Anleitung zu einer glücklichen Mensch-Hund-Beziehung auf.

Das Buch ist in mehrere Kapitel unterteilt:
– Kommunizieren und eine Einheit bilden: Kontaktaufnahme, Körpersprache, Einsatz der Stimme, Augenkontakt, Arbeit mit der Leine
– Jeder Walk beginnt im Haus: Hunde ruhen, Regeln und Rituale, sinnvolles Zubehör, entspannt unterwegs
– Auf der Strasse und in der Stadt
– Der Wald – ein echtes Abenteuer
– Auf der Wiese – verführerische Weite
– Im Wasser – völlig losgelöst, u.A. den Hund ans Wasser heranführen
– Nach dem Walk ist vor dem Walk – von Duschen, abtrocknen bis Massage

Im Serviceteil findet man weiterführende Literatur.

Der Autorin ist es gelungen, teils auch durch Bilder, die zeigen was sie meint, wie sie es macht, uns Lesern ihr Konzept des Miteinander von Mensch und Hund zu vermitteln. Dabei ist es egal ob man einen oder mehrere Hunde hat. Infos für Mehrhundehalter sind immer wieder eingeschoben. Im Fazit findet man grundlegende zusammenfassende Statements.
Mir gefällt auch die Rubrik …auf einen Blick“. Dort hat Lückenhoff stichpunktartig die wichtigsten Punkte einer Aktion aufgeführt, die z.B.  bei „Ableinen und „GO“ auf einen Blick“ noch durch eine Bildstrecke ergänzt werden.

Ursula Löckenhoff hat die Themen, die man im Alltag mit dem Hund benötigt, gut verständlich und nachvollziehbar beschrieben.
Das Buch ist aus meiner Sicht auch für Hundeanfänger geeignet.

ISBN: 9783440153598
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Ruthe, Barth : Hunde! Das macht der sonst nie

„Hunde ! Das macht er sonst nie“ ein Buch zum Lachen aber auch zum Nachdenken.

Ralph Ruthe ist einer der bekanntesten Cartoonisten in Deutschland. Er ist verantwortlich für die wundervollen Cartoons im Buch.
Markus Barth ist Autor. Unter anderem schreibt er für die „heute-show“ und „Ladykracher“. Jetzt können Sie sicher schon erahnen, was Sie textlich erwartet.

Texte und Bilder, die einen als Leser und Betrachter zum herzlichen Lachen animieren, in denen aber auch oft jede Menge Wahrheit ist, sind im Buch zu finden.
Laut gelacht habe ich bei den beiden Tagebucheinträgen, einmal vom Landhund, einmal vom Stadthund. Herrlich und so wahr.
Ein Beispiel vom Stadthund :
„19 Uhr : Abendessen. Herrchen stellt mir das restliche Nassfutter hin. Ist aber an den Rändern schon leicht eingetrocknet. Also wieder hinlegen und Wangen einziehen…“
Ich kenne das, einer unserer Hunde ist auch sehr erfinderisch, wenn es etwas gibt was er nicht mag.

Herrlich die „10 Kommandos , die viel zu selten trainiert werden“.
Und die Krönung ist die Waldorf-Hundeschule.

Viele Zeilen kommen mir bekannt vor, teils aus eigener Erfahrung, teils aus dem was man draussen erlebt mit anderen Hunden.
Markus Barth muss Hundeerfahrung haben, denn er legt den Finger in die Wunde. Ich sehe auch die Hunde vor mir, die ein Tagesprogramm haben wie ein Manager, die mit dem rosa Schleifchen im Haar und was mir sonst beim Lesen einfiel.

Ein Buch für alle Hundehalter und Trainer, die mal herzhaft lachen wollen und eine Empfehlung für alle, die sich den ersten Hund holen wollen.
Denkt aber darüber nach, was der Autor sagen will mit seinen Texten.
Als Geschenk auch sehr gut geeignet.

ISBN: 9783830334507
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Bekoff, Pierce : Sind Tiere die besseren Menschen

Marc Bekoff und Jessica Pierce haben das Buch „Sind Tiere die beseren Menschen?“ geschrieben.

Marc Bekoff ist emeritierter Professor der Ökologie und Evolutionsbiologie an der Universität von Colorado (USA).
Jessica Pierce ist Philosophin und arbeitet als Professorin an der Universität von Colorado im Bereich Gesundheit und Bioethik.

Die Autoren beschreiben im Buch, dass Tiere quasi eine Seite haben, die sie dem Menschen ähnlich macht. Sind sie am Ende die besseren Menschen?
Tiere kennen Empathie, können trauern, sich freuen, kooperieren, es gibt so etwas wie Moral, usw.
Jeder, der ein Tier hat und mit Tieren lebt, kann das wohl bestätigen. Oft erlebe ich bei unseren Hunden und anderen Tieren, dass sie etwas füreinander und auch für die Menschen, mit denen sie leben, empfinden.
Wenn es einem nicht gut geht, sind die nah bei einem. Sie versuchen zu trösten, etc.

Marc Bekoff hat diese Verhaltensweisen der Tiere lange erforscht. Auf einer Dinnerparty hat er Jessica Pierce kennengelernt und so kam es zu dem gemeinsamen Buch.

Die beiden Autoren schildern an ganz vielen Beispielen, dass Tiere eine Seele haben, sie trauern, von Elefanten kennt man das gut. Auch andere Gefühle sind teils sehr gut erforscht.
Raben und Schweine sind ja schon länger als kluge Tiere bekannt.
Die tierischen Gefühle sind oft den menschlichen sehr ähnlich.

Bekoff schildert auch, was er z.B. von Jane Goodall und anderen Forschern gelernt hat.

Die Autoren haben ihr Buch gut strukturiert. Mehrere Kapitel lassen uns Leser eintauchen in die Verhaltensweisen und Gefühlswelt der Tiere:
– Moral im Tierreich
– Grundlagen für Gerechtigkeit im Tierreich
– Kooperation
– Empathie
– Gerechtigkeit
– das Unbehagen mit der tierischen Moral.

Marc Bekoff und Jessica Pierce haben aus ganz vielen Quellen und eigener Forschung zusammengetragen was derzeit Stand der Wissenschaft zum Thema ist.
Sie schreiben sehr gut verständlich, man muss kein Wissenschaftler sein, um das Buch zu verstehen.
Nach dem Lesen des Buches weiß man, was man oft schon vermutet hat, die Tiere sind uns Menschen sehr ähnlich.

Falls Sie sich erst das ausführliche Inhaltsverzeichnis anschauen wollen oder eine Leseprobe suchen, so finden Sie diese hier.

Mein Fazit: ein lesenswertes Buch für alle, die sich für Tiere interessieren oder auch mit Tieren arbeiten.

Quelle: Kosmos-Verlag

EAN: 9783440156513
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Lingenfelter : Der Engel an meiner Seite

Mike Lingenfelter hat mit Hilfe von David Frei die wahre Geschichte von sich und  Dakota, seinem Golden Retriever, aufgeschrieben.

Mike Lingenfelter ist Ingenieur und der Besitzer von Dakota, der liebevoll Cody genannt wurde.
David Frei ist lange Jahre Co-Moderator der Hundeshow Westminster Kennel Club des Fernsehsenders USA Network.

Dakota ist ein Golden Retriever, ein ganz besonderer Hund für Mike.
Mike, der Ingenieur ist und sich hauptsächlich mit der Planung und der Bauleitung von Kommunikations – und Kontrollsystemen für Flughäfen und Transportmittel beschäftigt, hat bereits 2 Herzinfarkte und eine Herzoperation hinter sich. Als Folge hat Mike eine instabile Angina pectoris, die mit schweren Anfällen einhergeht.
Der stressige Job hat ihn krank gemacht. Die Erkrankungen haben ihn ausgebremst.
Daraus resultiert eine schwere Depression.

Da Mike so weit ist, dass er sich mit Selbstmordgedanken trägt, geht er zu der Psychiaterin Dr.Atta. Diese empfiehlt ihm einen Therapiehund.
Mike sträubt sich, er und seine Frau haben doch schon Abbey, die Golden Retriever – Hündin. Nur eignet sich diese Hündin nicht als Therapiehündin.

Es dauert, aber Mike willigt ein und bekommt schließlich Daktota als Therapiehund.
Cody ist ein Engel auf 4 Pfoten. Er und Mike können bald nicht ohne den anderen.
Dakota wacht über sein Herrchen, spürt jeden Angina Pectoris – Anfall früh genug, um Mike zu warnen.

Dakota wird offizieller Begleithund.

Mike kann wieder arbeiten, engagiert sich für Begleithunde, usw.
Und dann wird Cody sehr krank, Krebs. Gemeinsam kämpfen die beiden.

Lesen Sie selber wie wundervoll die Geschchichte von Mike und Dakota ist.
Beide stehen füreinander ein.

Es werden Lösungen gefunden für Geschehnisse, die unüberwindbar scheinen.

Nicht nur Hundeleute werden dieses Buch mit Tränen in den Augen oder zumindest tiefer Betroffenheit lesen.

Es ist eine wahre Geschichte, wenn mir persönlich auch der Part mit der Tierkommunikatorin etwas seltsam vorkommt.

Was ich aus eigenem Erleben mit einem unserer Golden Retriever aber weiss, ist, wie sensibel diese Hunde sind. Auch Lucky weiß bereits oft schon vor uns, wenn etwas passiert. Wir haben schon mehrfach Situationen gehabt, in denen er uns gezeigt, dass etwas nicht in Ordnung ist und wir konnten es nicht einordnen.

Es ist ein Buch das zu Herzen geht, das aber gleichzeitig auch aufzeigt wie wichtig Therapie – und Begleithunde sind.

ISBN: 9783926388957
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Jeanette Przygoda : An lockerer Leine

Jeanette Przygoda ist Hundetrainerin in Köln.
Aus ihrem beruflichen Alltag kennt sie das Problem, das wohl jeder Hundehalter kennt, sehr gut, die Leinenführigkeit.

Gerade kämpfe ich wieder selber damit. Ich bin lange ausgefallen, weil ich den Fuß gebrochen hatte, und nun muss ich wieder neu ran. Bei Anjo scheint der Speicher für „ordentlich an der Leine gehen bei Frauchen“ gelöscht zu sein.

Bei Welpen gilt es strukturiert die Leinenführigkeit aufzubauen und immer wieder dran zu arbeiten. Bei älteren Hunden gilt es das Thema als Dauerbrenner auf dem Schirm zu haben.
In ihrem vorliegenden Ratgeber „An lockerer Leine – Der leichte Weg zum leinenführigen Hund“ hat die Autorin von Beginn an das Training zusammengestellt.

Bereits im vorderen Einband geht es los mit den Dingen, die man braucht. Vom richtigen Halsband bis hin zu den Leinen hat sie kurz und knapp die Utensilien beschrieben.
Was mir sonst noch nicht aufgefallen ist, sie nimmt Stellung zur Länge der Schleppleine in Bezug auf die Größe des Hundes.

Danach geht es, reich bebildert, los mit den einzelnen Stufen des Trainings.
Und es beginnt nicht etwa damit, dass man gleich losgeht, sondern, was man sonst oft vermisst, damit, dass man die Aufmerksamkeit des Hundes braucht.
Przygoda arbeitet nicht mit Leckerlies, sondern über Körpersprache und sie legt auch im Buch immer wieder Wert auf die Körpersprache, die in der jeweiligen Situation erforderlich ist.

Unterteilt ist das Training in mehrere Kapitel:
– Training vorbereiten
– Der Weg zum leinenführigen Hund
– Friedlich an der Leine
– Service.

Jedes Kapitel besteht aus einzelnen Unterkapiteln mit Tipps, konkreten Übungen , usw.

Anhand der Bilder kann man genau sehen was die Trainerin meint. Beim Weg abschneiden, z.B. ist im Text erklärt in welchem Winkel man gehen soll, welches Bein was macht, etc. und passend dazu das Foto. Auch die möglichen Reaktionen des Hundes und was man dann macht, werden behandelt.

Was ich für besonders erwähnenswert halte, da es selten ist, es gibt auch einige spezielle Parts für Rollstuhlfahrer, toll.

Im Kapitel Service findet man weiterführende Literatur.

Mir gefällt das Buch sehr gut. Es ist geeignet für Ersthundebesitzer und alle, die mal wieder am Thema Leinenführigkeit arbeiten wollen oder müssen und eine Auffrischung für das brauchen, was sie im Training gelernt haben, oder einfach eine andere Methode, da die gewohnte nicht mehr funktioniert.
Ich gehe gerade auch mal einen etwas anderen Weg mit Hilfe des Buches, der Effekt, Hund verwirrt und aufmerksam.

Quelle: Kosmos-Verlag

ISBN: 9783440151327
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Kurt Kotrschal : Hund & Mensch

„Hund & Mensch – Das Geheimnis unserer Seelenverwandschaft“ ist das neueste Buch von Kurt Kotrschal.
Es ist erschienen im Brandstätter – Verlag, den ich bislang nicht kannte.

Prof.Kurt Kotrschal ist Leiter und Gründer des WSC.
Er forscht zusammen mit den beiden anderen Leiterinnen und Gründerinnen Friederike Range und Dr.Zsófia Virànyi am Wolfsforschungszenrum, WSC, im Wildpark Ernstbrunn in Österreich.

Im WSC wird geforscht zu den geistigen und kooperativen Potenzialen von Hunden und Wölfen und ihren Beziehungen zu Menschen.
Das Team des WSC ist weltweit führend bei diesen Themen. Nur in Ungarn wird, meines Wissens,  auch wissenschaftlich zum Thema Mensch – Hund gearbeitet.

Sicher muss man zum Thema Wölfe gewisse Abstriche machen und somit auch zu den Vergleichen im Buch zwischen Hund und Wolf.
Die Forschung in Ernstbrunn wird an Gehegewölfen gemacht nicht im Freiland. Inwieweit die Ergebnisse denen der Freilandforschung entsprechen, sei dahingestellt.
Freilandforschungsergebnisse findet man in Büchern von Elli H.Radinger und Günther Bloch ( 2017 kommt ein neues Buch dazu).

Dies nur als Bemerkung, da Prof.Kotrschal im Buch häufiger das Hundeverhalten mit dem Wolfsverhalten vergleicht.

Ich beschränke mich in meiner Beurteilung auf den Inhalt, der dem Titel „Hund & Mensch“ entspricht.
Die Mensch- Hund- Beziehung hat das Team vom WSC intensiv erforscht. Kurt Kotrschal hat die Ergebnisse in diesem Buch sehr gut dokumentiert.
Der Autor schreibt allgemein verständlich.

Hundehalter werden vieles schon aus dem Alltag kennen, manche Erkenntnisse sind neu.
Und jeder Hundemensch wird bestätigen, dass es eine Seelenverwandtschaft zwischen dem Hund und seine Menschen gibt.

Ich finde das Buch ausgesprochen interessant. Es gibt so viele Dinge in der Literatur zur Hundeerziehung, die sich oft ändern, je nachdem welche Strömung nun gerade mal wieder etwas schreibt.
Wissenschaftlich fundiert ist das beileibe nicht immer.
Darum ist es, aus meiner Sicht, umso wichtiger, dass Wissenschaftler zum Thema ihre neuesten Erkenntnisse mit uns Hundehaltern, Trainern oder sonst am Thema Interessierten teilen zum Wohle der Hunde.
Das ist in diesem Buch geschehen. Kurt Kotrschal berichtet zu den unterschiedlichsten Aspekten der Hund – Mensch – Beziehung. Diese ist sehr vielschichtig.
Ein tolles Buch.

Quelle : Brandstätter Verlag

Quelle : Brandstätter Verlag

ISBN: 9783710600548
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Heike Schmidt – Röger : Was denkt mein Hund?

„Was denkt mein Hund? Hundeverhalten auf einen Blick“ hat Heike-Schmidt – Röger ihr Hundebuch genannt.
Heike Schmidt – Röger ist Fotografin, Journalistin und hat selber schon viele Jahre Hunde.
Was lag näher als ein ungewöhnliches Buch zu erstellen?

Keine Sorge Text gibt es auch im Buch, aber es ist ein Foto – Ratgeber.
Eigentlich logisch oder? Sprechen kann die Fellnase nicht, wenn sie es auch versucht mit Lauten.
Wie sollen wir Hundehalter ihre Gedanken lesen?
Na klar, durch Beobachtung. Im Laufe der Zeit kann man dann den eigenen Hund schon „lesen“.

Entscheidend im Alltag mit einem Vierbeiner ist es aber oft, dass man auch andere Hunde  lesen kann.
Und was machen Hundeanfänger,? Die haben die langjährige Erfahrung noch nicht.
Und gerade Menschen, die wissen, dass bald ein Hund einzieht oder deren Alltag erst seit kurzer Zeit durch einen Hund bereichert wird, kann ich diesen Ratgeber nur wärmestens empfehlen.

Die Autorin hat ihren Ratgeber unterteilt in mehrere Kapitel:
– Typisch Hund
– Hund & Hund
– Hund & Mensch
und dazu kommt noch ein Serviceteil.

Typisch Hund beginn mit einem Mops. Das ist eine Rasse, die ich oft schlecht lesen kann. Die typische Schnauze fehlt. Hochgezogene Lefzen als Warnsignal fehlen meinen Jungs dann auch.
Auch solche Besonderheiten gilt es als Hundehalter zu bedenken.

Gerade für Welpenbesitzer sind alleine in diesem Kapitel, aus meiner Sicht, jede Menge Tipps drin, was man machen sollte und was der kleine Vierbeiner erleben sollte, z.B. ein Mensch, der an Krücken geht.
Das hat mich an die Welpenrunden erinnert bei der Hundeakademie, die damals oft von Susanne Blank geleitet wurden.
Erst am Ende des Buches beim „Dank“ habe ich dann gelesen, dass Susanne beratend für das Buch zur Seite stand, neben anderen Experten.
Der Kuchen ist auch nicht gerade die optimale Mahlzeit für den Hund, auch, wenn er es anders sieht, wie man auf Seite 21 sehen kann.

In Kapitel 2 geht es dann weiter mit der Kommunikation Hund – Hund und es ist schon wichtig, wenn man unterscheiden kann, was ist Spiel und wann wird es ernst.
Und die Kommunikation Hund – Mensch ist nicht weniger entscheidend für den Alltag.

Heike Schmidt – Röger hat ganz viele Fotos, die ja bekanntlich mehr sagen, als 1000 Worte, im Buch veröffentlicht und dazu kurze und prägnante erläuternde Texte geschrieben.
Das Buch ist toll gemacht.

Mein Fazit: Dieses Buch sollte quasi ein Muss sein für jeden Hundeanfänger und für Welpenbesitzer erst recht. Es ist für mein Empfinden sehr hilfreich.

Quelle : Kosmos-Verlag

Quelle : Kosmos-Verlag

ISBN: 9783440151303
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