Barbara Schock-Werner : Köln auf den Punkt

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Prof.Barbara Schock-Werner, Dombaumeisterin a.D., kennt Köln sehr gut. Von 1999-2012 war sie Dombaumeisterin des Kölner Doms.
Sie ist Architekten, Kunsthistorikerin, Denkmalpflegerin und Hochschullehrerin.
In ihrer Amtszeit wurden im Kölner Dom die Fenster von Gerhard Richter eingebaut.

Über dieses Buch hat Rainer Maria Kardinal Woelki gesagt „Das Buch öffnet Augen und macht Lust auf Köln – den Alteingesessenen, den „Imis“ und den Heimkehrern wie mir.“
Und wahrlich, das Buch macht Lust auf Köln, wobei ich diese Stadt sowieso liebe.

Barbara Schock-Werner hat eine Kolumne im Kölner Stadtführer. Diese war Grundlage dieses Buches, das sie gemeinsam mit dem Journalisten Joachim Frank geschrieben hat.
Die Kolumnenreihe ist so angesehen, dass sie mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet wurde.

Das Vorwort hat kein geringerer als Gerhard Richter geschrieben.

Unterteilt hat Prof.Schock-Werner das Buch in verschiedene Teile:
– Auf und Ab am Rhein – die heimliche Kunstmeile Kölns
– Scheusslich, schön – die zwei Seiten einer Seiten
– Augen auf beim lieben Gott – eine kleine Schule des Sehens in Kölner Kirchen.

Die Autorin, die ja als kreativ, streitbar, zu ihrer Sache stehend, offen und vor allem sachkundig bekannt ist, hat es verstanden, Köln von vielen Seiten zu beleuchten.
Wenn man sich als Leser von ihr „an die Hand“ nehmen lässt, so lernt man neue Dinge zu bekannten Orten und auch viele bislang eher unbeachtete Orte kennen.
Sie versteht es auf mitreissende Art und Weise einem markante Plätze, aber auch Architektursünden nahe zu bringen.

Sie legt den Finger in die Wunde, wie z.B. bei der Skulptur „Licht und Bewegung“ von Otto Piene am Wormland – Haus auf der Hohe Straße. Wer die ZERO-Gruppe kennt und ihr Schaffen verfolgt hat, weiß, welche Schande es ist, dass diese Skulptur nicht wieder in Betrieb genommen wurde.
Ein Stück grosser deutscher Kunst dümpelt vor sich hin.
Solche Missstände prangert Prof.Schock-Werner an, zugleich stellt sie auch die Bedeutung dieser Fassade heraus. Ich gehe davon aus, dass auch viele Kölner achtlos vorbeigehen, ohne zu wissen, dass sich ein Blick nach oben lohnt.
Schock-Werner „Ein bisschen ist das mal wieder symptomatisch für Köln und die Kölner : Sie kümmern sich nicht um ihre Schätze, beachten und pflegen sie nicht.“

Ich weiß jetzt von wo aus ich demnächst den Dom von oben fotografieren kann, aus welcher Richtung ich die Fenster Gerhard Richters im Dom betrachten werde, dass sich eine U-Bahn, unterbrochen durch Pausen an manch einem Bahnhof lohnt und vieles mehr.

Wunderschöne Fotos illustrieren die Texte.

Mein Fazit: ein sehr lesenswertes Buch für alle, die Köln lieben, kennenlernen wollen, für Einheimische und Touristen.

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wohnhaft in Mainz freue mich über ernst gemeinte Kommentare und Fragen auch gerne per Mail
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